Baginbun Beach () am Baginbun Head () ist ein Strandabschnitt der Hook-Halbinsel an der Keltischen See.
Lage Baginbun Beach gehört zum Townland von Ramstown nahe Fethard-on-Sea im irischen County Wexford. Der Sandstrand ist über den Parkplatz am Endpunkt der R734 zu erreichen. Der Baginbun Beach ist ein Etappenort des Norman Way Trail und des Fahrrad-Fernweges South East Greenway. mini|links|Baginbun Beach (Blick nach Süden)
Name Der englische Name des Strandes soll der Legende nach auf die Namen zweier normannischer Schiffe namens La Bague und La Bonne (Bagg and Bunn) zurückzuführen sein.South East Greenway: Baginbun, abgerufen am 3. Januar 2026 mini|links|Baginbun Beach (Blick nach Norden)
Aktivitäten Der Strand wird eingefasst von eher niedrigen Klippen. Die Wasserbewegungen sind sehr ruhig. Am Strand kann gebadet werden, Rettungsschwimmer sind nicht stationiert.The Irish Roadtrip (Baginbun Beach), abgerufen am 3. Januar 2026. Nahe des Strands besteht die Möglichkeit, Kajaks zu mieten, um die Buchten und die Brandungshohlkehlen nahe Baginbun Beach zu erkunden.The Irish Experience, abgerufen am 3. Januar 2026.
Geschichte Beginn der normannischen Invasion Irlands
mini|links|Das Gebiet zwischen Waterford und Wexford mit den Anlandungen bei Bannow (Robert FitzStephen) und Baginbun (Raymond FitzGerald) Nach diversen Auseinandersetzungen der Könige in Irland ersuchte der brutale König von Leinster Dermot MacMurrough 1167 den englischen König Heinrich II. um Unterstützung, nachdem MacMurrough aus seiner Herrschaft über Leinster vertrieben wurde. MacMurrough bot an, dem englischen König die Treue zu schwören und sich nach der Rückeroberung zu unterwerfen. Heinrich II. gab eine Zusicherung, verweigerte ihm aber zunächst konkrete Unterstützung. In Wales konnte er Robert FitzStephen, Meiler FitzHenry und Maurice FitzGerald für seine Sache gewinnen. So konnten sie zunächst 1169 die Wikingerstadt Wexford einnehmen und nachfolgend auch die Herrschaft MacMurroughs. Durch die militärischen Erfolge angestachelt sah MacMurrough die Möglichkeit, sich ganz Irland zu unterwerfen. Er wandte sich dazu an Richard de Clare, 2. Earl of Pembroke, genannt Strongbow, um weitere militärische Unterstützung zu erhalten. MacMurrough versprach ihm seine Tochter Aoife zur Frau und damit das Königreich Leinster. Strongbow willigte ein und wandte sich an den englischen König. Heinrich II. hatte nichts gegen die Unterstützung MacMurroughs durch Strongbow einzuwenden. Strongbow bereitete daher eine Invasion vor und entsendete Raymond FitzGerald als Vorhut Richtung Irland.Michael Richter, S. 135 mini|Reste des Ringwalls von Baginbun Beach Im Mai 1170 landete Raymond mit einer kleinen Truppe von etwa 80 Mann (zehn Ritter und 70 Bogenschützen) an Baginbun Beach an. Er errichtete einen Ringwall und bildete so einen Brückenkopf. Er beschränkte sich im Wesentlichen darauf, Vieh aus der Umgebung zu rauben. Noch im Mai 1170 verbündete sich die Stadt Waterford, ebenfalls eine Wikingerstadt, mit weiteren Häuptlingen. Sie stellten in kurzer Zeit eine Armee von etwa 3000 Mann zusammen, um die Normannen zu vernichten. Die Übermacht zu den normannischen Truppen wurde beim Anmarsch auf Baginbun Head von einem Ausfall des Raymond FitzGerald konfrontiert. Die überlieferte Geschichte zu der Schlacht von Baginbun Head ist legendär zu nennen. Der Ausfall war eigentlich gescheitert, als sich das geraubte Vieh losriss und Teile der übermächtigen Angreifer niedertrampelten. Die dann gefangen genommenen Wikinger und Iren wurden allesamt getötet.
Raymond verblieb am Baginbun Beach und wartete auf Strongbow, der am 23. August 1170 mit etwa 1.200 Mann bei Crooke. Die Truppen trafen sich am folgenden Tag am Suir und marschierten einen weiteren Tag später auf Waterford.
Greenlink Zwischen der Irischen Insel und der Britischen Insel wurde nach geologischen Untersuchungen im Jahr 2018 ab 2019 ein etwa 190 Kilometer langes 320-kV-Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungskabel verlegt. Das Kabel reicht von der irischen Konverterstation nahe dem Kraftwerk Great Island am River Barrow, County Wexford, bis zur walisischen Konverterstation am Kraftwerk Pembroke. Das Kabel landet auf irischer am Baginbun Beach an. Die offizielle Inbetriebnahme der Leitung erfolgte im April 2025. Die Kosten betrugen etwa 400 Millionen Euro.
Martello-Turm mini|Martello-Turm bei Baginbun Beach Südlich des Baginbun Beach befindet sich ein Martello-Turm, der noch gut erhalten ist.
Literatur Michael Richter: Irland im Mittelalter. Verlag C. H. Beck, München 1996, ISBN 3-406-40481-2. La Geste des Engleis en Yrlande, Zeilen 260–295, in die englische Sprache übertragen durch Evelyn Mullally: The Deeds of the Normans in Ireland. Four Courts Press, Dublin 2002, ISBN 1-85182-643-2. Giraldus Cambrensis: Expugnatio Hibernica von 1189, in die englische Sprache übertragen durch A. Brian Scott, F. X. Martin. Royal Irish Academy, Dublin 1978, ISBN 0-901714-11-9. Michael J. Moore: Archaeological Inventory of County Wexford, Eintrag 962, Dublin 1996, ISBN 0-7076-2326-X.
Musik Vincent Kennedy: Hook – A place and a people. Invasion and assimilation. Baginbun – 1170 AD. The Contemporary Music Centre Ireland, 2005
Weblinks
Visit Wexford: Baginbun Beach
Einzelnachweise
Kategorie:Strand (Europa) Kategorie:Geographie (County Wexford)