Elvira Petrozzi (* 21. Januar 1937 in Sora als Rita Agnese Petrozzi; † 3. August 2023 in Saluzzo) war eine italienische römisch-katholische Ordensschwester. Als Mitglied der Schwestern der Göttlichen Nächstenliebe war sie als „Schwester der Drogenabhängigen“ bekannt und Gründerin der Gemeinschaft Cenacolo, die sich auf Hilfe für Drogenabhängige spezialisiert hat.

Leben Petrozzi wurde am 21. Januar 1937 in Sora geboren. Ihr Vater war alkoholkrank. Während des Zweiten Weltkriegs floh die Familie nach Alessandria. 1956, im Alter von 19 Jahren, trat sie den Schwestern der Göttlichen Nächstenliebe bei und arbeitete zusätzlich als Betreuerin in einem Kindergarten.

Am 16. Juli 1983 gründete Petrozzi die Gemeinschaft Cenacolo in einem verlassenen Haus im ländlichen Saluzzo. Ursprünglich wollte sie eine Gemeinschaft für marginalisierte junge Menschen schaffen, wandte sich dann aber der Hilfe für junge Drogenabhängige zu und widmete sich schließlich ganz dieser Aufgabe. Am 16. Juli 2009 wurde die Gemeinschaft vom Päpstlichen Rat für die Laien als private internationale Vereinigung von Gläubigen anerkannt.

Bis 2025 gab es siebzig Cenacolo-Gemeinschaften, die in Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Slowenien, Österreich, Polen, Russland, Irland, Frankreich, den Vereinigten Staaten, Mexiko, der Dominikanischen Republik und Brasilien vertreten waren. Die Jugendlichen beten und arbeiten in Gemeinschaft und bleiben oft mehrere Jahre in der Gemeinschaft, bis vollkommene Gesundung eintritt. Zum Jahreskreis der meisten Niederlassungen gehören Theaterspiele mit biblischen Inhalten, etwa zur Weihnachts- und Osterzeit.

Elvira Petrozzi starb am 3. August 2023 im Alter von 86 Jahren in Saluzzo.

Einzelnachweise

Kategorie:Person (Sora, Latium) Kategorie:Italiener Kategorie:Geboren 1937 Kategorie:Gestorben 2023 Kategorie:Frau