Mihal „Lakja“ Gjika (* 3. Januar 1947 in Elbasan) ist ein ehemaliger albanischer Fußballspieler.

Karriere Verein Von Mihals acht Geschwistern spielten fast alle ebenfalls Fußball – nur die Schwester war Basketballspielerin. An der Spartakiade der Pioniere 1960 in Durrës spielte er für die Mannschaft seiner Heimatstadt Elbasan. In der Folge gehörte er einer Jugendmannschaft an. Ab 1964 spielte Gjika gelegentlich in der ersten Mannschaft von Labinot Elbasan. Ab 1966 war Gjika Teil einer nationalen Jugendauswahl, mit der er in China an einem Freundschaftsturnier teilnahm.

Gjika spielte ab 1968 bei FK Partizani Tirana. Für die Mannschaft des Verteidigungsministeriums spielte er auch international, so 1968 im Europapokal der Pokalsieger gegen AC Turin. 1968 gewann er mit Partizani auch den Pokal. Bei einer Meisterschaftspartie gegen Labinoti Elbasan im Jahr 1968 spielte er gegen seine Zwillingsbrüder Dhimitër und Petrit Gjika.

1969 im Dezember oder im Sommer 1972 wechselte er zurück zu Labinoti Elbasan, wo er teilweise zusammen mit seinen Zwillingsbürdern spielte und Mannschaftskapitän war. Der Mannschaft gelang 1975 den Sieg des Pokals, obwohl im staatlich gesteuerten Staat fast immer die Mannschaften aus der Hauptstadt dominierten. 1976 zog er sich in einem Spiel gegen Vllaznia Shkodra nach einem Foul einen doppelten Beinbruch zu. Eine – nach eigener Einschätzung „ungerechtfertigte“ – Strafe des Verbands führte dazu, dass er später nie mehr spielen sollte.

Nationalmannschaft Von 1971 bis 1973 war Gjika Mitglied der albanischen Nationalmannschaft und absolvierte insgesamt zwölf Länderspiele, mitunter 1971 gegen die deutsche Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation und 1973 in der WM-Qualifikation gegen die DDR, gegen die er sogar ein Tor erzielte.

Würdigung Mihal Gjika wird zu den Größen des Elbasaner Fußballs gezählt. Mehrere westliche Klubs wollten ihn angeblich bei internationalen Partieren abwerben – aber ein Auslandsengagement war damals im kommunistischen Albanien nicht möglich. Der Albanische Fußballverband würdigte ihn als „Legende des albanischen Fußballs“.

2021 wurde Mihal Gjika vom Staatspräsidenten Ilir Meta mit dem Titel „Mjeshtër i madh“ (Großmeister) ausgezeichnet.

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Einzelnachweise

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