Benzododeciniumchlorid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der quartären Ammoniumverbindungen. Die Verbindung gehört zur Gruppe der gewerblich bedeutenden Alkyl(C8–C18)-dimethylbenzylammoniumchloriden, die meist als Gemisch vorliegen und als Benzalkoniumchlorid(e) (BAC) bezeichnet werden.

Eigenschaften Benzododeciniumchlorid ist ein weißes bis gelbliches, brennbares, schwer entzündbares, amorphes Pulver oder gallertartige Stücke mit aromatischem Geruch, die wenig löslich in Wasser sind.

Verwendung Benzododeciniumchlorid ist ein kationisches Tensid. Es kann als Korrosionsinhibitor und als Modell für Benzyltrialkylammoniumsalze, um den thermischen Abbauweg von Benzyl-QACs zu untersuchen, verwendet werden. Weiterhin kann es als Desinfektionsmittel, Keimtötungsmittel, Bakterizid, Fungizid und Antistatikum eingesetzt werden. In den 1930er Jahren berichtete der deutsche Bakteriologe Gerhard Domagk über Benzododeciniumchlorid und wies darauf hin, dass die Zugabe einer aliphatischen Kette zur Kernstruktur die antibakterielle Wirkung verbessert. Bald nach seiner Entdeckung wurden Varianten von BAC, die sich in der Länge der Alkylkette am quaternären Stickstoffatom unterschieden, unter dem gemeinsamen Namen „Zephirol“ vermarktet, das hauptsächlich als Desinfektionsmittel für Oberflächen und Hände in Krankenhäusern verwendet wurde.

Einzelnachweise

Kategorie:Chlorid Kategorie:Benzylverbindung Kategorie:Quartäre Ammoniumverbindung