Georg Wilhelm Elimar Schwartz (* 9. Februar 1855 in Eutin; † nach 1917) war ein deutscher Klassischer Philologe und Gymnasiallehrer.

Leben Elimar Schwartz war der Sohn des großherzoglich oldenburgischen Forstbeamten Martin Friedrich Schwartz (1804–1888) und dessen Frau Dorothea, geb. Groth.Nach der Vita in der Dissertation, S. 54. Ab 1860 wuchs er im Forsthaus von Scharbeutz auf, wo sein Vater auch großherzoglicher Strandvogt war. Von 1868 bis zum Abitur 1874 besuchte er die Johann-Heinrich-Voß-Schule in Eutin. Wie sein älterer Bruder Hubert Schwartz (1853–1882)Schwartz, Hubert, in: Eduard Alberti: Lexikon der Schleswig-Holstein-Lauenburgischen und Eutinischen Schriftsteller von 1866–1883. Karl Biernatzki, Kiel 1885, Band 2 M–Z, S. 253 (Digitalisat). studierte er Klassische Philologie, Germanistik und Geschichte, zunächst zusammen mit seinem Mitabiturienten Peter Corssen an der Universität Leipzig, dann in Kiel. In Kiel wurde er im Mai 1878 mit einer noch auf Latein verfassten Dissertation zur maritimen Metaphorik bei Euripides zum Dr. phil. promoviert.

Mit seinem exzellenten Examen erhielt er die Lehrbefähigung für Deutsch, Griechisch und Latein bis zur Oberprima sowie für Geschichte und Geographie bis zur Untersekunda und trat in den Schuldienst der preußischen Provinz Schleswig-Holstein. Nach Ableistung des Probejahres 1879/80 in Glückstadt erhielt er Ostern 1880 die Anstellungsfähigkeit. Seine erste Stelle als Gymnasiallehrer führte ihn an die Kieler Gelehrtenschule. Hier blieb und unterrichtete er bis zu seiner Pensionierung zum 1. Oktober 1917.

Elimar Schwartz war verheiratet mit Ida, geb. Behn (1856–1944), einer Tochter des Kieler Anatomen und Leopoldina-Präsidenten Wilhelm Behn. Die Familie besaß ein Strandhaus in Niendorf, die Villa Nigra im Gartenweg 6, das später zum Hotel Becker wurde.Retrospektive zu Hildegard Schwartz in der Trinkkurhalle Timmendorfer Strand, Meldung vom 12. November 2024, abgerufen am 30. Dezember 2025 Die Grafikerin Hildegard Schwartz war eine Tochter des Paares. Hubertus Schwartz war sein Neffe.

Auszeichnungen Titel Professor (17. Dezember 1897)Literarisches Centralblatt für Deutschland 1898, Sp. 69. Rang der Räte IV. Klasse (1898) Roter Adlerorden, 4. Klasse (1917)

Schriften De metaphoris e mari et re navali petitis quaestiones Euripideae. Lipsius & Tischer, Kiel 1878 (Dissertation; Digitalisat) Voß’ Luise von Karl Bindel. In: Neue Jahrbücher für Philologie und Pädagogik 35 (1889), S. 360–362 De numerorum usu Euripideo capita selecta. Pars prior, Wissenschaftliche Beilage zum Programm der Kieler Gelehrtenschule 1890/91 De numerorum usu Euripideo capita selecta. Pars posterior, Wissenschaftliche Beilage zum Programm der Kieler Gelehrtenschule ; 1891/92

Literatur Schwartz, Georg Wilhelm Elimar, in: Eduard Alberti: Lexikon der Schleswig-Holstein-Lauenburgischen und Eutinischen Schriftsteller von 1866–1883. Karl Biernatzki, Kiel 1885, Band 2 M–Z, S. 253 (Digitalisat).

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Gymnasiallehrer (Deutschland) Kategorie:Altphilologe (19. Jahrhundert) Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse Kategorie:Person (Kiel) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1855 Kategorie:Gestorben im 20. Jahrhundert Kategorie:Mann