Markertsgrün ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Rauhenebrach im Landkreis Haßberge (Unterfranken, Bayern). Markertsgrün liegt in der Gemarkung Fürnbach.
Geografie Die Einöde liegt in einer kleinen Rodungsinsel des Markertsgrüner Forstes. Ein Anliegerweg führt unmittelbar nördlich zur Kreisstraße HAS 26, die nach Fatschenbrunn (1,4 km nordwestlich) bzw. nach Hummelmarter verläuft (1,9 km östlich).
Geschichte Der Ortsname bedeutet „zu der Rodung des Mackert“. Das Grundwort -grün für Rodung ist in Unterfranken eigentlich unüblich. In Markertsgrün gab es bis ins 20. Jahrhundert hinein ein Forsthaus.P. Schneider: Steigerwald, S. 132.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Markertsgrün aus einem Anwesen. Das Hochgericht war strittig zwischen dem bambergischen Cent Burgebrach und dem würzburgischen Cent Donnersdorf. Die Grundherrschaft über den Hof hatte das würzburgische Amt Prölsdorf.A. Tittmann: Haßfurt, S. 505.
Im Jahre 1802 kam Markertsgrün an das Kurfürstentum Bayern, von 1806 bis 1814 gehörte es zum Großherzogtum Würzburg. 1814 wurde dieses in das Königreich Bayern einverleibt. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Markertsgrün der Ruralgemeinde Theinheim zugewiesen. 1830 erfolgte die Umgemeindung nach Fürnbach.A. Tittmann: Haßfurt, S. 577. Am 1. Juli 1972 wurde Markertsgrün im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die neu gebildete Gemeinde Rauhenebrach eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1811 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2024Einwohner 9 10 12 11 8 9 11 7 6 3 2HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 2 2 2 2 2 2 2 Quelle
Religion Markertsgrün ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Laurentius (Oberschleichach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Haßberge Kategorie:Geographie (Rauhenebrach)