mini|Iwamoto Tetsuzō, 1945 Iwamoto Tetsuzō (; *15. Juni 1916 in der Präfektur Karafuto, Japanisches Kaiserreich; † 20. Mai 1955 in Masuda, Präfektur Shimane) war ein japanischer Jagdflieger der Kaiserlich Japanischen Marineluftwaffe. Mit 80 bestätigten Abschüssen gilt er, nach Nishizawa Hiroyoshi (87 Abschüsse), als der zweiterfolgreichste japanische Pilot während des Zweiten Weltkrieges.
Leben
Frühe Jahre Iwamoto war der dritte Sohn seiner Eltern und wurde 1916 in der Präfektur Karafuto geboren, dem damals zu Japan gehörenden südlichen Teil der Insel Sachalin. Bis zu seinem dreizehnten Lebensjahr wuchs er jedoch in Sapporo auf Hokkaidō auf. Im Jahr 1929 zog seine Familie in die Heimatstadt seines Vaters nach Masuda in der Präfektur Shimane. Dort besuchte Iwamoto die land- und forstwirtschaftliche Oberschule.
Seine militärische Laufbahn begann er im Alter von 18 Jahren nach seinem Schulabschluss im Jahr 1934. Er bewarb sich erfolgreich bei der Kaiserlich Japanischen Marine als Marineflieger 4. Klasse. Fünf Monate später wurde er zum Marineflieger 3. Klasse befördert. 1936 bestand Iwamoto die Aufnahmeprüfung der Kaiserlich Japanischen Marineflieger, an der Tausende teilnahmen, für den Lehrgang des Sōju-Renshūsei (Flugausbildungsprogramm) für Marineunteroffiziere und -matrosen. Im Dezember desselben Jahres schloss er diesen Lehrgang als einer von 26 ausgewählten Fliegern ab.
Zeit als Jagdflieger Im Jahr 1938, während des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges, war Iwamoto in China der 12. Kokutai zugeteilt. Als Pilot einer Mitsubishi A5M nahm er an zahlreichen Luftkämpfen teil und erzielte am 25. Februar 1938 als erster japanischer Pilot fünf Luftsiege an einem einzigen Tag. Nach seiner Rückkehr nach Japan war er zu dieser Zeit der Pilot mit den meisten Abschüssen (14 Abschüsse in 82 Kampfeinsätzen). Von 1941 bis Ende 1942 diente er auf dem Flugzeugträger Zuikaku.
Nach dem Kriegseintritt Japans im Jahr 1941 schoss er am 9. April 1942 während des Angriffs auf Trincomalee (Sri Lanka) vier Flugzeuge der Royal Air Force ab und am 8. Mai zwei weitere während der Schlacht im Korallenmeer. Im November 1943 wurde er dem 204. Kampfgeschwader zugeteilt, die auf den Salomonen stationiert waren. Allein im ersten Kampfmonat erzielte er dort 15 bestätigte Abschüsse von insgesamt 20 nachgesagten Abschüssen.
Ende Februar 1944, nachdem er weitere 25 Luftsiege errungen hatte, wurde er nach Truk evakuiert, um beim 253. Kampfgeschwader zu fliegen. Hier schoss er am 6. Mai fünf viermotorige Bomber vom Typ Consolidated B-24 Liberator ab, die er durch den Abwurf einer Phosphorbombe zerstörte. Nach diesem weiteren Sieg kehrte er nach Japan zurück, wo er befördert wurde.
Im Oktober 1944 war er mit der 252. Jagdfliegerstaffel auf den Philippinen stationiert, erzielte dort aber keine weiteren Luftsiege. Im Jahr 1945 verteidigte er sein Heimatland und flog mit der 203. Jagdfliegerstaffel. Zwischen Februar und April 1945 errang er weitere 23 Luftsiege. Noch in den letzten Kriegsmonaten trainierte Iwamoto angehende Piloten darunter auch Kamikaze-PilotenS. 470, Saburo Abe, Zero Fighter Pilots Association, 2004, "My combat against Spitfires on VJ-day", ZeroSen, Kaku Tatakaeri!, Bunshun-Nesco, S. 248–249, Toshio Hijikata, 2004, Kaigun Yobi-Gakusei Zero-Sen Kūsen-Ki, Kōjinsha.
Seine Gesamtzahl an Luftsiegen wird von einigen Autoren mit 94 angegeben, davon viele nachgesagte Abschüsse. Die bestätigte Zahl beläuft sich jedoch auf 80Shores, Christopher 1983 S. 54. Wie viele japanische Veteranen litt auch Iwamoto nach dem Krieg Berichten zufolge unter Depressionen.
Nachkriegszeit Nach dem Ende der Besatzungszeit in Japan (1945–1951) fand Iwamoto im Jahr 1952 eine Anstellung in einer Textilfabrik in Masuda. Seit Sommer 1953 litt er an Magenproblemen. Zunächst wurde eine Enteritis diagnostiziert, die sich jedoch später als Blinddarmentzündung herausstellte. Aus unbekannten Gründen wurden ihm ohne Betäubung mindestens drei Rippen entfernt. Nach dieser Operation entwickelte er eine Sepsis. Iwamoto Tetsuzō starb kurze Zeit nach der Operation – am 20. Mai 1955 – in Masuda.
Siehe auch Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg Liste japanischer Jagdflieger im Zweiten Weltkrieg
Weblinks
Einzelnachweise
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