Shades of a Blue Orphanage ( für „Schattierungen eines blauen Waisenhauses“) ist das zweite Studioalbum der irischen Rockband Thin Lizzy, das im März 1972 erschien.

Entstehung und Veröffentlichung Das Album wurde vom 17. Dezember 1971 bis in den Januar 1972 in den De Lane Lea Studios, Wembley, London, aufgenommen. Produzent war Nick Tauber, der schon beim Debüt, damals gemeinsam mit Scott English, produziert hatte. Geschrieben wurden alle Lieder alleine von Frontmann Phil Lynott, nur bei The Rise and Dear Demise of the Funky Nomadic Tribes wurde er von seinen Bandkollegen Eric Bell und Brian Downey unterstützt. Sarah schrieb Lynott für seine Großmutter, die ihn großzog, als seine Mutter, Philomena, dazu nicht in der Lage war. Das Lied ist nicht mit dem gleichnamigen Titel für Lynotts Tochter zu verwechseln, welches auf Black Rose – A Rock Legend (April 1979) enthalten ist. Der Albumtitel ist eine Anspielung auf die beiden Vorgängerbands von Thin Lizzy, Shades of Blue von Downey und Lynott sowie Orphanage von Bell.

Die Erstveröffentlichung von Shades of a Blue Orphanage erfolgte am 10. März 1972 bei Decca Records. Das Album erschien in seiner Originalausführung als LP mit neun Titeln (Katalognummer: SLK 16759-P). Im Jahr 1988 erschien die gleiche Ausführung als CD-Ausführung bei London Records (Katalognummer: 820 527-2). Am 18. Oktober 2010 erschien eine sogenannte „Remastered-&-Expanded“-Ausgabe (Katalognummer: Decca 984 448-2), diese wurde um die beiden Bonustitel Black Boys on the Corner und Whiskey in the Jar sowie drei Remixversionen und Liveversionen erweitert.

Titelliste Alle Titel wurden von Phil Lynott geschrieben, außer wo angegeben.

Rezeption Stuart Berman von Pitchfork erklärte, dass Thin Lizzy "zu diesem Zeitpunkt nicht der Ehrgeiz fehlte, sondern eher die Richtung", und kritisierte Songs wie den Album-Opener für das "frühe, ungeschickte Abzielen auf die Heaviness einer Band, die zu diesem Zeitpunkt viel eher mit Intimität überzeugte". Demgegenüber lobte er "Lynotts lyrische Stimme" als "stabilen Anker" für die Band.

Martin Popoff definierte Shades of a Blue Orphanage als "ein ehrliches Werk" das auf Lynotts folkakustische Vergangenheit verweise, "einige aus 60er Jahren gerichtete progressive Psychedelia und sogar außerhalb des Kontextes angesiedelter Rockabilly" seien typisch für solche frühen 1970er-Rock-Platten.

Eduardo Rivadavia von AllMusic kritisierte das Album überwiegend und beschrieb es als "enttäuschend" und sowohl den Eröffnungstrack als auch den Titeltrack als "übertrieben und unzusammenhängend". Er wählte jedoch Baby Face und Buffalo Gal als helle Momente aus und lobte Lynotts "eloquente und persönliche" Performance bei Sarah.

Einzelnachweise

Kategorie:Album 1972 Kategorie:Album (Folk Rock) Kategorie:Album (Hard Rock) Kategorie:Thin Lizzy