Lipki Małe (deutsch Lipkeschbruch) ist eine Streusiedlung in der polnischen Woiwodschaft Lebus. Es ist Teil der Gmina Santok (Zantoch) im Powiat Gorzowski. Im Jahr 2011 hatte das Dorf 44 Einwohner.Polen in Zahlen(polnisch) mini|Weg in Lipki Male im Jahr 2014
Geographie Die Kirche von Lipki Male steht auf einem kleinen Hügel, etwa 200 m südlich der Noteć (Netze).Topographische Karte 1:25000 Lipke, Stand 1929. Vom Dorf aus führen zwei parallele Straßen durch den Netzebruch zum drei Kilometer südlich gelegenen und größeren Lipki Wielkie (Lipke).
Geschichte Dorfgeschichte In Lipkeschbruch wurden Überreste einer menschlichen Siedlung aus der jüngeren Steinzeit gefunden.Die Siedlungsentwicklung im Oberen- und Unteren Netzebruch, Rudolf Mantau, Manuskript 1935/36, Biblioteka Śląska, Katowice
Ab der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis Anfang des 19. Jahrhunderts war das Gut Lipke und die zugehörigen weiten Netzebruchflächen im Besitz der Familie von Brandt darunter Christian von BrandtNachrichten vom Johanniterorden: insbesondere von dessen Herrenmeisterthum in der Mark, Sachsen, Pommern und Wendland, wie auch..., Johann Gottfried Dienemann, Berlin, 1767, p.267. und Christoph Ernst von BrandtGothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser, 1905 p.152. In dieser Zeit entstanden mehrere Siedlungen im Netzebruch, wie Lipkesbruch und die stromabwärts gelegene Christiansaue. Lipkeschbruch wurde zwischen 1735 und 1737 gegründet.Die hohenzollernsche Kolonisation und Melioration in der Mark Brandenburg von den Anfängen bis 1740. Das Beispiel des Netzebruchs, Uwe Folwarczny, s. 68. Aus "Melioration und Migration, Wasser und Gesellschaft in Mittel- und Ostmitteleuropa vom 17. bis Mitte des 19. Jahrhunderts", Hrsg. Márta Fata, Franz Steiner Verlag, 2022.
Es wurden zwei erhöhte Zufahrtsstraßen nach Lipke gebaut, der Kleine und der Große Damm.
Im 1929 gab es auch zwei Netzefähren: Eine in Christiansaue nach Neugurkowschbruch und Gurkow (pl. Górki Noteckie). Eine andere in der Verlängerung vom Großen Damm, nordwärts nach Alt-Gurkowschbruch (Górecko), 13 km weiter nördlich liegt Friedeberg (Strzelce Krajeńskie), die damalige nächste Kreisstadt. Die Fähren wurden sowohl von Durchgangsverkehr als auch von Landwirten, die Ländereien auf beide Seite der Netze zu bestellen hatten, genutzt.
Bei der Verwaltungsreform von 1928 wurde Christiansaue mit der Gemeinde Lipkeschbruch fusioniert. Zum Amtsbezirk Lipkeschbruch gehörte auch die südlich gelegene Streusiedlungen Marienwiese und Annenaue. Im 1939 zählte die Gemeinde 208 Einwohner.https://www.eirenicon.com/rademacher/www.verwaltungsgeschichte.de/landsberg_w.html#ew39alipkes, www.verwaltungsgeschichte.de
Bis 1945 gehörte Lipkeschbruch zum Landkreis Landsberg/Warthe. Im 1945 rückte die Rote Armee ein und die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben. Das Gebiet wurde Teil Polens und Flüchtlinge aus den ehemals Polen zugehörigen Gebiete östlich der Curzon-Linie wurden angesiedelt.
Geschichte der Kirche mini|links|Kirche in Lipki Male Die Ansiedler hatten schon im Jahre 1746 eine Schrotholzkirche gebaut. Ab 1861 unterstand Lipkeschbruch der Kirchgemeinde Lipke.Kirchgemeinde Lipki Wielkie (polnisch) Die jetzige Kirche wurde am 1. Dezember 1907 eingeweiht und trägt den Namen vom Stanislaus Kostka.
Weblinks
Fußnoten Richard Poepke, Chronik von Lipke/Neumark bis an die Netze, Magdeburg 2002, Martin-Opitz-Bibliothek, Signatur: 2019.2454 4°
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus Kategorie:Gmina Santok