mini|hochkant=1.6|Straßenfront der Villa Meißner (2020) Die Villa Meißner ist ein repräsentatives Wohngebäude im Stil der italienischen NeorenaissanceWolfgang Hocquél, Richard Hüttel:, S. 44 in der Leipziger Nordvorstadt mit der Anschrift Uferstraße 21. Es steht mitsamt dem Garten und der Einfriedung unter Denkmalschutz.
Lage und Beschreibung Die Villa Meißner steht auf einem mit der Spitze nach Osten gerichteten dreieckigen Grundstück mit einer Fläche von 1030 m², das im Norden von der Parthe und im Süden von der Uferstraße begrenzt wird. Im Westen grenzt es an das Grundstück Pfaffendorfer Straße 26. mini|hochkant|Parthenseite der Villa (2013)
Der Mittelteil des Gebäudes besitzt drei Geschosse über einem Souterrain, die beidseitigen Anbauten zwei. Der Mittelteil hat an seinem Rand flache Lisenen mit gequaderten Kanten, die auch an den Anbauten anzutreffen sind. Die rechte Lisene ist zweiachsig, und die linke einachsige enthält den Eingang mit einem Dreiecksgiebel und einem kleinen Triglyphenfries unter dem Erdgeschosssims. in der ersten Etage steht in einer Ädikula eine antikisierende Frauenfigur. Das breite Hauptgesims zum flachen Walmdach des Mittelteils wird durch Kragsteine gestützt. Der westliche Anbau besitzt ein Flachdach, während der östliche mit einem abgerundeten Erker über beide Etagen einen Glasaufbau trägt. Die Rückseite des Hauses ist stärker gegliedert als die Frontseite.
Geschichte Die ersten Pläne der Villa von 1874 stammen von dem Maurermeister Friedrich Ullrich, der zu dieser Zeit seine Villa auf dem Nachbargrundstück an der Pfaffendorfer Straße errichtete.Denkmaltext Nach leicht geänderten Plänen entstand schließlich 1876 der Mittelteil der Villa für den Leipziger Kaufmann und Verleger der Drogistenzeitung Otto Heinrich Meister. Dieser bewohnte bis 1919 das Erdgeschoss und vermietete das Souterrain und die Obergeschosse.Historische Adressbücher Leipzig Bereits 1886 wurden die beidseitigen Anbauten errichtet.
Im Zweiten Weltkrieg blieb das Gebäude vor größeren Schäden verschont.Siehe dazu Karte in Nach 1990 wurde es saniert, wobei auch der gläserne Aufbau auf dem östlichen Anbau entstand. Seit etwa 2010 befindet sich im Haus eine Anwaltskanzlei für Arbeitsrecht.
Weitere In Leipzig sind beziehungsweise waren zwei weitere Villen mit dem Namen Meißner verbunden: 1877–1879 wurde die am Marienplatz 1 befindliche und unter Denkmalschutz stehende Villa für den Leipziger Kaufmann Max Julius Eduard Meißner erbaut. An der Sidonienstraße 13 (seit 1950 Paul-Gruner-Straße) stand eine für Julius Friedrich Meißner erbaute und im Zweiten Weltkrieg zerstörte Villa (siehe Bild).
Literatur Villa Meißner. In: Wolfgang Hocquél, Richard Hüttel: Die Villen des Leipziger Bürgertums. Passage Verlag, Leipzig 2024, ISBN 978-3-95415-157-8, S. 44.
Weblinks
Einzelnachweise
Meißner Kategorie:Erbaut 1867 Kategorie:Neorenaissancebauwerk in Leipzig Kategorie:Kulturdenkmal in Leipzig Kategorie:Nordvorstadt (Leipzig)