Carsta Zellermayer (geb. 27. November 1941 in Iserlohn) ist eine deutsche Galeristin und Kunsthändlerin.

Leben Carsta Zellermayer wurde 1941 als Kind von Carsten Lorenzen und Elfriede Lorenzen geboren. Ihre gesamte Schulzeit verbrachte sie in Internaten: Schule Schloss Salem, in der Waldorfschule Benefeld, danach im Pensionat Florissant Lausanne am Genfer See. Im Alter von 18 Jahren begann Carsta Zellermayer eine Karriere als Fashionmodel. Sie lebte zehn Jahre in Paris und zwei Jahre in New York. Angeregt durch Begegnungen mit Georges Mathieu in Paris und Bert Stern in New York, begann sie Kunst zu sammeln.

Im Jahr 1968 heiratete sie den Berliner Hotelier Heinz Zellermayer, im folgenden Jahr wurde die Tochter Maxi Sickert geboren. Im Jahr 2019 heiratete Zellermayer Horst Zellermayer-Lorenzen.

Galerietätigkeit Im Jahr 1975 begann Carsta Zellermayer mit Ausstellungen in ihrer Villa in Berlin-Dahlem. Zuerst lag ihr Schwerpunkt auf Fluxus und Happening. Die Eröffnungsausstellung wurde vom Fluxuskünstler Wolf Vostell bestritten, der seinen von Goya inspirierten Zyklus „La Quinta del Sordo“ präsentierte und im Garten einen „Betonstuhl“ goss, um auf die Missstände in der Westberliner Politik hinzuweisen. Danach wendete sie sich der Wilden Malerei zu und zeigte die Malperformances von Barbara Heinisch.

Im Jahr 1979 veranstaltete Carsta Zellermayer die erste Einzelausstellung von Anselm Kiefer in Berlin. Im Jahr 1984 eröffnete sie ihre neuen Galerieräume in der Ludwigkirchstraße in Berlin, Charlottenburg mit den Gemälden von Dieter Hacker. Der damalige Kulturminister Frankreichs, Jack Lang, eröffnete die AusstellungBild-Zeitung vom 28. Mai 1985. Es folgten Ausstellungen mit dem Bildhauer Antonius Höckelmann, Stipendiaten des DAAD-Berliner Künstler Programms und mit East Village Art aus New York, u. a. mit Richard Hambleton, Dan Asher und Keith Haring.

1991 folgte der Umzug in die aktuellen Galerieräume in der Ludwigkirchstraße 6 in Charlottenburg-Wilmersdorf. Dort fanden erste Soloausstellungen von Michel Majerus und dem Fotografen von Frank Thiel statt.

In den letzten Jahren verlagerte sich der Schwerpunkt der Galerie auf Informel und Kunst nach 1945. Carsta Zellermayer präsentierte vielfach Werke von: Bernard Schultze, Hann Trier, Hubert Berke, einem Schüler von Paul Klee, August Preusse und seine Meisterschülerin Petra Petitpierre. Aktuelle Positionen der Galerie sind Charles Simmonds, Ryo Kato und Felix von der Aue.

Im Jahr 2025 fand das 50-jährige Galeriejubiläum mit einer Ausstellungstrilogie statt. „In jede Ausstellung verliebt“, war der Name des Projektes, das, neben Werken aus dem Bestand der Galerie nach mehr als 200 realisierten Ausstellungen, einen Einblick in das Archiv mit Künstlerbriefen, Kunstkritiken und Fotografien präsentierte.

Verbandstätigkeiten 1983 saß Zellermayer im Vorstand des Landesverbands Berliner Galerien, 1984 war sie Mitbegründerin des gemeinsamen Galerienrundgangs von Charlottenburger Galerien „Kunst Konzentriert“.

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Einzelnachweise

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