Pater Josef Adamek SJ (* 6. Juli 1906 in München; † 1996) war ein deutscher Jesuit und von 1951 bis 1968 Schulleiter des Kollegs St. Blasien.
Leben Adamek studierte Philologie, Germanistik und Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und promovierte dort 1938 mit dem Werk Vom römischen Endreich der mittelalterlichen Bibelerklärer. Er trat den Jesuiten bei und erhielt am 10. März 1940 in der Kanisiuskirche zu Wien die Priesterweihe. Er wirkte nach der Wiedereröffnung 1946 am Kolleg St. Blasien, einem von Jesuiten geführten, staatlich anerkannten katholischen Gymnasium mit angeschlossenem Internat und war von 1951 bis 1968 Schulleiter des Kollegs. Im Frühjahr 1968 stand das Kolleg St. Blasien u. a. wegen Personalproblemen des Jesuitenordens kurz vor der Schließung, Adamek trat zurück und das Kolleg erhielt eine neue Trägerschaft. Er blieb dem Kolleg aber weiter verbunden. So war er 1983 der Urheber der Ausstellung Fabrik und Kolleg, die ungleichen Erben im Kloster St. Blasien, die die historische Spannung zwischen der säkularen Industrialisierung (Fabrik) und dem traditionellen Bildungswesen (Kolleg) in St. Blasien beleuchtete. Er verfasste auch einen Führer und mehrere Aufsätze zur Geschichte St. Blasiens. Bis zu seinem Tod arbeitete er als Bibliothekar des Kollegs.
Er erhielt 1981 das Bundesverdienstkreuz am Bande.
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