mini|Das Schlachtendenkmal (2016) Das Schlachtendenkmal ist eine 1899 errichtete Gedenkstätte auf dem Zürichberg in Zürich-Fluntern, die an die Erste und Zweite Schlacht bei Zürich 1799 erinnert.
Geschichte mini|Das Schlachtendenkmal kurz nach seiner Entstehung (1905–1908) Das Denkmal geht auf die Initiative des Verschönerungsvereins Zürich zurück, der das Zentenarium der beiden Franzosenschlachten mit einer kleinen Feier und der Errichtung eines Gedenksteins begehen wollte. Im April 1899 erteilte der Zürcher Stadtrat die Bewilligung zum Bau des Denkmals.Aus den Stadtratsverhandlungen. In: Zürcherische Freitagszeitung. Nr. 16, 21. April 1899, S. 2 (online). Louis Wethli fertigte die Pläne an, die von Baumeister Albert Grether ausgeführt wurden.Hundertjährige Erinnerungen. In: Zürcher Wochen-Chronik. Band 2, Nr. 32, 11. August 1900, S. 252 f. (online).
Die Einweihung fand am 5. Juni 1899 statt. Ein Quintett der Stadtmusik «Concordia» eröffnete den Anlass, woraufhin Conrad Escher, der Präsident des Verschönerungsvereins, eine Rede hielt, in der er die Ereignisse von 1799 resümierte und an die Jugend appellierte, . Die Festgemeinde besichtigte die Reste der französischen Befestigungsanlagen. Zum Schluss ergriffen Albert Gattiker, der letzte Präsident der 1892 eingemeindeten Gemeinde Hirslanden, und der Stadtrat Elias Hasler im Namen der Stadt Zürich das Wort.Lokales. In: Neue Zürcher Zeitung. Beilage zu Nr. 156, 7. Juni 1899, S. 1 (online).
Im Juni 1961 wurde das Denkmal von Unbekannten mit roter Farbe beschmiert.Schmierfinken am Werk. In: Berner Tagwacht. Band 69, Nr. 137, 15. Juni 1961, S. 4 (online).
Der Verschönerungsverein ergänzte 1973 (Zweite Schlacht) und 1975 (Erste Schlacht) Informationstafeln, die den Verlauf der Gefechte kurz erläuterten und grafisch darstellten.
Zweites Denkmal 1911 errichtete der Verschönerungsverein auf dem «Hüttenkopf» (anderthalb Kilometer nordöstlich, bei der Ziegelhütte oberhalb von Schwamendingen) ein zweites, kleineres Denkmal, das an die Schlacht erinnert. Es besteht aus ein paar kleinen Findlingen, eingemauerten Kanonenkugeln und einer Tafel, deren Text die für die Bevölkerung hervorhebt.
Lage Das Denkmal befindet sich inmitten des Waldes auf dem Rücken des Zürichbergs. Es steht leicht erhöht am Hanslinweg (1972 nach Oberstkorpskommandant Adolf Hanslin benannt, zuvor Schattengasse). Beim Denkmal endet die Massénastrasse, benannt nach André Masséna, eine Alternative zum steilen Hanslinweg, der gerade die Südwestflanke des Zürichbergs hochführt und seit Beginn des 20. Jahrhunderts auf der Nordseite hinunter nach Schwamendingen führt. 365 Meter südöstlich vom Denkmal liegt tief im Wald die Escherhöhe, der höchste Punkt des Berges. Nordwestlich, auf der anderen Seite des Hanslinwegs, finden sich bis heute Gräben und Wälle (Batterien) – 2010 wurde dazwischen ein Pumptrack angelegt.
Beschreibung Eine kleine Treppe führt zwischen Steinbrocken vom Hanslinweg zur Plattform des Denkmals. Dieses ist 3 Meter hoch und 2,5 Meter breit und bildet eine Art Pyramide aus kunstvoll zusammengefügten, rohen Bruch- und Feldsteinen. Darin sind Kanonenkugeln eingemauert.Lokales. In: Neue Zürcher Zeitung. Beilage zu Nr. 148, 30. Mai 1899, S. 1 (online).
Ursprünglich war an der Frontseite eine weisse Marmortafel mit folgender Inschrift eingelassen:
Im Rahmen der Restaurierung durch Grün Stadt Zürich im Jahr 2006 wurde sie durch eine schwarze Tafel mit gleichlautender Inschrift ersetzt und mit der folgenden Zeile ergänzt: «Erneuert durch Grün Stadt Zürich 2006». mini|Rückseite Auf der Rückseite steht auf einer weiteren Tafel ein Gedicht von Nanny von Escher. Die 14 paargereimten fünfhebigen Jamben mit wechselnder Kadenz lauten:
Seitlich des Denkmals stehen zwei Informationstafeln, die die Schlachtverläufe erläutern.
Rezeption Der Schriftsteller Emil Zopfi schrieb 2013 über das Denkmal:
Siehe auch Liste von Denkmälern in Zürich
Literatur Lokales. In: Neue Zürcher Zeitung. Beilage zu Nr. 148, 30. Mai 1899, S. 1 (online). Hundertjährige Erinnerungen. In: Zürcher Wochen-Chronik. Band 2, Nr. 32, 11. August 1900, S. 252 f. (online).
tp: Kleines Denkmal für eine große Schlacht. In: Neue Zürcher Zeitung. Mittagausgabe. Nr. 349, 30. Juli 1970, S. 13 (online).
Weblinks
Zürich (Schlachtendenkmal) im Onlineprojekt Gefallenendenkmäler
Einzelnachweise
Kategorie:Denkmal in Zürich Kategorie:Bauwerk in Zürich Kategorie:Erbaut 1899 Kategorie:Kriegerdenkmal in der Schweiz