Walter Christoph Heinrich Walrad von Schierstedt (geb. 25. Dezember 1712 in Görzke; gest. 15. Dezember 1785) war ein preußischer Landrat.
Herkunft Walter Christoph von Schierstedt war Angehöriger des Adelsgeschlechts von Schierstedt. Er war ein Sohn von Franz Wilhelm Engelbrecht von Schierstedt (1683–1717), Erbherr auf Görzke, Paplitz und Hohenlobesse, und dessen Ehefrau Wilhelmine Helene von der Heyden gen. Rynsch. Die Güter des Vaters lagen sämtlich in der Region zwischen Zauche und Hohen Fläming.
Leben W. C. von Schierstedt weilteWalter von Leers: Die Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. 1705–1913. Hrsg. Verein der ehemaligen Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a.H., P. Riemann, Ludwigslust, Belzig / Brandenburg a. H. 1913, S. 48. von August 1729 bis September 1731 auf der Ritterakademie Brandenburg. Im Anschluss absolvierte er an der Universität Halle ein Jura-Studium. Seit dem 12. August 1744 amtierte er als Landrat der Kreise Luckenwalde und Zauche. Noch im gleichen Jahr ersuchte er, jedoch ohne Erfolg, um ein Amt als Regierungsrat in Magdeburg. Im Jahr 1772 wurde er Mitglied der westpreußischen Klassifikationskommission. 1783 bat er aus Altersgründen um seinen Abschied.
Persönliches Walter Christoph von Schierstedt war Erbherr auf Görzke, Paplitz, Drewitz und Hohenlobesse. Er war mit Sophie Antoinette Eleonore († 17. September 1791), geb. von Hacke, verheiratet. Ein Sohn aus dieser Ehe war Franz Friedrich von Schierstedt (1753–1810), Landrat des Luckenwaldeschen und Zaucheschen Kreises und neumärkischer Regierungspräsident. Die drei Töchter waren Margarethe Louise († 4. Oktober 1810), Wilhelmine und Charlotte, verheiratete Winterfeld.
Literatur Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. In: Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85; K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 864. Etw. Teil-Digitalisat Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel. 1908. Jahrgang 9, Justus Perthes, Gotha 1907, S. 662 f. Digitalisat Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1906. Jahrgang 7, Justus Perthes, Gotha 1905, S. 686–687. Digitalisat Gustav von Schmoller: Die Behördenorganisation und die allgemeine Staatsverwaltung im 18. Jahrhundert. Band 7 (Akten vom 2. Januar 1746 bis 20. Mai 1748), In: Acta Borussica. Denkmäler der Preußischen Staatsverwaltung. Hrsg. Königliche Akademie der Wissenschaften, Verlag Paul Parey, Berlin 1904, S. 397. Digitalisat Adres-Calender, der sämtlichen Königl. Preuß. Lande und Provinzien, ausser die Residenzien Berlin und dem Königreiche Preussen auf das Jahr MDCCLXX. Hrsg. Königlich Preußische Akademie der Wissenschaften, Berlin 1770, S. 39. Digitalisat
Quellen GStA, I Rep. 96 B, Nr. 153-Resolution vom 4. August 1779 wider dem sofortigen Kriegsdienst seiner jüngsten SöhneAnmerkung 67-Vgl. Rolf Straubel: "Er möchte nur wißen, daß die Armée mir gehört." Friedrich II. und seine Offiziere. Ausgewählte Aspekte der königlichen Personalpolitik. Auflage-Online-Ressource, In: Veröffentlichung des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. (BLHA) 64; BWV Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2012, S. 37.
Weblinks Deutsche Digitale Bibliothek: Vertrag der Erben von Menge mit dem Frhrn. Walter Christoph Henrich von Schierstett zu Paplitz, Görtzke, Hohenlöbbese und Dernitz… 20. April 1736, Signatur: v. Mellin, Dep. des Kreisarchivs Altena, UvM 362-Stadtarchiv Werl
Einzelnachweise
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