Die elektrischen Rangierlokomotiven DRG E 176 wurden um 1932 und 1942 durch die Deutsche Reichsbahn bei AEG in drei Exemplaren als Zweikraftlok beschafft. Die Lokomotiven wurden für verschiedene Rangierarbeiten der S-Bahn Berlin verwendet. Sie erhielten die Nummern E 176 11, 01 und 02.

Die E 176 01 sowie 02 wurden für die geplante S-Bahn-Werkstatt FalkenseeInternetseite über die geplante S-Bahn-Werkstatt Falkensee auf stadtschnellbahn-berlin.de geliefert und gelten als Kriegsverlust.Auflistung der von AEG gefertigten Lokomotiven auf www.werkbahn.de (kann als CD kostenpflichtig erworben werden) Die E 176 11 wird im Raw Schöneweide eingesetzt und ist bis heute erhalten.

Geschichte Vorkriegsgeschichte 1932 wurde die erste Lokomotive mit der Nummer E 176 11 an die Deutsche Reichsbahn für die S-Bahn Berlin geliefert. Sie wurde in der Ausbesserungswerk Schöneweide als Rangierlok für den Verschub eingesetzt. Die Lokomotive ist mit seitlichen Stromabnehmern für die S-Bahn-Strecken ausgerüstet. Sie war auch für Übergabedienste vom S-Bahn-Netz in das Reichsbahnnetz vorgesehen. Auf Abschnitten ohne Stromschiene konnte sie mit einem Akku betrieben werden.

1942 wurden zwei weitere Lokomotiven dieser Type gefertigt, die für die geplante S-Bahn-Werkstatt Falkensee vorgesehen war. Sie wurden als E 176 01 und 02 bezeichnet. Von diesen beiden Lokomotiven sind keine weiteren Angaben bekannt, und sie gelten als Kriegsverlust.

Nachkriegsgeschichte Nach 1945 war die E 176 11 weiter im Raw Schöneweide beheimatet und wurde zweimal umgebaut. Beim ersten Umbau 1965 wurde sie mit neueren Antriebsmotoren und einem neuen Akkumulator ausgerüstet, dabei wurde eine Erhöhung ihrer Leistung und ihrer Höchstgeschwindigkeit erreicht. Ihr Äußeres blieb dabei im Wesentlichen unverändert.Foto der Lokomotive E 176 11 vor der Modernisierung in den 1990er Jahren

Die Lokomotive, nun als Werklok 1 bezeichnet, wurde von 1994 bis 1999 modernisiert, wobei ihr Äußeres grundlegend geändert wurde.E-Lok E 176 11 bei der Modernisierung um 1999 Seither ist die Lokomotive in der Hauptwerkstatt Berlin-Schöneweide als Gerät in Verkehrsrot mit getrennten Scheinwerfer/Rückfahrscheinwerfer unterwegs.

Technik Der mechanische und elektrische Teil der zweiachsige Mittelführerstandslok mit zwei langen Vorbauten wurde von der AEG hergestellt. Das Untergestell der Zweikraftlokomotive ist als Schweißkonstruktion ausgeführt, die Aufbauten waren ursprünglich genietet, bei späten Überholungen wurden sie auch in Schweißkonstruktion ausgeführt.

Die elektrische Ausrüstung besteht aus Gleichstromtechnik, der Fahrstrom wird der Stromschiene oder dem Akkumulator entnommen und über den zentral gelegenen Nockenfahrschalter mit Widerstandssteuerung an die elektrischen Fahrmotoren geschaltet. Die Motoren sind Reihenschlussmaschinen. Für Abschnitte ohne seitliche Stromschiene sind die Zweikraftloks mit einem Akkumulator ausgerüstet. Die Druckluft für die Druckluftbremse wird von einem Kompressor erzeugt, elektromechanische Schütze schalteten die Hilfsbetriebmotoren.

Literatur Ekkehard Kolodziej: „Elektrische Schienenfahrzeuge der Berliner S-Bahn“, EK-Verlag Freiburg, 2007, ISBN 978-3-88255-225-6, S. 307

Weblinks

Internetseite über die erhaltene Lokomotive E 176 11 auf s-bahn-galerie.de Foto der Lokomotive E 176 11 aus der Zeit nach 2004

Einzelnachweise

Kategorie:S-Bahn-Triebfahrzeug E 176 Kategorie:S-Bahn Berlin Kategorie:Schienenfahrzeug (AEG) Kategorie:Elektrolokomotive für Gleichstrom 750 V Kategorie:Akkulokomotive