Die Liste der geschützten Landschaftsbestandteile in Hamm nennt die geschützten Landschaftsbestandteile der Stadt Hamm, die in den der Landschaftsplänen Hamm-Ost, Hamm-West und Hamm-Süd festgesetzt wurden. __TOC__ Landschaftsplan Ost Nr. Bezeichnung Lage Beschreibung Bild 5.2.4.1 Mergelkuhle am Ennigerberg Ca. 1 km westlich des Westhusener Weges und ca. 100 m südlich des Weges „Ennigerberg“. (Gemarkung Heessen; Flur 5; Flurstück 15) Ca. 40 × 40 m große etwa 3–5 m tiefe Mergelgrube mit wechselfeuchter Sohle. Sie ist stark mit Gebüsch und einzelnen Bäumen bestanden und ist aufgrund ihrer Lage inmitten der Feldflur als wertvoller Trittsteinbiotop sowie als Zeugnis für eine früher verbreitete Düngergewinnung unbedingt zu erhalten. 5.2.4.2 Hecke Östlich der Waldbühne, direkt östlich der Waldbühne Heessen, in ostnordöstliche Richtung in die Ackerflur reichend. (Gemarkung Heessen; Flur 5; Flurstücke 3 und 4) Ca. 180 m lange Baumhecke 5.2.4.3 Wallhecke Nördlich des Heessener Waldes, etwa 250–500 m östlich der Waldbühne Heessen, direkt nördlich an den „Bracken“ anschließend. (Gemarkung Heessen; Flur 5; Flurstücke 3 und 4) Ca. 340 m langer Wallheckenrest 5.2.4.4 Lippealtarmrest Östlich Kläranlage Mattenbecke, unmittelbar nördlich des Deiches, südlich des Wegeknickes „Brüggenmersch“. (Gemarkung Heessen; Flur 11; Flurstücke 94, 276, 277, 278, 279 und 280 sowie Gemarkung Heessen; Flur 12; Flurstücke 37, 38 und 53) Durch den Bau des Lippehochwasserschutzdeiches abgetrennter Rest eines größeren Altarmes der Lippe 5.2.4.5 Lippealtarm Nordwestlich des Lippehochwasserdeiches, unmittelbar nördlich des Lippehochwasserdeiches westlich der Fährstraße. (Gemarkung Heessen; Flur 11; Flurstücke 76, 77, 78, 140, 169, 278 und 280 sowie Gemarkung Heessen; Flur 12; Flurstücke 30 und 31) Ca. 350 m langer Altarm der Lippe 5.2.4.6 Lippealtarm Westlich der Fährstraße (Gemarkung Heessen; Flur 11; Flurstücke 68, 69, 70, 145, 196 und 286) Ca. 250 m langer Altarm der Lippe, der durch die Anlage des Lippehochwasserschutzdeiches 5.2.4.8 Baumbestand bei Schloss Oberwerries Unmittelbar südwestlich der Straßeneinmündung „Zum Schloß Oberwerries“ / Schlosszufahrt. (Gemarkung Heessen; Flur 33; Flurstück 53) Die Fläche (ca. 500 m²) zeichnet sich durch den Bestand an starken Stieleichen aus, der von einer relativ artenreichen Strauch- und Krautschicht unterstellt ist. 160px 5.2.4.9 Teich und Feldgehölz In Braam-Ostwennemar, westlich Haus-Nr. 72. (Gemarkung Braam-Ostwennemar; Flur 4; Flurstück 72) Relativ kleiner Teich mit umstehenden Gehölzen südlich der Bimbergsheide 5.2.4.10 Feuchtbrachenbereich In der Südgeithe (Gemarkung Nordinker; Flur 1; Flurstück 17) In fortgeschrittener Sukzession befindliche ehemalige Grünlandparzelle, die aufgrund ihrer starken Vernässung einen besonders hohen Wert als Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten besitzt. 5.2.4.11 Grünlandfläche mit angrenzendem Teich und Gehölzbewuchs Bei Norddinker (Gemarkung Frielinghausen; Flur 3; Flurstück 45) Weide, die mit einzelnen Sträuchern bestanden ist und im Zusammenhang mit dem südwestlich befindlichen Teich und den ihn umgebenden Gehölzen als erhaltenswerte Biotopstruktur anzusehen ist. 5.2.4.12 Feldgehölz Bei Norddinker (Gemarkung Frielinghausen; Flur 3; Flurstück 14) Gut strukturiertes Feldgehölz auf einer Fläche von etwa einem Morgen. 5.2.4.13 Tümpel und umgebender Gehölzbewuchs Bei Norddinker, westlich des Verbindungsweges zwischen Kuhlmannstraße und Nordfeld. (Gemarkung Frielinghausen; Flur 3; Flurstück 30) Ein etwa 150 m langer und bis zu 10 m breiter Tümpel 5.2.4.14 Eichenallee Östlich der Ortslage Uentrop, an der alten Uentroper Dorfstraße zwischen der Zollstraße und der Lippestraße. (Gemarkung Uentrop; Flur 3; Flurstück 426) Ca. 300 m lange Eichenallee 5.2.4.15 Mitteldeich Östlich der Schleuse Hamm, zwischen Datteln-Hamm-Kanal und der Lippe in dem Bereich zwischen der Schleuse Hamm im Westen und dem Einspeisungsbauwerk an der Fährstraße. (Gemarkung Hamm; Flur 14; Flurstück 686 tlw. und Gemarkung Heessen, Flur 11; Flurstück 599 tlw.) Ca. 1.500 m langen Abschnitt des Mitteldeiches 5.2.4.16 Tümpel im Schafsbusch In Heessen südlich der Dolberger Straße (Gemarkung Heessen; Flur 7; Flurstück 20 tlw.) Temporär trockenfallendes Gewässer, welches aufgrund eines besonders geschützten Pflanzenvorkommens eine floristische Besonderheit im Bereich der Stadt Hamm darstellt.
Landschaftsplan West Nr. Bezeichnung Lage Beschreibung Bild 4.2.5.1 Schlosspark Haus Ermelinghof Um Haus Ermelinghof, westlich und südlich des Herrenhauses und der Schlosskapelle Gemarkung Bockum-Hövel, Flur 53, Flurstück 6 tlw. Der Schlossparkbereich (Größe ca. 4,0 ha) wird durch hervorragende, meist freistehende Einzelbäume geprägt, insbesondere eine Platane, eine Blutbuche, drei Rotbuchen und eine Taxusgruppe. 4.2.5.2 Kopfweidenreihe, bestehend aus 14 Exemplaren Südlich des Gehöftes Dabrock in der freien Landschaft Gemarkung Bockum-Hövel, Flur 51, Flurstück 33 auf der Grenze zur Gemarkung Bockum-Hövel, Flur 52, Flurstück 3 4.2.5.3 Wallhecke Entlang eines Bachlaufes nördlich des Gehöftes Dabrock in der Bauernschaft Hölter Gemarkung Bockum-Hövel, Flur 51, Flurstücke 37 u. 38 auf der Grenze zum Gewässer Länge ca. 509 m 4.2.5.4 Hecken- und baumbestandene Geländekante (Hochrain) Südöstlich des Hofes Schulze-Krutmann in Barsen Gemarkung Bockum-Hövel, Flur 59, Flurstück 16 Ca. 300 m lange, gehölzbestandene Geländekante mit aufstehenden alten Buchen und Eichen 4.2.5.5 Kopfweidenreihe In Kissingerhöfen / Auf dem Goor Gemarkung Wiescherhöfen, Flur 2, Flurstück 497 zur Grenze der Flurstücke 460 u. 499. 24 Kopfweiden z. T. in einer Hecke 4.2.5.6 Wallhecke Auf der ehemaligen Königslandwehr, nördlich der Straße „Am Holtkamp“ Gemarkung Sandbochum, Flur 1, Flurstücke 155/4, 144, 145, 199 tlw. sowie auf der Grenze von Flurstück 155/5 zu 155/3, auf der Grenze von Flurstück 154 zu 170, 592, 330, 591, 329, 328 und 181, auf der Grenze von Flurstück 153 zu 160, 161, 162, 164, 166, 335, 334, 338 und 149, auf der Grenze von Flurstück 197 zu 193, 194 und 195. 4.2.5.7 Ehemalige Tongrube Lerche Gemarkung Lerche, Flur 3, Flurstück 172 tlw. Größe ca. 0,25 ha 4.2.5.8 Kopfweiden Am Selbachpark, südlich der Kamener Straße Gemarkung Pelkum, Flur 6, auf der Grenze von Flurstück 33 zu den Flurstücken 1 und 6 tlw. Ca. 140 m lange Kopfweidenreihe
Landschaftsplan Süd Nr. Bezeichnung Lage Beschreibung Bild 5.2.4.1 Obstwiese Südlich der Unnaer Straße (Gemarkung Freiske; Flur 2; Flurstück 205 tlw.) Obstwiese mit z. T. sehr altem Baumbestand südlich eines Einzelhofes an der Unnaer Straße westlich eines unbenannten Wirtschaftsweges. Es handelt sich um eine ca. 60 × 90 m große Obstwiese mit zum größten Teil sehr altem, höhlenreichem Baumbestand. 5.2.4.2 Obstwiese nördlich des Hofes Göckenjan, nördlich der Opsener Straße. (Gemarkung Osterflierich; Flur 2; Flurstück 15 tlw.) Es handelt sich um eine ca. 50 × 60 m große Obstwiese mit sehr altem Baumbestand. 5.2.4.3 Obstwiese Am Natteweg nördlich des Gebäudes Natteweg 2, südlich des Kuhlbaches. (Gemarkung Osterflierich; Flur 3; Flurstück 111 tlw.) Ca. 50 × 100 m große Obstwiese mit sehr altem Baumbestand. 5.2.4.4 Alte Bahnstrecke Unna-Königsborn – Welver Von der Grenze Stadt Hamm / Kreis Unna im Bereich der Gemeinde Bönen bis zur Grenze Stadt Hamm / Kreis Soest im Bereich der Gemeinde Welver. (Gemarkung Osterflierich; Flur 6; Flurstück 20, Flur 5; Flurstücke 29/2, 30 und 66, Gemarkung Allen; Flur 7; Flurstücke 1/3, 41, 42, 45, 62 und 70 sowie Gemarkung Wambeln; Flur 3; Flurstücke 25 und 111) Geschützt werden die Eisenbahnanlagen einschließlich der Dämme und Einschnittsböschungen. Auf der ehemaligen Bahntrasse hat sich auf engstem Raum ein Habitatangebot für ein breites Artenspektrum entwickelt. Neben Sommer- und Winterquartieren für Amphibien und Lebensstätten für verschiedene Reptilien zeichnet sich der ehemalige Bahnkörper aufgrund der artenreichen Krautfluren insbesondere durch seinen Reichtum an Schmetterlingen aus. Aufgrund dieses für zahlreiche sehr seltene und gefährdete Schmetterlingsarten artenspezifischen Habitatangebotes und der Vernetzung von Habitaten über mehrere Kilometer kommt der ehemaligen Bahnstrecke eine besondere Bedeutung zur Sicherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes dieses Raumes zu. Die Feldhecken und Bäume auf dem ehemaligen Bahnkörper gliedern und beleben die ackerbaulich geprägte Feldflur und bestimmen wesentlich den Erlebniswert dieses Raumes mit. 5.2.4.5 Feldgehölze Südlich der Unnaer Straße beim „Renninghof“ beidseitig des Renninghofweges. (Gemarkung Freiske; Flur 2; Flurstück 211 tlw. und Gemarkung Rhynern, Flur 10, Flurstücke 24 und 25 tlw.) Zwei Laubmischwaldparzellen mit z. T. wertvollem Altholzbestand. Der südwestliche Teil weist einen hohen Anteil an Althölzern aus und wird im Osten durch eine Baumreihe begrenzt. Dieser Bestand ist vor allem für Höhlenbrüter von besonderer Bedeutung. Die östliche Teilfläche zeichnet sich durch eine reiche Durchmischung verschiedener Baumarten und durch eine große Strukturvielfalt aus. 5.2.4.6 Obstwiese Östlich der Werler Straße, gegenüber des Freibades Süd. (Gemarkung Berge; Flur 8; Flurstück 667 tlw.) Ca. 50 × 70 m große Obstwiese mit einigen sehr alten Ostbäumen, die bereits viele Höhlen aufweisen. 5.2.4.7 Feuchtbrache Südlich der Bahnstrecke Hamm - Soest und östlich der Bebauung an der Werler Straße. (Gemarkung Berge; Flur 8; Flurstück 1050 tlw.) Aus Grünland hervorgegangene Sukzessionsfläche, reich strukturierte Ruderalflur mit Hochstaudenfluren und Röhricht. 5.2.4.8 Feuchtgebiet Unmittelbar östlich an den Rad- und Fußweg parallel zur Werler Straße südlich der Dr. Loeb-Caldenhof Straße. (Gemarkung Berge; Flur 8; Flurstück 1178 tlw.) z. T. nur periodisch wasserführende Schachtkuhlen, die für den Bau der ehemaligen Kleinbahnstrecke ausgehoben worden sind. Der begleitende Gehölzbestand (überwiegend Weiden) ist Bestandteil des Schutzbereiches. 5.2.4.9 Ehemalige Abgrabungen Östlich der Werler Straße südlich der Straße „Auf der Breite“. (Gemarkung Osterflierich; Flur 3; Flurstücke 39/1 tlw. und 120 tlw.) Alte Schachtkuhlen, Feldgehölz welches im nördlichen Bereich hufeisenförmig eine kleine Viehweide umrahmt. Der Gehölzbestand wird aus dichtständigen Bäumen und Sträuchern (überwiegend Weidengehölz) gebildet. Durch z. T. bis 2 m hohe Brennesselfluren ist das Gebiet kaum betretbar. In dem Feldgehölz befinden sich stark beschattete Abgrabungsgewässer bzw. feuchte Senken.
Siehe auch Liste der Naturdenkmale in Hamm Liste der Landschaftsschutzgebiete in Hamm Liste der Naturschutzgebiete in Hamm
Weblinks
Landschaftspläne der Stadt Hamm
Hamm geschutzter Landschaftsbestandteil