Dschangylsynsat Turganbajewa () ist eine kirgisische Unternehmerin, Museumsmanagerin und Leiterin des Ethnokomplexes Supara in Bischkek. Im Jahr 2024 wurde sie in die BBC-Liste 100 Women aufgenommen.

Leben Turganbajewa studierte ab Ende der 1980er-Jahre Geschichte an der Jusup-Balasagyn-Nationaluniversität in Bischkek. Als Studentin engagierte sie sich im Umfeld der aufkommenden Demokratiebewegungen und lernte 1990 den späteren Unternehmer Tabaldy Egemberdijew kennen. Sie ist die Witwe des 2015 verstorbenen Shoro-Gründers Egemberdijew. 2020 stellte ein Videoporträt der Vereinten Nationen sie als erfolgreiche Unternehmerin vor.

Wirken Turganbajewa ist Leiterin des Ethnokomplexes Supara in Bischkek und verantwortet dessen inhaltliche Ausrichtung als lebendiges Museum der kirgisischen Kultur. Der Standort Supara Kok-Jar bestand 2021 bereits seit zwölf Jahren, Supara Chunkurchak seit sieben Jahren; zudem wurde auf dem Gelände ein Miniaturmuseum eröffnet. Sie arbeitet dabei zur Bewahrung traditioneller Materialien, Formen und Interieurs mit dem Handwerk zusammen. Über die Museumsarbeit hinaus setzt sie sich philanthropisch für den Schutz der kirgisischen Literatur ein, insbesondere des UNESCO-gelisteten Epos Manas, und unterstützt manaschys. Im Oktober 2023 präsentierte sie an der Türkisch-Kirgisischen Manas-Universität eine Gedenk-Buchveranstaltung zu Tabaldy Egemberdijew. Für ihre Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung des Kulturerbes wurde Turganbajewa im Dezember 2024 in der Kategorie „Kultur und Bildung“ in die BBC-Liste 100 Women aufgenommen.

Einzelnachweise

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