Reinhold Braun (* 25. April 1821 in Altensteig; † 21. Januar 1884 in München) war ein deutscher Genre- und Pferdemaler.

Leben mini|Reges Treiben an der Raststation, 1862 Reinhold Braun, der Sohn eines königlich-württembergischen Beamten, erhielt in Stuttgart an der Kunstschule unter Bernhard Neher und Heinrich RustigeFriedrich Jansa: Deutsche Bildende Künstler in Wort und Bild. Selbstverlag, Leipzig 1912, S. 72 sowie am Polytechnikum eine Ausbildung zum Maler, Zeichner und Lithografen. Bei Truppenübungen in der Garnison betrieb er Pferdestudien als Maler und Zeichner mit der Absicht, ein Schlachtenmaler zu werden. 1844 weilte er in München, wo er die Malerei von Carl Friedrich Heinzmann und Friedrich Voltz kennenlernte. Er profilierte sich hauptsächlich als Genre- und Pferdemaler. So schuf er für die württembergische Kronprinzessin Olga dreißig Darstellungen aus dem schwäbischen Volksleben. Seine Pferdebilder verschafften ihm den Ruf, ein „schwäbischer Wouverman“ zu sein. Ab 1872 lebte er dauerhaft in München. 1876 starb dort seine aus Utica stammende Ehefrau Mary Deane.

Als 1848 die Schleswig-Holsteinische Erhebung stattfand, drängte es ihn, dort als Schlachtenmaler teilzunehmen. Eine Zulassung wurde ihm nicht gewährt. Im Hauptquartier des preußischen Prinzen Wilhelm nahm er aber 1849 als Maler an der Niederschlagung der Badischen Revolution teil. Als solcher hielt er die Belagerung und Übergabe der Festung Rastatt in einem großen Aquarell fest.

Reinhold Braun, der zuletzt lange an hochgradiger Kurzsichtigkeit litt,Carl Albert Regnet: Reinhold Braun †. In: Beiblatt zur Zeitschrift für bildende Kunst. 19. Jahrgang, Nr. 17 (7. Februar 1884), Sp. 284 f. (Google Books) war der ältere Bruder des bekannten Schlachtenmalers Louis Braun. Ihn hatte er in jungen Jahren an die Malerei herangeführt.

Reinhold Braun starb 1884 im Alter von 62 Jahren in München.

Grabstätte mini|Grab von Reinhold Braun auf dem Alten Südlichen Friedhof in München

Die Grabstätte von Reinhold Braun befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof in München (Gräberfeld 42 – Reihe 12 – Platz 27, ).

Bilderauswahl Auswahl von Bildern von Reinhold Braun:

Literatur Braun, Reinhold. In: Friedrich von Boetticher: Malerwerke des neunzehnten Jahrhunderts. Beitrag zur Kunstgeschichte. Fr. v. Boetticher’s Verlag, Dresden 1895, Band 1, S. 131.

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Einzelnachweise

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