Hildegard Schwartz (* 25. Juni 1891 in Kiel; † 9. April 1960 in Lübeck) war eine deutsche Grafikerin und Malerin.

Leben Hildegard Schwartz stammte aus einer Akademikerfamilie. Sie war eine Tochter des Kieler Gymnasialprofessors Georg Wilhelm Elimar Schwartz (1855–nach 1917) und dessen Frau Ida Maria Theodore, geb. Behn (1856–1944). Wilhelm Behn war ihr Großvater; Hubertus Schwartz war ihr Cousin.

Sie besuchte die Kunstschule von Willibald Leo von Lütgendorff-Leinburg in Lübeck. Seit Anfang der 1920er Jahre war sie als Buchgestalterin tätig.Frühestes nachweisbares Werk: Jo Kantilener (Pseudonym?): Auf stillen Pfaden. Gedichte. Einband-Zeichnung von Hildegard Schwartz. Stuttgart-Wangen: Dolde & Laun 1921 Daneben schuf sie Holzschnitte, Linolschnitte und Aquarelle. Ihre Motive fand sie an der Küste der Lübecker Bucht, in der Künstlerkolonie GothmundHildegard Schwartz, abgerufen am 30. Dezember 2025 und in Lübeck. Mitte der 1930er Jahre beteiligte sie sich mit zwei Bilderbögen an der von Hans-Friedrich Geist herausgegebenen Serie Lübecker Bilderbogen: 20 heitere wie belehrende Bilderbogen für große und kleine Leute.

Bis zu ihrem Tod 1960 besaß Hildegard Schwartz das von der Familie Schwartz erbaute Strandhaus in Niendorf, die Villa Nigra, aus der dann das Hotel Becker wurde.

Erst 2024/25 wurde sie mit einer Retrospektive in der denkmalgeschützten Trinkkurhalle in Timmendorfer Strand wiederentdeckt. Die Ausstellung würdigte die „Welt der empathischen und kritischen Künstlerin, die die Kunstszene von Niendorf und Lübeck bereicherte“.Retrospektive zu Hildegard Schwartz in der Trinkkurhalle Timmendorfer Strand, Meldung vom 12. November 2024, abgerufen am 30. Dezember 2025

Ausstellungen mini|Grafik zur Ausstellung 2024/25 (CC BY-SA) Retrospektive zu Hildegard Schwartz, Timmendorfer Strand (2024/25)Rundgang zur Ausstellung Hildegard Schwartz, abgerufen am 29. Dezember 2025

Werke Von Dalkarls und Dalkullas. Mit 5 Zeichnungen. In: Ostseerundschau 7 (1930), S. 308–311 Lübecker ABC - Bilder und Reime. (= Lübecker Bilderbogen 5) Leipzig: E. A. Seemann 1938 (Digitalisat, Museum Europäischer Kulturen) Lübeck-Spiel. (= Lübecker Bilderbogen 10) Leipzig: E. A. Seemann 1938 Der Osterspaziergang aus Goethes Faust. Mappenwerk 1951, Frankfurt: Freies Deutsches Hochstift

Weblinks

Eintrag im Bildindex Hildegard Schwartz bei der Dokumentation Künstlerkolonie Gothmund, mit Werkbeispielen

Einzelnachweise

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