mini|hochkant|Ljudmila Iwanowna Iwanowa (2014) Ljudmila Iwanowna Iwanowa ( * 22. Juni 1933 in Moskau; † 7. Oktober 2016 ebenda) war eine sowjetisch-russische Film- und Theaterschauspielerin.
Leben Ljudmila Iwanowna Iwanowa Vater war der Polarforscher Ivan Markelovich Ivanov (1905–1952), ihre Mutter Faina Mitrofanovna (1908–1969).
Sie war in erster Ehe mit Leonid Erman verheiratet. Beide studierten an der Moskauer Künstlertheaterschule und heirateten in dieser Zeit. Ihre Ehe hielt nur kurze Zeit. In den 1960er Jahren heiratete Iwanowa den sowjetischen Physiker Waleri Miljajew (* 1937), mit ihm hatte sie zwei Söhne. Der Ältere Ivan ist Maler und Theaterkünstler, er lernte beim Ex-Mann seiner Mutter Bühnenbildner. Der jüngere Sohn, der 1970 geboren wurde, starb, als er nach dem Fasten zu viel gegessen und Alkohol getrunken hat. Er war bereits durch eine Grippe geschwächt war und starb an Ostern 2010. Im nächsten Jahr starb ihr Mann.
Sie war schon länger auf einen Rollstuhl angewiesen, am 29. September wurde sie mit starken Schmerzen und Atembeschwerden ins Krankenhaus eingeliefert, die Ärzte diagnostizierten ein Nierenversagen.
Ljudmila Iwanowna Iwanowa starb am 7. Oktober 2016 in Folge von Diabetes. Sie wurde auf dem Friedhof Pyatnitskoye neben ihrem jüngsten Sohn sowie ihrem Ehemann beigesetzt. https://dni.ru/culture/2016/10/7/350236.html
Karriere In Moskau wirkte Iwanowa bei Schulaufführungen mit. Sie spielte Vesna in снежная девочка (Das Schneemädchen) und in der achten Klasse Kukushkina in Выгодная позиция (Eine gewinnbringende Position). Lyudmila schloss die Schule mit Auszeichnung ab und bewarb sich sofort an einer Schauspielschule, scheiterte aber im ersten Versuch. Im Herbst desselben Jahres konnte Iwanowa sich an der Moskauer Künstlertheaterschule einschreiben. Sie hatte u. a. Kurse bei Oleg Nikolajewitsch Jefremow und A. M. Karev. Sie schloss sich nach ihrem Abschluss dem Moskauer Wandertheater an, um in der Nähe ihrer an Krebs erkrankten Mutter bleiben zu können. 1957 wechselte sie zum Sovremennik-Theater.
1966 hatte sie ihre erste Rolle in der komödischen Romanze Böse Anekdote. Im Film Die Neue von 1969 spielte Ivanova unter der Regie von Pavel Lyubimov. 1973 hatte sie ihre erste größere Rolle im Film Uchitel peniya. Als Liebe im Büro (1977) gedreht wurde, arbeitete Ljudmila als Gewerkschaftsmitglied am Theater.
In den 1960er Jahren begann Ljudmila Iwanowa Lieder zu komponieren. Neben ihrer Theaterarbeit unterrichtete sie an der Schauspielabteilung des Internationalen Slawischen Instituts Gavriil Derzhavin. Zusätzlich leitete sie das von ihr gegründete Kindertheater „Impromptu“, in dem auch ihr älterer Sohn Iwan arbeitet.
Das letzte Mal stand Iwanowa im Jahr 2000 auf der Bühne im Stück Geh weg, geh weg, danach war sie bis 2014 als Regisseurin tätig. 2015 stand sie im Film A zori zdes tikhie… das letzte Mal vor der Kamera.
Ende September 2016 war Iwanowa mit ihrem Sohn noch im Kindertheater „Impromptu“ bei einer Aufführung, die die Spielzeit eröffnete.
Filmografie (Auswahl) 1966: Böse Anekdote (Skvernyy anekdot) 1969: Die Neue (Novenkaya) 1970: Deniskiny rasskazy 1972: Na dne (Fernsehfilm) 1973: Uchitel peniya 1974: Vergiß deinen Namen nicht (Pomni imya svoye) 1975: Mezhdu nebom i zemlyoy 1976: Shag navstrechu 1977: Liebe im Büro (1977) (Sluschebny roman) 1977: Der blaue Kater oder Sommersprossens Phantasien (Fantazii Vesnukhina) 1978: Poslednyaya dvoyka 1979: Mann, bleib auf dem Teppich! (Sueta suet) 1980: Ostrov Serafimy (Fernsehfilm) 1981: Damy priglashayut kavalerov 1982: V nachale igry 1983: Tagträumer (Polyoty vo sne i nayavu) 1984: Shans 1984: Malenkoe odolzhenie 1985: Die Allerschönste (Samaya obayatelnaya i privlekatelnaya) 1986: Salon krasoty 1987: Ivan Veliky 1988: Prikhod luny 1989: Vam chto, nasha vlast ne nravitsya?! 1990: Babnik 1991: Das verheißene Paradies (Nebesa obetovannye) 1992: Otshelnik 1993: U popa byla sobaka… 1994: Amerikanskiy dedushka 1995: Moskovskie kanikuly 1999: Maksimilian 2000: Zavist bogov 2006: Master i Margarita 2010: Moskva, ya lyublyu tebya! 2015: A zori zdes tikhie…
Auszeichnungen 2013: Ehrenbürgerin des Basmanny-Kreises (2013). Volkskünstler der RSFSR Trägerin des Ehrenordens Trägerin des Freundschaftsordens
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Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Träger des russischen Ordens der Ehre Kategorie:Volkskünstler der RSFSR Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Russe Kategorie:Geboren 1933 Kategorie:Gestorben 2016 Kategorie:Frau