Unvergänglich – Teil 2 ist ein Fernsehfilm aus der Krimireihe Tatort. Der vom Bayerischen Rundfunk produzierte Beitrag ist die 1334. Tatort-Episode und wurde am 6. April 2026 im SRF, im ORF und im Ersten ausgestrahlt. Das Münchner Ermittlerduo Batic und Leitmayr ermittelt in seinem 100. und gleichzeitig letzten Fall.

Handlung Der im ersten Teil der Doppelfolge angetretene Ruhestand von Ivo Batic und Franz Leitmayr endet abrupt, als sie erfahren, dass ihr letzter Fall auf einer Lüge beruhte. Die damalige Zeugin Kara Roth meldet sich nun verzweifelt mit einer Nachricht auf Leitmayrs Mailbox: Sie werde verfolgt und sei in Lebensgefahr, ihre damalige Aussage – sie habe Mike nach vollbrachter Tat in der Wohnung angetroffen – sei erfunden gewesen. Kurz darauf verschwindet sie spurlos. Nachdem Batic und Leitmayr den neuen Kriminalhauptkommissar Kalli Hammermann trotz erheblicher Mühen nicht von einer Wiederaufnahme der Ermittlungen überzeugen können, nehmen sie als Privatleute die Ermittlungen wieder auf. Ohne Dienstausweis stoßen sie zunächst an Grenzen, nutzen dann aber die Freiheiten jenseits polizeilicher Vorschriften. Ihre Suche nach Kara bringt sie jedoch ins Visier des organisierten Verbrechens.

Von einem Mitbewohner aus der psychologischen Betreuungseinrichtung, in der Kara zuletzt wohnte, erhalten sie gegen Bargeldzahlung einen ersten Hinweis: Kara habe sich mehrfach mit dem Schlüsselmacher Steve getroffen, wobei die beiden in einem Geschäftsverhältnis zueinander stünden. Daraufhin begeben sich Batic und Leitmayr zu Steves Schlüsselgeschäft, der Inhaber ist allerdings nicht da. Die Situation im Laden vermittelt den Eindruck eines überhasteten Aufbruchs, in einem Versteck können sie neben Bargeld geringe Mengen der Droge Captagon finden. Die Ermittler überkommt der Verdacht, dass Kara und Steve vermutlich im Drogenhandel tätig waren, wobei Micaela Horvat, das Opfer aus dem letzten Fall, möglicherweise ihre Konkurrentin gewesen sein könnte.

Daher sucht Batic als Nächstes die der Polizei übermittelte Wohnadresse von Micaelas vermeintlicher Tante Anna Horvat auf. Vor Ort angekommen muss er jedoch feststellen, dass eine Frau namens Anna Horvat in der Nachbarschaft nicht bekannt ist. Dies lässt die Vermutung aufkommen, dass der vorgelegte Personalausweis wahrscheinlich gefälscht war, weshalb Batic und Leitmayr ihren Bekannten Stutzki gegen Bezahlung mit der Untersuchung des Ausweis-Scans beauftragen. Stutzki bestätigt ihren Verdacht: Es handle sich um eine sehr gute Fälschung, die womöglich auf der Balkanhalbinsel hergestellt wurde. Da die Reinigungsmittelfirma, für die Micaela Horvat tätig war, in Slowenien ansässig ist, vermuten Batic und Leitmayr, dass die vermeintliche Tante eine Betrügerin war, die vermutlich vom Unternehmen engagiert wurde.

Sie gehen davon aus, dass auch Horvats Firma in den Drogenhandel involviert ist, weshalb sie am nächsten Morgen die Kundenfirma Primewave, ein Autowaschanlagenbetrieb, in Leitmayrs neu erworbenen Porsche Targa aufsuchen. Um in die Büros und Lagerräume von Primewave zu gelangen, wo die Ermittler illegale Drogen und Hinweise auf Karas Verbleib vermuten, nimmt Leitmayr einen Aushilfsjob als Reinigungskraft im darüber gelegenen Einkaufszentrum Isar Arcaden an. Dies verschafft ihm Zugang zu den Kellerräumen, wo sich die Geschäftsräume des Waschanlagenbetriebs befinden. Nach Ladenschluss schleicht sich Leitmayr in den Keller, während Batic im Auto den Eingangsbereich überwacht. Im Büro kann Leitmayr große Mengen der Droge Captagon sowie neue Überwachungsfotos von Kara sicherstellen. Als unerwartet ein Mitarbeiter der Firma auftaucht, geraten die Ermittler kurzzeitig in Bedrängnis, jedoch werden sie glücklicherweise vom verdeckten Ermittler Carlo Menzinger gerettet. Menzinger bestätigt ihnen, dass Kara zusammen mit Mike angefangen habe, selbst Captagon zu verkaufen, weshalb Primewave auf die beiden aufmerksam geworden sei.

Dank der neuen Überwachungsaufnahmen und der polizeilichen Liste von Mikes möglichen Verstecken können Batic und Leitmayr das alte Stauwehr beim Nordfriedhof als wahrscheinlichsten Aufenthaltsort von Kara identifizieren. Dort angekommen finden sie Kara im alten Verwaltungsgebäude vor. Nach einiger Überzeugungsarbeit offenbart Kara den ehemaligen Ermittlern, was damals wirklich in der Mietwohnung geschah: Mike und sie seien von Micaela Horvat überrascht worden. Horvat habe Mike mit einer Pistole bedroht und niedergeschlagen, woraufhin Kara sich auf Micaela Horvat gestürzt habe. Als Mike in ihr Gerangel eingegriffen habe, sei Horvat wieder auf ihn losgegangen. Kara habe gerade noch rechtzeitig die am Boden liegende Pistole ergreifen und die Frau erschießen können, um Mike das Leben zu retten. Anschließend hätten sie die Leiche verschwinden lassen. Mikes „Show“ auf dem Krankenhausdach habe lediglich dem Zweck gedient, den Mordverdacht von ihr wegzulenken.

Kurz nach ihrem Geständnis hören die drei Geräusche aus den benachbarten Räumen des Verwaltungsbaus. Ein Mitarbeiter von Primewave ist ihnen gefolgt, da er Leitmayrs Auto mit einem GPS-Sender versehen hatte, in der Vorahnung, die beiden könnten wissen, wo sich Kara aufhält. Während Kara durch ein Fenster entkommen kann, stellen sich die Ermittler ihrem Verfolger. Dabei wird Leitmayr angeschossen und augenscheinlich lebensbedrohlich verletzt. Als der Ganove zum Schuss auf Batic ansetzt, rückt im richtigen Augenblick eine polizeiliche Eingreiftruppe unter Führung Kalli Hammermanns ins Gebäude ein und tötet den Kriminellen mit einem präzisen Schuss. Als im Anschluss der Krankenwagen vor dem Gebäude eintrifft, wird Leitmayr umgehend behandelt und Kara berichtigt ihre Zeugenaussage gegenüber den Polizeibeamten.

Die Schlussszene zeigt Batic und Leitmayr beim Flanieren an der kroatischen Adriaküste. Die beiden konnten sich nicht mit dem ruhigen Pensionärsleben anfreunden und haben sich als privates Ermittlerteam selbstständig gemacht. Sie erhalten einen Anruf von Kriminalhauptkommissar Kalli Hammermann, der ihnen mitteilt, dass die Staatsanwaltschaft Karas Aussage folgt und auf Notwehr plädiert. Dank des sichergestellten Kryptohandys von Micaela Horvat, welches Kara mitgenommen und der Polizei schlussendlich überlassen habe, sei ein europaweit tätiges Drogennetzwerk offengelegt worden. Batic und Leitmayr hätten einen großen Beitrag hierzu geleistet und viel Anerkennung verdient. Nach dem Ende ihres Telefonats zeigt Batic die Visitenkarte des neuen Ermittlerteams Detektei Unvergänglich - Private Ermittlungen München • Zagreb, wobei es gleich zur Diskussion kommt, warum Batic vor Leitmayr genannt wird. Der Kreis schließt sich mit der Ankündigung des ersten Falls als privates Ermittlerteam „etwas mit einer Tierschützerin“. Darauf steigt das Ermittlerteam in Leitmayrs Porsche Targa und fährt an der Adria entlang in den Sonnenuntergang. Dabei hören sie das Lied Only You (And You Alone) und es wird eine kurze Rückblende auf das Jahr 1991 und den ersten Fall Animals gezeigt.

Hintergrund mini|Sveti Juraj, Kroatien Der Film wurde vom 7. Mai 2025 bis zum 16. Juli 2025 an 44 Drehtagen in München und Umgebung gedreht. Der letzte Drehtag fand im Fischerdorf Sveti Juraj in Kroatien statt. Die Premiere erfolgte am 26. März 2026 an der Filmhochschule München in Anwesenheit der Schauspieler, der Landtagspräsidentin Ilse Aigner und des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann.

Rezeption Kritiken

Einschaltquoten Die Erstausstrahlung von Unvergänglich – Teil 2 am 6. April 2026 wurde in Deutschland von 6,86 Millionen Zuschauern gesehen und erreichte einen Marktanteil von 27,8 % für Das Erste.

Trivia Mehrmals machen Batic und Leitmayr in beiden Teilen Anspielungen, dass es schon kitschig wäre, in ihrem letzten Fall erschossen zu werden. Tatsächlich entkommt Batic im zweiten Teil gleich zweimal dem Tod nur sehr knapp: Die ehemaligen Assistenten Carlo Menzinger (nach seiner Auszeit in Thailand nun plötzlich beim BKA) und Kalli Hammermann (mittlerweile Nachfolger im Kommissariat) retten ihrem ehemaligen Vorgesetzten dabei jeweils das Leben.

Ihr erster Fall als Privatermittler führt Batic und Leitmayr zu einer Tierschützerin, was eine Anspielung auf ihren ersten Dienstfall Animals ist, der ebenfalls im Umfeld von Tierschützern spielt.

Der Porsche Targa im Film hat das amtliche Kennzeichen LF-K 911 H des Altlandkreises Laufen und wurde 1984 gebaut. Der Wagen gehört dabei einem Privatmann aus Teisendorf.

Weblinks

Pressedossier des BR

Einzelnachweise

Unverganglich Teil 2 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Filmtitel 2026