mini|Kakenya Ntaiya (2016) Kakenya Ntaiya ist eine kenianische Pädagogin und Menschenrechtlerin, die mit Bildungsarbeit gegen weibliche Genitalverstümmelung und Kinderehen vorgeht. Sie gründete die Organisation Kakenya’s Dream und baute in ihrem Heimatdorf eine Mädchenschule auf, die Bildung als Mittel gegen Genitalverstümmelung und Frühverheiratung einsetzt. Im Jahr 2013 wurde sie als CNN Hero ausgezeichnet und von National Geographic als Emerging Explorer gewürdigt.

Leben Ntaiya wuchs in Enoosaen im kenianischen Narok County in einer Massai-Gemeinschaft auf. Sie wurde bereits als Kind verlobt; mit ihrem Vater traf sie die Abmachung, die traditionelle Beschneidung über sich ergehen zu lassen, wenn sie dafür die Schule bis zum Abschluss besuchen dürfe. Nach dem Schulabschluss erhielt sie die Chance, in den Vereinigten Staaten zu studieren, und ging an das Randolph-Macon Woman’s College in Virginia. Später erwarb sie an der University of Pittsburgh einen Doktortitel in Bildungswissenschaften.

Wirken Mit Kakenya’s Dream baute Ntaiya in ihrem Heimatdorf die Internatsschule Kakenya Center for Excellence auf, die Mädchen aus einkommensschwachen Familien den Zugang zu hochwertiger Bildung ermöglicht. Die Schule wurde im Jahr 2009 eröffnet und konzentrierte sich auf die Klassenstufen vier bis acht. Eltern der aufgenommenen Schülerinnen müssen zusichern, ihre Töchter weder beschneiden zu lassen noch vorzeitig zu verheiraten. In den folgenden Jahren ergänzte die Organisation ihre Bildungsarbeit um Programme zu Gesundheit, Lebenskompetenzen und Selbstverteidigung, die Mädchen vor sexueller Gewalt und Kinderehen schützen sollen. Das Zentrum fungiert zugleich als Zufluchts- und Bildungsort und bietet Mädchen als Alternative zu Genitalverstümmelung und Frühverheiratung eine kostenfreie weiterführende Schulbildung. Für ihren Einsatz wurde sie 2013 als CNN Hero geehrt.

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