Natascha Ueckmann (* 1968) ist eine deutsche Romanistin und Hochschullehrerin. Sie ist seit 2022 außerplanmäßige Professorin am Institut für Romanistik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Leben und Karriere Natascha Ueckmann studierte von 1988 bis 1995 Literatur- und Erziehungswissenschaften an den Universitäten Osnabrück und Angers. Von 1997 bis 2000 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Osnabrück, wo sie 2000 mit einer Arbeit unter dem Titel Frauen und Orientalismus. Reisetexte französischsprachiger Autorinnen des 19. und 20. Jahrhunderts promovierte.
Von 2000 bis 2002 arbeitete sie als DAAD-Lektorin an der Université de Haute-Alsace in Mulhouse, von wo aus sie 2002 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an die Universität Bremen wechselte. Dort habilitierte sie 2011 mit einer Arbeit zum Thema Ästhetik des Chaos in der Karibik. „Créolisation“ und „Neobarroco“ in franko- und hispanophonen Literaturen. Von 2010 bis 2017 war sie als Akademische Rätin auf Zeit an der Universität Bremen beschäftigt. 2018 nahm sie eine Position als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Romanistik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg an, wo sie 2022 zur außerplanmäßigen Professorin berufen wurde. Sie koordiniert und gestaltet seit 2018 die Erasmus-Kooperation des Instituts mit den westafrikanischen Universitäten Lomé und Kara in Togo und Dakar im Senegal. Natascha Ueckmann hat zwei Kinder.
Gremien Mitglied der Rektoratskommission „Anton Wilhelm Amo“ der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Mitglied der Preisvergabekommission der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 2015–2021: Mitglied im Vorstand für Internationales bei der Society for Caribbean Research
Preise und Auszeichnungen 2011: Habilitationspreis des Elise-Richter-Preises für Ästhetik des Chaos. Créolisation und Neobarroco im franko- und hispanokaribischen Gegenwartsroman 2016: mit Julia Borst Berninghausenpreis für hervorragende Lehre der Universität Bremen in der Kategorie „Forschendes Lernen im Bachelor“
Schriften (Auswahl) Monografien mit Antje Böhning: Fanny zu Reventlow und Rachilde. Erotische Libertinage um 1900 (= Veröffentlichungen aus dem Forschungsprojekt ‚Literatur und Soziologie‘. 11). Institut für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung, Klagenfurt 1994. Frauen und Orientalismus. Reisetexte französischsprachiger Autorinnen des 19. und 20. Jahrhunderts. J. B. Metzler, Weimar 2001, ISBN 978-3-476-45271-9. Genre et orientalisme. Récits de voyage au féminin en langue française (XIXe–XXe siècles). UGA Éditions, Grenoble 2020, ISBN 978-2-3774-7200-0. Ästhetik des Chaos in der Karibik. „Créolisation“ und „Neobarroco“ in franko- und hispanophonen Literaturen. Transcript, Bielefeld 2014, ISBN 978-3-8394-2508-4.
Sammelwerke mit Teresa Pinheiro (Hrsg.): Globalisierung avant la lettre? Reiseliteratur vom 16. bis zum 21. Jahrhundert. LIT, Münster 2005, ISBN 978-3-8258-8749-0. mit Christiane Solte-Gresser und Karen Struve (Hrsg.): Von der Wirklichkeit zur Wissenschaft. Aktuelle Forschungsmethoden in den Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften (= FOLIES. Forum Literaturen Europas). LIT, Münster 2005, ISBN 978-3-8258-8750-6. mit Gisela Febel (Hrsg.): Europäischer Film im Kontext der Romania. Geschichte und Innovation. LIT, Zürich 2008, ISBN 978-3-8258-0941-6. mit Gesine Müller (Hrsg.): Kreolisierung revisited: Debatten um ein weltweites Kulturkonzept (= Postcolonial Studies. 12). Transcript, Bielefeld 2013, ISBN 978-3-8376-2051-1. mit Gisela Febel, Christian Grünnagel (Hrsg.): García Lorcas „Bodas de sangre“ und die Literaturtheorie. 17 Modellanalysen (= Reclams Universalbibliothek. 17689). Reclam, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-1501-7689-4. mit Gisela Febel (Hrsg.): Mémoires transmédiales: Geschichte und Gedächtnis in der Karibik und ihrer Diaspora. Frank & Timme, Berlin 2017, ISBN 978-3-8659-6523-3. mit Anja Bandau und Anne Brüske (Hrsg.): Reshaping Glocal Dynamics of the Caribbean. Relaciones y Desconexiones – Relations et Déconnexions – Relations and Disconnections. Heidelberg University Publishing, Heidelberg 2018, ISBN 978-3-9460-5488-7. mit Romana Weiershausen (Hrsg.): Sklavenaufstände in der Literatur. Les révoltes d’esclaves dans la littérature. J. B. Metzler, Wiesbaden 2020, ISBN 978-3-662-62039-7. mit Ralph Ludwig, Gisela Febel und Florence Bruneau-Ludwig (Hrsg.): Les Lumières dans les Caraïbes françaises et la circulation transatlantique des idées. Classiques Garnier, Paris 2024, ISBN 978-2-406-15834-9. mit Gisela Febel (Hrsg.): Pluraler Humanismus: Négritude und Negrismo weitergedacht. Springer, Wiesbaden 2018, ISBN 978-3-6582-0078-7. mit Steffen Hendel (Hrsg.): Erinnern in Komplexität. Zum multidirektionalen Gedächtnis der Welt (= Potsdamer inter- und transkulturelle Texte (Pointe). 24). Georg Olms Verlag, Baden-Baden 2026, ISBN 978-3-487-17129-6.
Weblinks Profil Natascha Ueckmann bei blogs.urz.uni-halle.de Natascha Ueckmann auf der Website des Instituts für Romanistik der Universität Halle Natascha Ueckmann beim Portal romanistik.de
Einzelnachweise
Kategorie:Romanist Kategorie:Hochschullehrer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1968 Kategorie:Frau