Évelyne Dhéliat (* 19. April 1948 in Köln) ist eine französische Fernsehmoderatorin.

Sie begann ihre Karriere als Ansagerin und Moderatorin beim ersten Kanal des ORTF (première chaîne de l’ORTF), der später in TF1 überging. 1991 wurde sie dann Wettermoderatorin bei TF1 und LCI (La Chaîne Info). Seit über einem halben Jahrhundert ist sie bei demselben Arbeitgeber fest angestellt.

Leben Ausbildung und Karriere Ihr Vater, ursprünglich aus Bordeaux, war Verkaufsleiter, und ihre Mutter, eine Deutsche, betrieb eine Parfümerie.Télé 7 Jours. n° 1011, semaine du 13 au 19 octobre 1979, S. 136.: «Évelyne, née à Cologne, d’un père bordelais et d’une mère allemande, connaît parfaitement la langue de Goethe». Als Einzelkind verbrachte sie ihre gesamte Kindheit im 15. Arrondissement von Paris.

Zwischen 1969 und 1970 studierte sie Anglistik am Campus Censier der Universität Paris. Évelyne Dhéliat begann ihre Karriere am 23. Oktober 1968 beim ORTF, wo sie Bildungsprogramme präsentierte. Am 15. März 1969 wurde sie Fernsehsprecherin und moderierte die Abendprogramme. Im selben Jahr trat sie in der von Guy Lux moderierten Sendung „Chansons et champions“ auf.Jean-Marie Louis: Évelyne Dhéliat: longévité, silhouette, âge… 5 choses à savoir sur la star de la météo. ladepeche.fr.

mini|Logo des ORTF 1964

Moderation von Fernsehsendungen Sie war außerdem Moderatorin beim ersten Kanal, der im Januar 1975 zu TF1 wurde. Sie moderierte zunächst À la bonne heure („Zur Guten Stunde“).

Im März 1980 moderierte sie die beiden Halbfinale und anschließend das Finale der französischen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest auf TF1. Am 19. April 1980 kündigte sie im Namen der französischen Delegation den Auftritt der Gruppe Profil beim Eurovision Song Contest in Den Haag, Niederlande, an. Profil vertrat Frankreich mit dem Lied Hé, hé m’sieurs dames (zusätzlich zur Moderatorin des Abends, Marlous Fluitsma, setzte jedes Land einen Ansager ein, um seinen / ihren Kandidaten für diese Ausgabe anzukündigen).

Auf Initiative von Christian Bernadac moderierte sie von 1982 bis 1988 gemeinsam mit Jean Lanzi die Sendung La Maison de TF1 („Das Haus von TF1“), die sich der Haus- und Gartenpflege sowie Heimwerkerprojekten widmete. Zu ihnen gesellten sich die Experten Michel Galy, Cécile Ibane und Nicolas le Jardinier. Bis 1988 moderierte sie außerdem die Sendung Ravis de vous voir („Schön, dich zu sehen“).

Im November 1985 gewann sie den 7 d’Or-Preis als beste Sprecherin. Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre moderierte sie die Verbrauchersendungen „C’est bon à savoir“ („Gu zu Wissen“) und „À vrai dire“ („Um ehrlich zu sein“) bis Mai 1992.

Anfang der 2000er-Jahre präsentierte sie „Le Grand Jeu de l’été“ („Das große Sommerspiel“ – ein fünfminütiges Segment, mit einem Telefon-Spiel). Anschließend wurde das Spiel von Nathalie Vincent moderiert.

Ihr unbefristeter Vertrag datiert aus dem September 1971, was sie laut der Journalistin Léa Salamé zur „dienstältesten CDI (contrat à durée indéterminée im französischen Fernsehen)“ macht („le plus long CDI de la télévision française“).Nina Siahpoush-Royoux: VIDÉO – “J’ai le plus long, le plus ancien CDI”: Évelyne Dhéliat doyenne du groupe TF1. gala.fr. Dies wurde von einer Frauenwebsite bestätigt.Evelyne Dhéliat: son plus grand regret. journaldesfemmes.fr. In einem französischen Promi-Magazin erklärte sie, dass sie ihre Arbeit beim selben Fernsehsender im 52. Jahr fortsetzt.Violette Sage: Evelyne Dhéliat va-t-elle arrêter de présenter la météo? Elle répond enfin à la rumeur! voici.fr.

Wettervorhersage Sie bewarb sich um die Moderation der Wettervorhersage bei TF1, nachdem Moderator Michel Cardoze den Sender 1991 verlassen hatte. Nach ihrer Auswahl absolvierte sie im August 1991 ein Moderationstraining bei Alain Gillot-Pétré. Sie präsentierte die Wettervorhersage auf TF1 ab dem 30. August 1991 nach den 13-Uhr-Nachrichten und dann nach den 20-Uhr-Nachrichten desselben Tages.

Im Jahr 2000 wurde sie zur Leiterin der Wetterredaktion bei TF1 ernannt. Seit 1. März 2009 leitet sie den Wetterdienst bei LCI.

Sie gilt als eine der führenden Persönlichkeiten im Bereich der Fernseh-Wettervorhersage. Zwischen 1993 und 2003 erhielt sie fünf Auszeichnungen auf internationalen Festivals.

Im September 2008 wurde das von ihr präsentierte Wettersegment zunächst in Laurence Ferraris 20-Uhr-Nachrichtensendung aufgenommen, später aber wieder abgesetzt. Im Dezember desselben Jahres führte die Wetterredaktion des Senders Sieben-Tage-Vorhersagen ein.

Im Jahr 2011 wurde sie zur beliebtesten Wettermoderatorin Frankreichs gewählt.

Im September 2012 kehrte Dhéliat nach monatelanger Abwesenheit zur Wettervorhersage zurück. In einer von TF1 veröffentlichten Erklärung gab sie bekannt, dass sie sich einer Operation unterzogen habe, „wie es Tausenden von Frauen widerfährt“, die eine lange Ruhe- und Behandlungsphase erforderte.Evelyne Dhéliat s’adresse aux telespectateurs. tf1.fr. Daraufhin kursierten Gerüchte darüber, ob sie eine Perücke tragen würde.Evelyne Dhéliat avait elle une perruque lors de la meteo de tf1? peoplenews.biz. Am 27. Mai 2013 erschien sie mit einer neuen Frisur.peoplenews.biz.

Am 17. Dezember 2012 führte TF1 als erster Sender in Frankreich die „Wetteranzeige per Touchscreen“ ein. Évelyne Dhéliat leitete den Prozess ein und präsentierte ihn bei dieser Gelegenheit in einem Video.

Am 1. Januar 2017, nach dem Ausscheiden von Catherine Laborde, übernahm sie gemeinsam mit Louis Bodin die Verantwortung für die Wettervorhersage. Seit März 2017 präsentierte Dhéliat das Wetter wieder von Montag bis Donnerstag, am Wochenende abwechselnd mit Louis Bodin und Tatiana Silva (die Catherine Laborde ablöste).

Fernsehauftritte Am 28. Juni 2013 hatte sie einen Gastauftritt in der Primetime-Show Nos chers voisins fêtent l’été auf TF1, in welcher sie die Mutter von „Alexandre Volange“ (Alex) spielt, der von Jean-Baptiste Shelmerdine verkörpert wurde.

Dhéliat nahm regelmäßig an der Show Le Grand Concours des animateurs („Der große Moderatorenwettbewerb“) teil. Während der Show vom 21. September 2013 schaffte sie es ins Finale.

Am 31. Januar 2014 trat sie in der Sendung „Qui veut gagner des millions ?“ („Wer wird Millionär?“) auf TF1 im Duo mit Gilles Bouleau auf.

Persönliches Évelyne Dhéliat heiratete Philippe Maraninchi (1937–2017) am 15. April 1966.

Sie hat eine 1967 geborene Tochter, die als Anwältin arbeitet.Jean-Louis Beaucarnot, Frédéric Dumoulin: Dictionnaire étonnant des célébrités. S. 235. Google Books id=bw68CQAAQBAJ.

Ehrungen Orden Ritter des Ordre national du Mérite (Nationaler Verdienstorden) 2004. Offizier (27. Mai 2025) Ritter der Ehrenlegion (2016)Décret du 30 décembre 2016. legiondhonneur.fr.

Auszeichnungen 7 d’or als beste Kommentatorin 1984. Prix Orange 1985. Auszeichnung für die beste Wetterpräsentation 1994. Preis für Wissenschaft beim Festival Issy-les-Moulineaux 1993. Preis des Internationalen Wetterfestival von Québec 1998. Preis des Festival international de la Météo, Montreal 2000. Preis für Wissenschaft beim Festival von Zagreb 2003.

Filmographie Kino 1966: Die 13 Sklavinnen des Dr. Fu Man Chu (Les Treize Fiancées de Fu Manchu), Don Sharp: „la fiancée française“ 1982: Josepha, Christopher Frank: sie selbst. 2013: Le Grand Méchant Loup (Der Große böse Wolf), Nicolas Charlet, Bruno Lavaine: sie selbst als Wetteransagerin

Serien 1977: Désiré Lafarge. Episode Désiré Lafarge et les rois du désert (Désiré Lafarge und die Könige der Wüste): Fernsehdame 1987: Pas de pitié pour les croissants. Episode Les croissants de la Saint Valentin (Valentinstag-Croissants): sie selbst 2013: Nos chers voisins. Primetime fêtent l’été (Feiert den Sommer): Mutter von Alex

Fernsehsendungen Moderatorin 1975–1992: Sprecherin bei TF1 1980: Eurovision Song Contest 1980 (französisches Halbfinale und Finale, Einführung des Beitrags bei der Hauptveranstaltung) (TF1) 1982–1988: La Maison de TF1 mit Jean Lanzi (TF1) 1986–1988: Ravis de vous voir (TF1) 1989–1990: C’est bon à savoir (TF1) 1989–1990: À vrai dire (TF1) Seit 1991: Météo (TF1 und LCI) 1992–1993: Télévitrine (TF1) 1999: 5 millions pour l’an 2000 (TF1), mit Jean-Pierre Foucault und Catherine Laborde 1999: mit Christophe Dechavanne, Jean-Claude Narcy, Jean-Pierre Pernaut, Valérie Bénaïm: Millénium für 2000 (TF1) 2000: Le Grand Jeu de l'été (TF1) 2001: La France et ses régions mit Jean-Pierre Pernaut (TF1)

Teilnahme / Kandidatin 1991: Le Cadeau de Noël (Das Weihnachtsgeschenk, TF1) 2003–2016: Le Grand Concours des animateurs (TF1) 2004: Zone rouge (TF1)

Veröffentlichungen C’est bon pour la planète („Das ist gut für den Planeten“, éditions Calmann-Lévy) Vorwort zu Ma gym’visage: plus jeune, plus jolie, plus longtemps (M.-J. Saffon, éditions Mengès 1986)

Sport Rallye Dakar 1984: Mit Mariane Hoepfner im Fiat Panda I 4x4.

Einzelnachweise

Weblinks Biographie bei tf1.fr

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