Petta Frederik (auch Frederic und Frederick; * 6. Dezember 1913 als Andrea Lotte Catrin Fröhlich in Berlin; † 10. Mai 1981 in Paris) war eine deutsche Schauspielerin.
Leben und Wirken Über das Leben der geborenen Andrea Fröhlich liegen nur wenige Informationen vor. Die Tochter des Kunstmalers und Antiquitätenhändlers Max Fröhlich und seiner Frau, der Modistin Charlotte geb. Dieckmann,Landesarchiv Berlin, Geburtsregister Standesamt Berlin III, Nr. 19/1914 (vgl. Namensverzeichnis zum Geburtsregister 1914; PDF; 25 MB). wurde als 15-Jährige von Wilhelm Dieterle für die weibliche Hauptrolle in seiner Ganghofer-Adaption Das Schweigen im Walde, einem der letzten deutschen Stummfilme, verpflichtet und verkörperte hierin als Kontrapunkt zur mondänen Rina Marsa einen Frauentypus, der in der Presse als „die Gotische, die weiße Reiterin, die Böcklinsche Wald-Vision“ charakterisiert wurde.Münchner Neueste Nachrichten, 6. November 1929; zitiert nach Gero Gandert (Hrsg.): Der Film der Weimarer Republik – 1929. Ein Handbuch der zeitgenössischen Kritik. Walter de Gruyter, Berlin 1993, ISBN 978-3-11-085261-5, S. 586. Nach diesem fulminanten Einstand spielte die blonde Berlinerin, die sich für ihre Filmlaufbahn den Künstlernamen Petta Frederik zugelegt hatte, nur noch in drei weiteren Produktionen mit, in denen sie sich bereits mit Nebenrollen begnügen musste. Bald nach Anbruch der Tonfilmära war ihre Karriere gänzlich beendet. Über etwaige künstlerische Aktivitäten in späteren Jahren ist nichts bekannt.
Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung von 1933 emigrierte Petta Frederik, die bei der Reichsfilmkammer als „vermutlich nichtarisch“ gelistet war (ihr Vater galt nach NS-Definition als „Halbjude“), gegen Ende der 1930er-Jahre nach Paris. Dort war sie mit dem Filmverleiher Boris Janovski verheiratet, der schon in Berlin einen Filmvertrieb geleitet hatte und sich auch in Frankreich in der Zelluloidbranche betätigte. 1947 erhielten beide die französische Staatsbürgerschaft.Journal officiel de la République française, 14. September 1947, S. 9205 (online bei Gallica). Die ehemalige Schauspielerin starb als Andréa Janovski 1981 in ihrer französischen Wahlheimat.Archives de Paris, Actes de décès du 7e arrondissement, Nr. 454/1981 (online, Bild 10).
Filmografie 1929: Das Schweigen im Walde 1929: Geheimpolizisten 1930: Der Schuß im Tonfilmatelier 1930: Namensheirat
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Einzelnachweise
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