Xu „Teresa“ Zaozao (; * 1988) ist eine chinesische Autorin und Menschenrechtlerin, die durch einen landesweit beachteten Rechtsstreit um den Zugang unverheirateter Frauen zum Einfrieren von Eizellen Bekanntheit erlangte. Im Jahr 2023 wurde sie in die BBC-Liste 100 Women aufgenommen.

Leben Xu arbeitet als freiberufliche Autorin. Im November 2018 suchte sie am Pekinger Krankenhaus für Geburtshilfe und Gynäkologie, welches der Hauptstadt-Medizinuniversität angeschlossen ist, Informationen zum Einfrieren ihrer Eizellen; die Behandlung wurde ihr mit Verweis auf ihren Familienstand verweigert. Am 23. Dezember 2019 reichte sie deshalb beim Volksgericht des Pekinger Bezirks Chaoyang Klage gegen das Krankenhaus ein, ein in China viel beachteter erster Gerichtsfall zu diesem Thema. Am 24. Juli 2022 wies das Gericht ihre Klage ab. Am 9. Mai 2023 begann ihre letzte Berufungsverhandlung vor dem Dritten Mittleren Volksgericht in Peking. Am 7. August 2024 wurde ihre endgültige Berufung abgewiesen; Xu machte die Entscheidung öffentlich und setzte ihren Einsatz fort.

Wirken Ihr Verfahren erregte in China breite Aufmerksamkeit und gilt als erster Fall, welcher den Zugang unverheirateter Frauen zu social freezing gerichtlich prüfte. In der Berichterstattung wurde hervorgehoben, dass die chinesischen Regelungen zur assistierten Reproduktion Leistungen im Regelfall auf verheiratete Paare mit Fertilitätsproblemen beschränken und alleinstehenden Frauen den Zugang verwehren. Zugleich verwiesen Kommentatoren auf eine Asymmetrie, da Männer ihre Spermien ohne entsprechende Einschränkungen einfrieren dürfen. Xu verstand ihr Verfahren als Einsatz für reproduktive Selbstbestimmung, sprach darüber in der Öffentlichkeit und äußerte Hoffnung zur Möglichkeit künftiger Politikänderungen. Für ihren Einsatz wurde sie im Jahr 2023 in die BBC-Liste 100 Women aufgenommen.

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