Troublesome Creek – Ein Western der anderen Art (Originaltitel: Troublesome Creek: A Midwestern) ist ein Dokumentarfilm von Steven Ascher und Jeanne Jordan von 1995. Der Film wurden 1996 für den Dokumentarfilm-Oscar nominiert.

Inhalt Der Film befasst sich mit der Familie Jordan in Iowa und ihren Bemühungen ihre Farm zu behalten. Zeitlich spielt der Film von 1867, als Banditen die Farm bedrohten, bis 1990, als eine Bank die Farm bedroht. Es handelt sich um die Farm von Russell Jordan, Jeanne Jordans Vater und Steven Aschers Schwiegervater.Troublesome Creek: A Midwestern, Public Broadcasting Service vom 14. April 1997

Rezeption Stephen Holden urteilte in der New York Times, dass Troublesome Creek: A Midwestern sich zwar als Fallstudie für den Niedergang des Kleinbauernlebens im Herzland Amerikas präsentiere, aber eigentlich eine Geschichte vom Verlust der Heimat sei. Die von der Erzählerin Jeanne Jordan humorvoll als Midwestern bezeichnete, werde von Szenen aus Western-Klassikern wie Red River und Zwölf Uhr mittags unterbrochen, die abschließende Auktion werde in Anspielung auf Western-Pistolenduellen dargestellt. Was dem Film Resonanz verleihe, habe nichts mit der Landwirtschaftskrise oder Western-Mythen zu tun. Bilder von der Landschaft mit Windmühlen und Vieh, dem Familienclan und der Familie, die sich im übertragenen Sinne in eine Wagenburg zurückziehe, gebe dem ganzen einen Zug von einem Norman-Rockwell-Traum. Stephen Holden: Troublesome Creek, The New York Times vom 24. Januar 1997

Kritischer sah Walter Goodman, ebenfalls in der New York Times, den Film. Es sei verdienstvolles Heimkino, aber nur Heimkino.Walter Goodman: For a Farm Family, No Happy Ending, 14. April 1997

Für Roger Ebert von der Chicago Sun-Times war die Moral des Films klar: Bundes- und Bundesstaatspolitik würden es Familienfarmen nicht mehr ermöglichen zu funktionieren. Unternehmen und Zusammenschlüsse würden nun Landwirtschaft betreiben. Große Banken interessiere das nicht, die kleinen Banken würden von den großen Banken aufgekauft. Es werde dabei eine ähnliche Geschichte erzählt wie Gary Sinise sie 1988 mit Miles from Home erzählte, nur mit alltäglicheren Gesichtern. Ebert meinte, man müsste es Familienfarmen einfacher machen. Sie repräsentierten etwas, wofür Amerika stehe. Es sei merkwürdig, wie bei allem Gerede von Politikern über Individualismus und Nachhaltigkeit die Vereinigten Staaten jedes Jahr näher zum Totalitarismus der Unternehmen rücke.Roger Ebert: Troublesome Creek: A Midwestern, rogerebert.com (Original in der Chicago Sun-Times vom 14. März 1997)

Auszeichnungen 1996: Sundance Film Festival: Großen Preis der Jury – Bester Dokumentarfilm und Publikumspreis für den besten DokumentarfilmJoe Leydon: Troublesome Creek: A Midwestern, Variety vom 4. Februar 1996 Oscar für den besten Dokumentarfilm (Nominierung)THE 68TH ACADEMY AWARDS | 1996, www.oscars.org

Weblinks

Troublesome Creek – Ein Western der anderen Art bei Rotten Tomatoes

Einzelnachweise

Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Landwirtschaft im Film Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Filmtitel 1995