Jürgen Meister (Künstlername Der Meister; * 29. September 1953 in Gudensberg) ist ein deutscher Künstler, Kunstberater und Kunstvermittler.

Leben Jürgen Meister wurde am 29. September 1953 im nordhessischen Gudensberg bei Fritzlar geboren. Im Jahr 1969 nahm Meister mit 16 Jahren eine Lehre zum Schriftsetzer in der nordrhein-westfälischen Stadt Duisburg auf. Diese schloss er 1972 ab. Der Ausbildung schloss sich zwischen 1976 und 1981 ein Studium an der Fachhochschule Köln an. Dabei gehörte der Maler Karl Marx zu seinen Lehrern.Niederrhein-Kunst: Porträt: Jürgen Meister, abgerufen am 13. Dezember 2025.

Bereits im Jahr 1980 gelang es Meister ein eigenes Atelier in Düsseldorf zu eröffnen, er wurde Stipendiat des „Künstlerbahnhofes Ebernburg“ und gewann den Preis der Aktion „Kunstblatt“ der Rheinischen Post. Ab 1983 war er als künstlerischer Berater einer Düsseldorfer Künstlerfarben- und Maltuchfabrik tätig. Seit 2021 arbeitet er in derselben Position für das italienische Unternehmen F.I.L.A. Im Jahr 1984 wurde Jürgen Meister Mitglied der Duisburger Künstlervereinigung Sezession. Meister wurde im Jahr 1990 mit dem 2. Preis der „Murale“ im italienischen Lido di Jesolo ausgezeichnet.

1995 zog Meister nach Grevenbroich. Zunächst unterhielt er hier ein Atelier im Stadtteil Neukirchen. Zwischen 2001 und 2021 folgte ein Atelier- und Ausstellungshaus im Stadtteil Kapellen. Anschließend zog Meister in den Lübecker Stadtteil Travemünde.Erft-Kurier: Jürgen Meister überlässt der Stadt Grevenbroich Kunstwerke, Erft-Kurier (2021), abgerufen am 13. Dezember 2025. Neben seiner Tätigkeit als Berater wirkte er immer wieder als Kunstvermittler und organisiert Maler- und Bildhauerkurse.

Mediale Aufmerksamkeit erhielt Meister im Jahr 2010 mit seinem Entwurf für das Mahnmal für die Opfer der Loveparade-Katastrophe in Duisburg. Als bekannt wurde, dass er einen Entwurf von einer Bildagentur genutzt hatte, verlor er den Auftrag.WDR: Krach um Loveparade-Mahnmal, WDR (2010), abgerufen am 13. Dezember 2025.Welt: Emotional tief getroffen, WELT (2010), abgerufen am 13. Dezember 2025.

Werke (Auswahl) Insbesondere die frühen Arbeiten des Künstlers sind eng mit der Ausbildung zum Schriftsetzer verbunden. Meister adaptiert Frühformen der Schriftentwicklung in seinen Arbeiten und entwickelt sie weiter. Der Kunsthistoriker Gottlieb Leinz schrieb über die Arbeiten Meisters: „Dieser Versuch zur Systematik, der nicht auf die Vielfalt und Offenheit der Dinge verzichtete, führte Meister zur Struktur der Zeichen und zur Bilderschrift.“ Immer wieder schuf Meister auch Kunstwerke im öffentlichen Raum. Einzelne seiner Arbeiten sind heute im Besitz der Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, der Stadt Düsseldorf, der Samtgemeinde Eschede und des Lehmbruck-Museums Duisburg. mini|„Kommen + gehen“, Eschede Einzelausstellungen 1980, Künstlerbahnhof Ebernburg, Bad Münster am Stein-Ebernburg 1989, Städtische Galerie Duisburg, Duisburg 1992, Cubus-Kunsthalle, Duisburg 1995, 2003, Lehmbruck-Museums, Duisburg 1995, Städtische Galerie, Lünen 2000, Alte Synagoge, Essen 2001, Atelierhaus Goldstraße, Duisburg 2012, Museum Auerbach, Auerbach 2013, Haus Hartmann, Grevenbroich 2017, Kunstvitrine, Botanischer Garten Duissern, Duisburg

Arbeiten im öffentlichen Raum „Arkanum“, Düsseldorf (zerstört) „virus sprich wairis I“, Stahl, Kupfer, Eschede (verschollen) „kommen + gehen“, Eiche, Findling, Eschede, Bahnhofsvorplatz „kommen + gehen“, Stahl, Findling, mikas GmbH & Co. KG, Grevenbroich-Kapellen „kommen + gehen“, Stahl-Stelen, Duisburg-Neumühl, Ausfahrt A 46Gregor Herberhold: Kunst bringt Farbe an Straßenkreuzung in Duisburg-Neumühl, WAZ (2013), abgerufen am 13. Dezember 2025. „kommen + gehen (perpetuellerZirkel)“, Lübeck-Travemünde „virus sprich wairis II (extended)“, Stahl, Findling, Apfelholz, Skulpturenpark Konrad Beikircher, Bonn-Bad Godesberg „molekulare Vase“, Stahl, Gletscherpebbels, Lübeck-TravemündeKulturserver NRW: Der Meister, abgerufen am 13. Dezember 2025.

Literatur Susanne Schulten: Ach Duisburg, wo sind deine Künstler?. In: Duisburger Jahrbuch 2010. Mercator-Verlag, Duisburg 2010, ISBN 978-3-87463-449-6. S. 198–202.

Weblinks

Offizielle Website als Künstler Offizielle Website als Kunstvermittler Duisburger Sezession: Jürgen Meister

Einzelnachweise

Kategorie:Maler (Nordrhein-Westfalen) Kategorie:Bildhauer (Nordrhein-Westfalen) Kategorie:Bildhauer (Duisburg) Kategorie:Person (Grevenbroich) Kategorie:Geboren 1953 Kategorie:Deutscher Kategorie:Mann