Jean Monestier (geboren am 23. November 1855 in Montpellier; gestorben am 11. April 1925 in Paris) war ein französischer Ingenieur für Brückenbau und Politiker der Dritten Republik.Siehe Biographie dictionnaire des parlementaires français de 1889 à 1940 von Jean Jolly im Weblink der Assemblée nationale

Leben Jean Monestier stammte aus einer republikanischen Familie aus dem Département Lozère, die bereits in der französischen Revolution eine Rolle gespielt hatte. Nach seiner Ausbildung am Gymnasium in Montpellier trat er im Alter von 17 Jahren in die École polytechnique ein und schloss sie zwei Jahre später im Corps des ponts et chaussées (Brücken- und Straßenbaukorps) ab. Als Ingenieur war er u. a. 1877 am Bau der Eisenbahnlinie von Millau nach Le Vigan im Département Gard beteiligt, was ihm zunächst das Ritterkreuz der Ehrenlegion (später wurde er Kommandeur) und den Rang eines Chefingenieurs für Brücken- und Straßenbau einbrachte. Von 1893 bis 1896 war er als Kontrolleur der Compagnie d’Orléans tätig.

Bereits als junger Mann wurde er zum Generalrat des Lozère gewählt (dessen Präsident er später für einige Jahre war). 1896 zog er in den Senat ein, dem er als Mitglied der radikalsozialistischen Fraktion bis 1906 angehörte. In dieser Zeit war er kurzzeitig Minister für öffentliche Arbeiten im 5. Kabinett von Charles Dupuy.

1910 wurde er zum Abgeordneten gewählt; der Kammer gehörte er bis 1919 an. Dort war er Teil der Fraktion der Gauche radicale.

Im Ersten Weltkrieg diente er als Oberst des Pionierwesens im verschanzten Lager von Paris. Zu seinen Ehren wurde in Florac eine Bronzebüste errichtet, die jedoch 1942 im Zuge der Beschlagnahmung von Nichteisenmetallen zerstört wurde.

Weblinks

Einzelnachweise

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