mini|hochkant=0.5|Wappen der Hövel (III) (Huvele) im Wappenbuch des Westfälischen Adels. Wilhelm Balduin Alexander von Hövel (* 12. Juni 1843 in Rosengarten; † 27. August 1932) war vom 1. April 1879 bis zum 1. April (nach anderen Quellen: 1. Oktober) Vgl. den Gedenkstein in der Schorfheide. 1919 Oberförster von Grimnitz.

Leben Balduin von Hövel galt als ausgewiesener Forstwissenschaftler. Er prägte das Kaiserliche Jagdrevier in der Schorfheide und hatte in jagdlichen Dingen großen Einfluss auf Wilhelm II., mit dem er auf der Jagd per Du verkehrte.

1908 war er Fideikommissherr auf Martfeld und Schlebusch.Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. 1908. Jahrgang 9, Justrus Perthes, Gotha 1907, S. 350. Das Fideikommiss hatte 1865 seine Großmutter Friederike, verheiratete Freifrau von Elverfeldt, geb. von Schwachenberg, aus ihren Gütern errichtet, die Mutter seiner damals bereits verstorbenen Mutter Friedrike von Hövel, geb. Freiin von Elverfeldt.Eduard Aander-Heyden: Geschichte des Geschlechtes der Freiherren von Elverfeldt, mit 12 Ahnentafeln, 9 Stammtafeln und einem Personen- und Ortsregister. Urkunden und Regesten, II. Band: 1500-1885 nebst Nachträgen vom Jahre 1143 an. Zweiter Teil, Elberfeld 1886, S. 245.

Die von ihm angelegte Sammlung umfasste eine Vielzahl von Hirschgeweihen und eine umfangreiche Bibliothek. Sein Nachfolger, Erhard Hausendorff, veranlasste 1928 ihre Institutionalisierung als „Hövelsammlung“ im Jagdschloss Hubertusstock. Seit dem Zweiten Weltkrieg gilt die Sammlung als verschollen. Ein Teil der Geweihsammlung wurde anscheinend in Schwelm im Haus Martfeld gefunden, dessen Eigentümer Balduin von Hövel gewesen war, und ab Juli 2018 als Dauerleihgabe für die Ausstellung in Hubertusstock zur Verfügung gestellt.

Familie Er entstammte dem westfälischen Uradelsgeschlecht Hövel. Sein Vater Friedrich (1811–1898) wurde auf Haus Ruhr geboren, verkaufte den alten Familienbesitz jedoch zugunsten von Schloss Meseberg mit Baumgarten und Rosengarten, den Geburtsort von Balduin von Hövel. Seine ältere Schwester Agnes heiratete den General Barnim von Zeuner. Ein Bruder seines Großvaters war der badische Politiker Ludwig Wilhelm Alexander von Hövel. Mit Maria Grach, Weinguterbin aus Trier, hatte er drei Töchter und einen Sohn. Tochter Friede ehelichte den kgl. preuß. Ober-Förster Karl Struckamnn, Lilli blieb unvermählt, Jenny heiratete den Offizier und Ober-Förster Hugo von Wilamowitz-Moellendorff. Der Sohn Johannes war nach dem 1. Weltkrieg aktiver Offizier, Oberleutnant in Lüben, Dragoner-Regiment Nr. 4. mini|Gedenkstein für Balduin von Hövel in der Schorfheide. Auszeichnungen Ritter des sehr edlen Ordens vom Weißen Hirschen Sancti Huberti Träger des Königlich Preußischen Hofjagdehrenzeichens

Rezeption Gedenkstein: In der Schorfheide wurde ein Findling als Gedenkstein mit seinen Lebensdaten versehen.

Das Buffetrestaurant im Ringhotel Schorfheide trägt zu seinen Ehren den Namen Restaurant von Hövel. Das Weingut von Hövel in Oberemmel keltert bis heute einen nach Balduin von Hövel benannten Wein.

Literatur Albrecht Milnik: Forstmeister Balduin von Hövel zum Gedenken: anläßlich seines 60. Todestages (27.8.1992) und seines 150. Geburtstages (12.6.1993). Eberswalde 1992. 11 Seiten. Titelblatt Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft (DAG). Teil A (Uradel). 1940. Jahrgang 39, Justus Perthes, Gotha November 1939. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel. 1919. Jahrgang 20, Justus Perthes, Gotha November 1918, S. 379. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel. 1908. Neunter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha Anfang November 1907, S. 350.

Einzelnachweise

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