Muavin ist im Türkischen ein aus dem Arabischen stammendes substantivierbares Adjektiv, das „helfend, unterstützend“ bedeutet und oft auch begleitend in diversen Titeln, Amtsbezeichnungen und Fachtermini vorkommt und dort die unterschiedlichsten Bedeutungen annimmt. Alleinstehend kann es in definierten Kontexten „Stellvertreter“, „Substitut“ oder „Assistent“ bedeuten, so ist der Vali Muavini, kurz Muavin (wenn der Kontext eindeutig ist) der stellvertretende Gouverneur. Im Fußball bezeichnet das Wort hingegen die Position des Läufers. Das Wort kann vorangestellt, oder nachgestellt (dann in der Form muavini) zum Bezugsterminus verwendet werden. Vorangestellt bedeutet es regelmäßig „Hilfs-“, „Aushilfs-“, „Behelfs-“ oder „Unterstützungs-“, nachgestellt sind die Bedeutungen spezifisch. So wäre ein muavin șoför ein Aushilfsfahrer, „șoför muavini“ ist hingegen die Bezeichnung für den Beifahrer.

Beispiele sind (neben dem schon genannten vali muavini): müdür muavini: Vizedirektor (Stellvertreter des Direktors) muavin konsolos: Vizekonsul (eine Amtsbezeichnung) muavin kruvazör: Hilfskreuzer muavin rampa: Behelfsrampe muavin șahıs: Erfüllungsgehilfe (juristischer Fachausdruck)

Literatur Karl Steuerwald: Türkisch-deutsches Wörterbuch. 2. Auflage. Otto Harrassowitz, Wiesbaden 1988, ISBN 3-447-02804-1, Stichwort: muavin, S. 808

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