mini|Cranachstraße 38 mini|Richard-Wagner-Straße 18 Die Cranachstraße 38/Richard-Wagner-Straße 18 ist ein Doppelwohnhaus im Reformstil in der Westvorstadt von Weimar.

Geschichte Das Doppelmiethaus wurde im Auftrag des Rentiers August Schmidt 1910/11 nach dem Entwurf des Architekten Rudolf Lenke erbaut. Zur Bauzeit hieß die Richard-Wagner-Straße Grunstedter Straße.Gitta Günther, Rainer Wagner: Weimar. Straßennamen. RhinoVerlag, Ilmenau 2012, S. 114. ISBN 978-3-939399-49-0 Die dreigeschossige Baugruppe besitzt ein Mansardwalmdach und wurde im Keller- und Erdgeschoss aus Bruch- bzw. Backstein, in den darüberliegenden Geschossen aus Holzfachwerk mit Vorlagemauerwerk errichtet. Sie steht an der Kreuzung von Cranachstraße und Richard-Wagner-Straße und ist von ersterer um die Breite des Vorgartens zurückgesetzt. Sie besitzt eine städtebaulich exponierte Lage, die wiederum die Verteilung der plastischen Gewichte an den Fassade bestimmt. So sind die beiden Risalite von Haus Cranachstraße 38 von der Kreuzung aus betrachtet symmetrisch zu dem polygonalen Erker an der Südostecke angeordnet. An der zur Cranachstraße weisenden Südseite werden Risalit und Erker durch Balkone miteinander verbunden. Beim Haus Richard-Wagner-Straße 18 wiederum ist die in den Obergeschossen fünfachsige Straßenfassade durch einen zweiachsigen giebelbekrönten Risaliten bereichert. Ein Erker in der südlichen Außenachse setzt einen weiteren Akzent, welchem ursprünglich Balkone in der nördlichen entsprachen. Die Putzflächen sind dezent mit neoklassizistischen Elementen wie z. B. laufendem Hund und Tuchgebinden verziert. Zur bauzeitlichen Ausstattung gehören u. a. Wandpaneele und bleiverglaste Fenster in den Treppenhäusern, die zweiläufigen Holztreppen mit Wendepodesten und Stabgeländern, sämtliche Innentüren und die Stuckdecken in den Haupträumen.Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile, E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 697. In der Cranachstraße 38 wohnte u. a. Carl Schüddekopf.Minerva: Jahrbuch der gelehrten Welt, 1913, S. 1513 Wohnhaft war laut dem Weimarer Adressbuch von 1912 auch der Dramaturg und Oberregisseur Paul Linsemann.Weimarer Adressbuch 1912, Abt. V, S. 168. Linsemann wurde 1912 vom Weimarer Hoftheater nach Wiesbaden verpflichtet.Bühne und Welt, 1912, S. 170. Im Haus Grunstedter Straße 18 wiederum waren laut dem Weimarer Adressbuch von 1912 wohnhaft der Architekt Lenke und der Kapellmeister Reh-Caliga und mehrere gleichnamige Gesangslehrerinnen. Lenke ist auch als Eigentümer eingetragen.Weimarer Adressbuch 1912, Abt. V, S. 188.

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Einzelnachweise

Kategorie:Wohngebäude in Weimar Kategorie:Kulturdenkmal in Weimar