mini|St.-Michaels-Kirche Die St.-Michaels-Kirche ist eine kleine romanische Kirche im zu Albstadt gehörenden Dorf Burgfelden im Zollernalbkreis in Baden-Württemberg. Sie ist im staatlichen Eigentum und gilt als eines der bedeutendsten Baudenkmäler der Stadt.

Geschichte Der einfache rechteckige Saalbau wurde im Jahr 1064 erstmals genannt. Die Kirche hatte zwei Vorgängerinnen. Die erste Kirche, von der kein Stein mehr steht, wurde als Stiftergrablege im 7. Jahrhundert erbaut. Um das 10. Jahrhundert wurde die Apsis abgerissen und das Schiff nach Osten erweitert. In der späten zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts folgte eine endgültige Erweiterung nach Süden und Westen. Die Westfront wurde im 16. Jahrhundert um zwei Meter zurückversetzt, weswegen im Westen keine Wandmalerei existiert. Der Ostturm ist der älteste Gebäudeteil. Er entstand Ende des 11. Jahrhunderts, die Wandmalereien stammen ebenfalls aus dieser Zeit.

Die Kirche war von 1050 bis in die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts im Besitz des Klosters Ottmarsheim im Elsaß. Deshalb wurden sowohl der endgültige Ausbau wie auch die Gemälde von den Mönchen des Habsburger Hausklosters veranlasst. Die Michaelskirche war damals Zentralkirche für sechs Gemeinden sowie die Kapelle auf der Schalksburg.

Nachdem 1892 hier romanische Fresken aus dem 11. Jahrhundert gefunden wurden, kaufte die Finanzverwaltung von Württemberg die alte Kirche. Die Kirchengemeinde baute sich 1896 eine neue Michaelskirche rund 200 m in südöstlicher Richtung.

Wandmalereien Im Jahre 1892 entdeckte man im Zuge von Abbrucharbeiten romanische Wandmalereien in der Kirche, die mit den Wandmalereien des Klosters Reichenau verwandt sind.Katalog der Wandmalereien in den Kirchen und Kapellen Baden-Württemberg’s von der ottonischen Zeit bis zur Renaissance, von Dipl.-Ing. Klaus Klünder und Christa Regina Klünder - hier: ausführliche Bildbeschreibung Der 2,4 Meter hohe Fries an der Nord-, Ost- und Südwand stammt aus der Zeit um 1070/80. Die stilistische Verwandtschaft mit den Wandmalereien in St. Georg (Reichenau-Oberzell) ist unverkennbar. Die Bildsprache in Burgfelden übertrifft diese jedoch in ihrer Lebhaftigkeit.

Die dramatische Darstellung des Jüngsten Gerichts an der Ostwand wird an der Nordseite flankiert von der Parabel vom Barmherzigen Samariter. Die Südwand zeigt den Kampf des Erzengels Michael mit dem Drachen. In einem weiteren Fresko geleitet er die Seligen in den Himmel.

Literatur Georg Scheja: St. Michael Burgfelden (Große Baudenkmäler, Heft 177). 2. Auflage, München/Berlin 1981 Dörthe Jakobs: Michaelskirche Burgfelden. (Hrsg.) Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, Beuroner Kunstverlag Josef Fink, Beuron 2004. ISBN 3-89870-196-4. Michaelskirche Burgfelden. In: Heft 1 der Reihe Kulturdenkmale in Baden-Württemberg. (Hrsg.) Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, Esslingen am Neckar 2004.

Einzelnachweise

Weblinks

Beschreibung auf Förderverein Burgfelden e. V. Konservatorenbericht über die Konservierung und Restaurierung der Wandmalereien (11. Jh.)

Michael Kategorie:Romanische Kirche StMichaelskirche Burgfelden Albstadt StMichaelskirche Burgfelden Burgfelden Kategorie:Bauwerk der Romanik in Baden-Württemberg Kategorie:Sakralbau auf der Schwäbischen Alb Kategorie:Romanische Wandmalerei Kategorie:Kirchengebäude in Europa