Alfred Laubereau (* 25. Februar 1942; † 25. Februar 2025) war ein deutscher Experimentalphysiker und Pionier der Laserspektroskopie.
Leben Alfred Laubereau studierte in den 1960er-Jahren an der Technischen Hochschule München und promovierte 1970 bei Wolfgang Kaiser mit einer Arbeit über die Erzeugung und Komprimierung ultrakurzer Laserpulse. Nach der Habilitation wurde er 1978 als Professor für Experimentalphysik an die Universität Bayreuth berufen. Gastprofessuren führten ihn in den 1980er-Jahren an das Laboratoire d’Optique Quantique du CNRS in Palaiseau. 1993 kehrte er nach München zurück und übernahm einen Lehrstuhl für Experimentalphysik an der TU München, wo er bis zur Emeritierung 2012 tätig war. Von 1999 bis 2009 war er Dekan der Fakultät für Physik.
Wirken Alfred Laubereau widmete sich der Erforschung ultraschneller physikalischer Phänomene durch die Entwicklung kurzpulsiger Laserquellen. So konnte er in den 1970er-Jahren gemeinsam mit seinem Doktorvater erstmals Einblicke in die Dynamik lokaler Strukturen in Festkörpern und Flüssigkeiten aufzeigen. In den 1980er-Jahren entwickelte er Femtosekundenlaser und widmete sich der stimulierten Raman-Spektroskopie. Nach seiner Rückkehr nach München arbeitete er weiter zur ultraschnellen optischen Spektroskopie an Festkörpern und Flüssigkeiten. Dabei konnte er mit seinem Team zeigen, dass ein kurzzeitiges Erhitzen von Eis weit über den Gefrierpunkt hinaus möglich ist. Nach seiner Emeritierung stellte er ein auf Messungen basierendes Modell zum Treibhauseffekt von Kohlendioxid und Methan auf.
Auszeichnungen 1974: Nernst-Haber-Bodenstein-Preis der Deutschen Bunsengesellschaft 1997: Ehrendoktor der Universität Vilnius
Einzelnachweise
Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Bayreuth) Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität München) Kategorie:Absolvent der Technischen Universität München Kategorie:Ehrendoktor der Universität Vilnius Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1942 Kategorie:Gestorben 2025 Kategorie:Mann