Louise (Norton-)Varèse (geborene Louise McCutcheon; * 20. November 1890 in Pittsburgh/Pennsylvania; † 1. Juli 1989 in Eugene/Oregon) war eine US-amerikanische Übersetzerin und Autorin.
Leben Louise McCutcheon besuchte das Smith College, das sie 1911 verließ, als sie den Verleger Allan Norton heiratete. Zusammen gaben sie 1915–1916 das avantgardistische Literaturmagazin Rogue heraus. 1916 trennte sie sich von Norton; die Ehe wurde 1920 geschieden. 1922 heiratete sie den französischen Komponisten Edgar Varèse.
Während ihres gesamten Lebens übersetzte sie Werke französischer Schriftsteller und Lyriker, darunter Arthur Rimbaud, Marcel Proust, Jean-Paul Sartre, Stendhal, Georges Simenon, Julien Gracq und Saint-John Perse, ins Englische. Für die Übersetzung von Charles Baudelaires Le Spleen de Paris wurde sie 1948 mit dem Denyse Clairouin Memorial Award ausgezeichnet. Die Französische Republik ehrte sie 1969 als Chevalier des Ordre des Arts et des Lettres. Nach dem Tod Varèses 1969 schrieb sie eine Biographie über ihn, deren erster Teil 1972 unter dem Titel „Varèse; A Looking-Glass Diary, Volume I 1893–1928“ erschien. Der zweite Teil war zum Zeitpunkt ihres Todes unvollendet.
Sie war mit dem Künstler Marcel Duchamp befreundet und war an der Einsendung dessen Ready-made-Kunstwerkes Fountain bei der Ausstellung der Society of Independent Artists unter dem Pseudonym Richard Mutt beteiligt: Der Beschriftungszettel des Exponats trug ihre damalige Adresse und Telefonnummer.
Quellen New York Review Books: Louise Varèse Smith College: Louise Varèse papers
Lapham's Quartely: Louise Varèse New Directions: Louise Varese MacDowell: Louise Varèse
Einzelnachweise
Kategorie:Übersetzer aus dem Französischen Kategorie:Übersetzer ins Englische Kategorie:Autor Kategorie:Träger des Ordre des Arts et des Lettres (Ritter) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1890 Kategorie:Gestorben 1989 Kategorie:Frau Kategorie:Biografie