mini|hochkant|Yafang Cheng Yafang Cheng (* 1979)Direktoren und wissenschaftliche Mitglieder von 1997 bis heute. In: mpic.de. Abgerufen am 4. Januar 2026. ist eine Aerosolforscherin und seit 2024 Direktorin der Abteilung für Aerosolchemie am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz.

Biografie Cheng erwarb 2001 einen Bachelor of Science an der Wuhan University und promovierte anschließend bis 2007 in Atmospheric Sciences an der Peking-Universität. Während dieser Zeit war sie von 2004 bis 2007 als Austauschstudentin am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung in Leipzig. Als Post-Doc war sie 2007 bis 2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin wieder am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung und von 2009 bis 2011 an der University of Iowa. Von 2011 bis 2013 war sie „100 Talent“-Professor an der Peking-University. Ab 2013 war sie Gastwissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz und übernahm dort ab 2014 die Leitung der unabhängigen Minerva-Forschungsgruppe „Aerosols, Air Quality & Climate“. Parallel war sie von 2014 bis 2017 Gastprofessor an der Chinesischen Universität für Wissenschaft und Technik in Hefei.

Seit September 2024 ist sie Direktorin der neu geschaffenen Abteilung für Aerosolchemie am Max-Planck-Institut für Chemie und wurde zum Wissenschaftlichen Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft ernannt. Sie ist die erste Frau in der Rolle eines Direktors am MPI für Chemie.

Seit 2023 ist sie Chefredakteurin des Journal of Geophysical Research: Atmospheres.

Forschungsschwerpunkte Cheng betreibt Grundlagenforschung im Bereich der Aerosolchemie zu atmosphärischen Aerosolen und deren Auswirkungen auf Luftqualität, Klima und Pandemie. Sie kombiniert dabei Theorien, Modelle und experimentelle Methoden. Ihre interdisziplinären Ansätze haben neue Forschungsrichtungen in den Atmosphären- und Klimawissenschaften angestoßen.

Zu ihren meist rezipierten Studien gehört die Entdeckung neuer Wege und Theorien der reaktiven Stickstoffchemie und der Rolle von säurehaltigen Aerosolen und deren Einfluss auf die Bildung von Dunst. Sie hat zum grundlegenden Verständnis der Thermodynamik und molekularen Dynamik von Phasenübergängen in übersättigten Nanopartikeln beigetragen sowie zu deren Auswirkungen in der Umwelt. Ihre Arbeiten zeigen, wie ein verbessertes physikalisch-chemisches Verständnis dazu beitragen kann, kosteneffiziente Kontrollstrategien zur Kontrolle von Luftverschmutzung und für den Klimaschutz zu entwickeln. Auch zum Verständnis der Aerosolübertragung von COVID-19 trugen ihre Arbeiten bei, insbesondere zum Durchbruch bei der Erklärung, wie Masken die Aerosolübertragung von SARS-CoV-2 begrenzen und zur Eindämmung der Pandemie genutzt werden können.

Auszeichnungen und Ehrungen 2014: Minerva-Programm der Max-Planck-Gesellschaft 2020: Schmauss Award der Gesellschaft für Aerosolforschung 2020: Ascent Award der American Geophysical Union 2021: Science Breakthroughs of the Year 2021 in Physical Sciences, Falling Walls Foundation 2022: Joanne Simpson Medal for Mid-Career Scientists der American Geophysical Union 2022: Aufnahme in die Academia Europaea 2023: Member der American Association of the Advancement of Science (AAAS) 2025: Copernicus-Medaille der Copernicus Gesellschafthttps://www.copernicus.org/news_and_press/2025-02-12_yafang-cheng-awarded-copernicus-medal-2025.html

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Einzelnachweise

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