Die Wahl zum Repräsentantenhaus in Nepal 2026 fand am 5. März 2026 statt. Es wurden 275 Abgeordnete gewählt. Die Neuwahlen wurden ausgerufen, nachdem Proteste in Nepal 2025 erfolgreich die vorherige Regierung unter Khadga Prasad Oli zum Rücktritt gebracht hatten. Die Gen-Z-Proteste hatten vor allem die Korruption seiner Regierung kritisiert.
Die Wahl lief zum großen Teil friedlich ab. Die progressive Antikorruptionspartei RSP gewann die Wahl deutlich. Mit ihr erreichte zum ersten Mal seit 1999 eine Partei im Repräsentantenhaus die absolute Mehrheit. Damit wird es erneut zu einem Regierungswechsel kommen. Seit der Demokratisierung der vorherigen Monarchie Nepal 2008 hatte es bereits mehrere Machtwechsel gegeben. Neuer Premierminister wurde der Spitzenkandidat der RSP Balen Shah, einem Rapper und bisherigen Bürgermeister der Hauptstadt Kathmandu.
Ausgangslage Wegen der Proteste 2025 wurde am 12. September das Repräsentantenhaus aufgelöst, und Sushila Karki als Interimspremierministerin eingesetzt. Präsident Ram Chandra Paudel kündigte für den 5. März 2026 Neuwahlen an.
Wahlrecht Das Repräsentantenhaus besteht aus 275 Abgeordneten, die für fünf Jahre gewählt werden. 165 davon werden durch Einerwahlkreise per relativer Mehrheitswahl gewählt und die anderen 110 durch Verhältniswahl mit einer 3-%-Sperrklausel.
Vorheriges Parlament ParteiSitze vor AuflösungNepalesische KongressparteiKommunistische Partei Nepals(Vereinigte Marxisten-Leninisten)Kommunistische Partei Nepals(Maoistisches Zentrum)Rastriya-Swatantra-ParteiRastriya Prajatantra ParteiSozialistische VolksparteiJanamat ParteiSozialistische Volkspartei, NepalNagarik Unmukti ParteiLoktantrik Samajwadi PartyNepalische Arbeiter- und BauernparteiRastriya JanamorchaAam Janata Party
Ergebnis mini|300px|Ergebniskarte der Repräsentantenhauswahl Angetreten sind insgesamt 68 Parteien. Schon erste Hochrechnungen deuteten auf einen deutlichen Gewinn der RSP hin. Die Auszählungen erstreckten sich über einige Tage. Am 11. März waren 98 % der Stimmen ausgezählt. Die RSP gewann die absolute Mehrheit.
Die Wahlkommission Nepals teilte eine Wahlbeteiligung von etwa 58 % mit, die niedrigste seit 1991.
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