Die ivorische Fußballnationalmannschaft ist die Fußball-Landesauswahl der Elfenbeinküste (Côte d’Ivoire). Die größten Erfolge bei internationalen Turnieren waren der Gewinn der afrikanischen Kontinentalmeisterschaft 1992, 2015 und 2024 sowie die Qualifikationen zu den Endrunden der Fußball-Weltmeisterschaften 2006, 2010, 2014 und 2026.

Geschichte

Am 13. April 1960 trug die Elfenbeinküste erstmals ein Länderspiel aus. Gegen Dahomey konnte man mit 3:2 zugleich den ersten Sieg feiern. Bis einschließlich 1970 meldete sich das Team nie für die Qualifikation zur Weltmeisterschaft. Erstmals teilnehmen wollte man 1974, verpasste es aber, sich zu qualifizieren. Auch in den folgenden sieben WM-Wettbewerben war die Teilnahme nicht zu erreichen. Bereits 1992 nahm der Verband am König-Fahd-Pokal 1992, dem Vorgänger-Cup des Konföderationen-Pokals, teil. Neben der Elfenbeinküste waren drei weitere Nationen im Turnier. Im Halbfinale traf die Mannschaft auf Argentinien und musste sich mit 0:4 geschlagen geben. Drei Tage später, am 19. Oktober 1992, setzte es im Spiel um Platz drei eine erneute Schlappe beim 2:5 gegen die USA. Die beiden Torschützen aus ivorischer Sicht waren Abdoulaye Traoré zum zwischenzeitlichen Ausgleich sowie Donald-Olivier Sié, der auf 2:4 verkürzen konnte. Grund für die damalige Teilnahme war der erstmalige Gewinn des Afrika-Cups.

Afrika-Cup 1992 Nach drei dritten Plätzen 1965, 1968 und 1984 und der insgesamt achten Teilnahme am Afrika-Cup konnte das ivorische Team 1992 das Turnier gewinnen. In der Gruppe C der Vorrunde setzte man sich gegen Algerien und die Republik Kongo als Tabellenerster durch. Nach weiteren Siegen im Viertelfinale gegen Sambias Auswahl und den Kickern aus Kamerun zog die Mannschaft ins Finale ein, wo man auf Ghana treffen sollte. Als es nach 90 Minuten und Verlängerung unentschieden (0:0) stand, musste in Dakar das Elfmeterschießen entscheiden. Nachdem beim Stand von 4:3 der Ghanaer Isaac Asare verschoss, konnte Joël Tiéhi alles entscheiden, scheiterte aber auch. Erst bei einem Ergebnis von 11:10 und dem zweiten Elfer von Anthony Baffoe (alle anderen Spieler hatten schon geschossen), vergab dieser und machte somit die Elfenbeinküste zum Sieger. auf weltfussball.de

Weltmeisterschaft 2006 In der Afrika-Gruppe 3 kämpfte die Elfenbeinküste zwischen Juni 2004 und Oktober 2005 um die Fußball-Weltmeisterschaft 2006/Qualifikation zur WM 2006. Mit Ägypten und Kamerun waren zwei Favoriten in der gleichen Gruppe. Mit sieben Siegen und einem Unentschieden in zehn Spielen erspielte sich das Team 22 Punkte und hatte damit einen mehr als Kamerun. Diesen Erfolg machte man erst am letzten Spieltag fix, als zur selben Zeit die kamerunische Auswahl nicht über ein 1:1 gegen Ägypten hinaus kam und somit die Spitzenposition verlor.

In ihrem ersten WM-Spiel verlor die Mannschaft mit 1:2 gegen Argentinien. Das erste Tor für die Elfenbeinküste, den Anschlusstreffer zum 1:2, schoss Didier Drogba. Das zweite Spiel verlor sie ebenfalls 1:2 gegen die Niederlande (Torschütze: Bakari Koné). Somit schieden die Ivorer bei ihrer ersten WM-Teilnahme gegen ebenfalls starke Gegner knapp nach der Vorrunde aus. Im dritten Vorrundenspiel trafen sie in München auf die bereits ebenfalls zuvor ausgeschiedene Auswahl von Serbien & Montenegro und waren damit deren letzter Gegner. Dieses Spiel gewannen sie, nach einem 0:2-Rückstand mit 3:2, nach 2 Elfmetern und einem Tor in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit.

Afrika-Cup 2010 Beim Afrika-Cup 2010 startete die Elfenbeinküste mit einem 0:0 gegen das schwächer eingestufte Burkina Faso, konnte sich dann aber im zweiten Gruppenspiel gegen Ghana steigern und mit 3:1 den Einzug ins Viertelfinale perfekt machen. Das letzte Gruppenspiel gegen Togo fiel aus, da sich die Mannschaft von Togo nach einem Attentat auf den Mannschaftsbus vom Turnier zurückgezogen hatte. Im Viertelfinale gegen Algerien ging die Mannschaft früh in Führung, musste aber in der 40. Minute den Ausgleich hinnehmen. Als in der 89. Minute die erneute Führung gelang, schien der Halbfinaleinzug sicher, aber in der Nachspielzeit gelang den Nordafrikanern noch der Ausgleich, der die Verlängerung bedeutete. In dieser ging Algerien früh in Führung und konnte diese bis zum Schluss verteidigen. Das Ausscheiden bedeutete ein Abrutschen von sechs Plätzen in der FIFA-Weltrangliste.

Afrika-Cup 2012 Beim Afrika-Cup 2012 erreichte die Elfenbeinküste mit fünf Siegen und ohne Gegentor das Finale gegen Sambia. Auch dort musste die Mannschaft kein Gegentor hinnehmen, konnte aber in 120 Minuten auch kein Tor erzielen, so dass das Elfmeterschießen entscheiden musste. Dieses verlor die Elfenbeinküste mit 7:8.

Weltmeisterschaft 2026 Bei der Weltmeisterschaft 2026 gelang der Elfenbeinküste im ersten Gruppenspiel ein Sieg gegen das Team von Ecuador, das bis dahin seit September 2024 ungeschlagen war. Im zweiten Gruppenspiel verlor die Elfenbeinküste knapp gegen Deutschland.

Aktueller Kader Die folgenden Spieler bilden den ivorischen Kader bei der Weltmeisterschaft 2026.fifa.com: „WM-Kader der Elfenbeinküste: Diomande und Kessié als prominenteste Namen“ Pos.Nr.NameGeburts- datumSpieleToreVereinDebütLetzter EinsatzTorYahia Fofana21. August 2000350 Çaykur Rizespor202328.03.2026Mohamed Koné7. März 200200 Sporting Charleroi––Alban Lafont23. Jan. 199940 Panathinaikos Athen202531.03.2026AbwehrEmmanuel Agbadou17. Juni 1997192 Beşiktaş Istanbul202231.03.2026Clément Akpa24. Nov. 200150202528.03.2026Ousmane Diomandé4. Dez. 2003151 Sporting Lissabon202331.03.2026Guéla Doué17. Okt. 2002191 Racing Straßburg202431.03.2026Ghislain Konan27. Dez. 1995540 Gil Vicente FC201731.03.2026Odilon Kossounou4. Jan. 2001360 Atalanta Bergamo202031.03.2026Wilfried Singo25. Dez. 2000341 Galatasaray Istanbul202131.03.2026Evan N’Dicka20. Sep. 1999290 AS Rom202328.03.2026MittelfeldSeko Fofana7. Mai 1995387 FC Porto201728.03.2026Parfait Guiagon22. Feb. 200150 Sporting Charleroi202528.03.2026Christ Inao Oulaï6. Apr. 200680202531.03.2026Franck Kessié 19. Dez. 199610215 al-Ahli201431.03.2026Ibrahim Sangaré2. Dez. 19945712201528.03.2026Jean Michaël Seri19. Jul. 1991654201528.03.2026AngriffSimon Adingra1. Jan. 2002285 AS Monaco202331.03.2026Ange-Yoan Bonny25. Okt.200300––Amad Diallo11. Juli 2002185202131.03.2026Oumar Diakité20. Dez. 2003296 Cercle Brügge202306.01.2026Yan Diomande14. Nov. 200693202510.01.2026Evann Guessand1. Juli 2001214 Crystal Palace202431.03.2026Nicolas Pépé29. Mai 19955512 FC Villarreal201631.03.2026Bazoumana Touré2. März 200652 TSG 1899 Hoffenheim202531.03.2026Elye Wahi2. Jan. 200310 OGC Nizza202631.03.2026

Rekordspieler (Stand: 10. Januar 2026) Rekordspieler Spiele Spieler Position Zeitraum Tore 123 Didier Zokora Mittelfeld 2000–2014 1 120 Kolo Touré Abwehr 2000–2015 7 110 Max Gradel Mittelfeld/Angriff 2011– 18 105 Didier Drogba Angriff 2002–2014 65 101 (98) Franck Kessié Mittelfeld 2014– 15 (14) 101 Yaya Touré Mittelfeld 2004–2015 19 100 Siaka Tiéné Abwehr 2000–2015 2 96 Salomon Kalou Angriff 2007–2017 2793 (90) Serge Aurier Abwehr 2013– 490 Abdoulaye Traoré Angriff 1986–1996 49 88 Arthur Boka Abwehr 2004–2015 1 86 Boubacar Barry Tor 2000–2015 0 86 Gervinho Angriff 2007–2017, 2020–2021 23 Rekordtorschützen Tore Spieler Zeitraum Spiele 65 Didier Drogba 2002–2014 105 49 Abdoulaye Traoré 1986–1996 90 28 Joël Tiéhi 1987–1990 50 27 Salomon Kalou 2007–2017 96 23 Gervinho 2007–2017 86 22 Ibrahima Bakayoko 1996–2002 39 21 Laurent Pokou 1967–1980 30 19 Yaya Touré 2004–2015 101 18 Aruna Dindane 2000–2010 62 18 Max Gradel 2011– 110 17 Wilfried Bony 2010–2019 58 15 (14) Franck Kessié 2014– 101 (98)

Quellen: Ivory Coast – Record International Players (zuletzt aktualisiert am 16. Februar 2026), national-football-teams.com: Players of Ivory Coast in 2026

Weitere bekannte Spieler Bonaventure Kalou, WM-Teilnehmer 2006, Karriereende 2010 beim SC Heerenveen Laurent Pokou, ehemaliger Afrika-Cup-Rekordtorschütze (2008 von Samuel Eto’o abgelöst), aktiv in den 60er und 70er Jahren Yousouf Falikou Fofana, spielte in den 1990er Jahren u. a. für den AS Monaco, bekam dort den Spitznamen „The Black Diamond of Monaco“. Jean-Jacques Tizié, WM-Teilnehmer 2006, Karriereende 2008 bei Africa Sports National Cyril Domoraud, WM-Teilnehmer 2006, 49 Länderspiele und Profistationen wie Inter Mailand, AS Monaco und Olympique Marseille, Karriereende 2008 bei Africa Sports National

Ehemalige Trainer

Teilnahmen an großen Turnieren Teilnahme an Fußball-Weltmeisterschaften

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner ErgebnisDie Platzierungen ab Platz 5 wurden von der FIFA festgelegt, ohne dass es dafür Platzierungsspiele gab. Siehe: (PDF; 218 kB) Trainer Bemerkungen und BesonderheitenUnterartikel 1962 Chile nicht teilgenommen 1966 England nicht teilgenommen 1970 Mexiko nicht teilgenommen 1974 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 3. Runde an Marokko gescheitert, das sich aber ebenfalls nicht qualifizieren konnte. 1978 Argentinien nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 3. Runde an Nigeria gescheitert, das sich aber ebenfalls nicht qualifizieren konnte. 1982 Spanien nicht teilgenommen 1986 Mexiko nicht qualifiziert In der Qualifikation im Viertelfinale an Ghana gescheitert, das sich aber ebenfalls nicht qualifizieren konnte. 1990 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 2. Runde an Algerien gescheitert, das sich aber ebenfalls nicht qualifizieren konnte. 1994 USA nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 2. Runde erneut an Nigeria gescheitert. 1998 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 1. Runde erneut an der Republik Kongo gescheitert, die sich aber ebenfalls nicht qualifizieren konnte. 2002 Südkorea/Japan nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 2. Runde an Tunesien gescheitert. 2006 Deutschland Vorrunde Argentinien, Niederlande, Serbien und Montenegro 19. Henri Michel Nach Niederlagen gegen Argentinien und die Niederlande und einem Sieg gegen Serbien und Montenegro als Gruppendritter ausgeschieden.Fußball-Weltmeisterschaft 2006/Elfenbeinküste 2010 Südafrika Vorrunde Portugal, Brasilien, Nordkorea 17. Sven-Göran Eriksson Nach Remis gegen Portugal, Niederlage gegen Brasilien und Sieg gegen Nordkorea als Gruppendritter ausgeschieden.Fußball-Weltmeisterschaft 2010/Elfenbeinküste 2014 Brasilien Vorrunde Japan, Kolumbien, Griechenland 21. Sabri Lamouchi Vorrundenaus durch ein Elfmetertor in der Nachspielzeit.Fußball-Weltmeisterschaft 2014/Elfenbeinküste 2018 Russland nicht qualifiziert In der zweiten Qualifikationsrunde durch zwei Siege gegen Liberia erfolgreich und die dritte Runde erreicht. Dort an Marokko gescheitert. 2022 Katar nicht qualifiziert In der zweiten Qualifikationsrunde an Kamerun gescheitert. 2026 Kanada/Vereinigte Staaten/Mexiko Sechzehntelfinale Norwegen 19. Emerse Faé Fußball-Weltmeisterschaft 2026/Elfenbeinküste

Teilnahmen am Afrika-Cup 1962 bis 1963 nicht teilgenommen 1965 in Tunesien 3. Platz 1968 in Äthiopien 3. Platz 1970 im Sudan 4. Platz 1972 in Kamerun nicht qualifiziert 1974 in Ägypten Vorrunde 1976 in Äthiopien nicht qualifiziert 1978 in Ghana disqualifiziert 1980 in Nigeria Vorrunde 1982 in Libyen nicht qualifiziert 1984 in der Elfenbeinküste Vorrunde 1986 in Ägypten 3. Platz 1988 in Marokko Vorrunde 1990 in Algerien Vorrunde 1992 im Senegal Afrikameister 1994 in Tunesien 3. Platz 1996 in Südafrika Vorrunde 1998 in Burkina Faso Viertelfinale 2000 in Ghana und Nigeria Vorrunde 2002 in Mali Vorrunde 2004 in Tunesien nicht qualifiziert 2006 in Ägypten 2. Platz 2008 in Ghana 4. Platz 2010 in Angola Viertelfinale 2012 in Gabun und Äquatorialguinea 2. Platz 2013 in Südafrika Viertelfinale 2015 in Äquatorialguinea Afrikameister 2017 in Gabun Vorrunde 2019 in Ägypten Viertelfinale 2022 in Kamerun Achtelfinale 2024 in der Elfenbeinküste Afrikameister 2025 in Marokko Viertelfinale

Afrikanische Nationenmeisterschaft 2009: Vorrunde (Gastgeber) 2011: Vorrunde 2014: nicht qualifiziert 2016: 3: Platz