Die National Federation of Chambers of Commerce and Industry Businesswomen's Clubs (, kurz: JCCI) ist eine landesweite Vereinigung von Industrie- und Handelskammern für Frauen in Japan. Sie umfasst 420 Frauenverbände mit ca. 20.000 Mitgliedern (Stand: 2025). Gegenwärtig wird die Vereinigung von Hatayama Emiko geleitet. Die Vereinigung ist ein Wirtschaftsverband, der die Interessen der japanischen Unternehmerinnen vertritt. Zielsetzung der Vereinigung ist es, die Zusammenarbeit und die gegenseitige Unterstützung unter den Unternehmerinnen zu fördern und zur Entwicklung von Handel und Industrie beizutragen. Dazu gehören auch gesellschaftliche Anliegen wie Umweltschutz, soziale Wohlfahrt und Kindererziehung zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Gleichstellung der Geschlechter. Außerdem leistet die Vereinigung PR und Lobbyarbeit, um ihre Interessen in die Politik einzubringen.
Der kontinuierliche Anstieg der Frauenarbeit nach dem Zweiten Weltkrieg erfordete, dass Frauen eine eigene Interessenvertretung benötigen. Zu diesem Zweck wurde 1965 erstmals eine Konferenz der Frauenorganisationen () in Kōchi veranstaltet. Drei Jahre später wurde bei der 4. Konferenz in Tokio beschlossen, eine landesweite Organisation zu gründen, die 1969 in Osaka realisiert wurde. Gründungsmitglieder waren zu diesem Zeitpunkt 37 Frauenorganisationen. Die Konferenz, die bis in die Gegenwart fortgesetzt wird, berät und beschließt alljährlich Vorschläge zu gesellschaftlichen Verbesserungen für Unternehmerinnen, wie Umweltschutz, Kinderfürsorge, den internationalen Austausch etc.
Die Vereinigung besitzt ein eigenes Banner und seit 1975 eine eigene Hymne. Die Komposition stammt von Hattori Ryōichi.
Die Vereinigung hat sich selbst 2001 bei der Konferenz in Gifu drei Leitlinien gegeben: Für führende Persönlichkeiten wird ein hohes Maß an gutem Willen vorausgesetzt, das mit der Fähigkeit zur Selbstveränderung und Selbstverbesserung einhergeht. Würdig, das heißt leidenschaftlich und couragiert zu handeln, sich um die Entwicklung der Firmengeschäfte zu bemühen und einen Beitrag für die Kommunen zu leisten, ist eine weitere Leitlinie. Ernsthaftigkeit, das heißt Fleiß und Höflichkeit zu achten, die Schönheit der Natur, gute Traditionen und Kultur wert zu schätzen für die nachfolgenden Generationen.
Die Vereinigung vergibt seit 2002 alljährlich den „großen Unternehmerinnenpreis“ ().
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