mini|Bechermanschette über einem Einwegbecher für Kaffee mini|Kompostierbare Bechermanschette Als Coffee sleeve bezeichnet man in der Englischen Sprache eine ringförmige Schutzhülle, die über einen meist Einweg-Getränkebecher, typischerweise für Kaffee (engl. Coffee) geschoben wird. Sie dient primär der Wärmedämmung, um bei Heißgetränken die Handhabung des Bechers zu erleichtern. Im Deutschen sind ebenso Manschette (Bechermanschette oder Kaffeemanschette) bzw. Becherbanderole üblich.

Geschichte Frühe Formen des Hitzeschutzes für Getränkebehälter existieren wahrscheinlich schon so lange wie der traditionelle Verzehr von Heißgetränken selbst. So wurde beispielsweise der Zarf, eine Hülle für henkellose Porzellantassen, mit dem Aufkommen des Kaffeekonsums im 13. Jahrhundert in der Türkei populär. Für die heutige Bechermanschette aus Pappe sind zahlreiche Patente eingetragen. Das erste bekannte Patent für eine Manschette stammt von Jay Sorensen aus dem Jahr 1991, welche seit 1995 unter dem Markennamen „Java Jacket“ vertrieben wird. Auslöser für die Entwicklung war ein Vorfall im Jahr 1991, bei dem sich Sorensen an einem heißen Kaffeebecher verbrannte, den er im Drive-in gekauft hatte. Er gründete das Unternehmen Java Jacket, um die Manschetten zu vermarkten.Staining the coffee industry forever auf JavaJacket.com, abgerufen am 5. Januar 2026. Sorensens erhielt 1995 das Patent hierfür.

Aufbau

Die Form ist meist konisch, um sich der typischen Bechergeometrie anzupassen und durch Klemmwirkung fest am Becher zu haften. Neben dem Hitzeschutz dient die Bechermanschette als wichtiger Werbeträger. Da der Kunde den Becher während des Konsums oft längere Zeit in der Hand hält, bietet die Außenseite der Manschette eine hochgradig sichtbare Fläche für Werbung, Logos oder Botschaften. Zudem ist die Produktion einer Manschette kostengünstiger und ökologisch sinnvoller als die Verwendung eines zweiten Bechers („double-cupping“), um die Isolierung zu erhöhen. Manschetten aus unbehandelter Pappe sind in der Regel vollständig recycelbar und biologisch abbaubar. In der Abfallhierarchie gelten sie als Kompromiss: Während sie zusätzlichen Materialverbrauch gegenüber einem einfachen Becher darstellen, verhindern sie den Ressourcenverbrauch eines kompletten zweiten Bechers. Viele Anbieter setzen mittlerweile auf Recyclingpapier oder FSC-zertifizierte Materialien.

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Einzelnachweise

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