Die Federwischmühle ist eine ehemalige Wassermühle am Lottenbach in Weimar.
Geschichte Sie wurde laut Axel Stefek 1410 als Fedirwuschmol ersterwähnt.Axel Stefek (Hrsg.): Energie in Weimar: Vom Mittelalter bis in die Neuere Zeit (= Energiegeschichte der Stadt Weimar. Bd. 1). Hrsg. von der Stadtwerke Weimar Stadtversorgungs-GmbH durch Axel Stefek. Weimar 2016, S. 119 und S. 135 Anm. 36. und 1875 stillgelegt und abgerissen. An ihrem Standort wurde der Sophienstiftsplatz angelegt, nachdem die Mühle mehrere Besitzerwechsel erlebte und dann 1875 vom Rat der Stadt Weimar von der Familie Große gekauft wurde. In der Nähe der Mühle befand sich das von Anton Georg Hauptmann errichtete alte Arbeitshaus. Einer anderen Quelle zufolge wurde sie 1426 erstmals erwähnt, und zwar im Roten Buch von Weimar als "Waidmole an dem Botelsberge". Das Mühlengelände umfasste 766 Ruten (5 Acker) vor dem Erfurter Tor.Art. Federwischmühle, in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 116. Die Quelle für die Größenangabe ist laut Fritz Fink das Grundbuch von 1737.Fritz Fink: Neue Beiträge zur Geschichte der Stadt Weimar, Hft. 1. 1938, S. 112. Die Federwischmühle ging in den Weimarer Sagenschatz ein. In einem Betrag von Carolin Eberhardt zur Federwischmühle heißt es u. a.: "Die Überlieferung erzählt zunächst von einem Müller, der, eigentümlicher Weise, darauf bestand, dass jeder seiner Mahlgäste aus den umliegenden Ortschaften Weimars, welcher in die Mühle gekommen sei, etliche Gänseflügel zum Reinigen der Mühle mitbringen und diese dann nach Gebrauch auch dort zurücklassen musste. Die als Federwische bezeichneten Flügel stapelten sich folglich alsbald vor der Mühle und gaben dieser ihren eigentümlichen Namen."Carolin Eberhardt: Die Federwischmühle auf Weimar-Lese Das ist allerdings reine Legende.
Das einzige Foto wurde um 1870 von Wilhelm Hartan aufgenommen.Axel Stefek (Hrsg.): Energie in Weimar: Vom Mittelalter bis in die Neuere Zeit (= Energiegeschichte der Stadt Weimar. Bd. 1). Hrsg. von der Stadtwerke Weimar Stadtversorgungs-GmbH durch Axel Stefek. Weimar 2016, S. 118.Federwischmühle auf Zeitsprung.animaux.de Es hat sich zudem eine Zeichnung erhalten.Federwischmühle auf fotoarchiv.weimar.de Die Federwischmühle hatte ihren Namen von ihrem Besitzer Clavis Vederwusch her. Im Jahre 1435 wird sie als "Federwuschmullen" erwähnt.Art. Federwischmühle, in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 116. Ursprünglich war die Getreidemühle eine Waidmühle, wie den alten Benennungen zu entnehmen ist.
Einzelnachweise
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