mini|hochkant|Wappen derer von Ruespe im Wappenbuch des Westfälischen Adels mini|hochkant|Schloss Brüninghausen mini|hochkant|Mühle des Schlosses Brüninghausen Rüspe (auch Ruespe, Reuspe, Ruispe o. ä.) ist der Name eines erloschenen westfälischen Adelsgeschlechts.
Geschichte Das Geschlecht stammt aus der Grafschaft Mark und hatte seinen namensgebenden Stammsitz im sauerländischen Rüspe, heute ein Ortsteil von Kirchhundem im Kreis Olpe. Später saß es zu Schloss Brüninghausen (Turmgut ab ca. 1400; Mühlengut ab 1519; bis 1622) im heutigen Plettenberg-Ohle im Märkischen Kreis und Gut Böckeloh (urkundlich 1538–1641) im heutigen Bauckloh, einem Ortsteil von Werdohl.Spießen (1901–1903), S. 108.Ledebur (1856), S. 326.Kneschke (1867), S. 620.
Die Familie erscheint urkundlich erstmals 1312 mit der Erwähnung von Conrad de Rüspe im Soester Bürgerbuch.Michael Flöer: Die Ortsnamen des Kreises Olpe. Bielefeld 2014. S. 208. Im Mannbuch der Herren von Bicken werden 1344 Conrad von Rüspe und sein Bruder Frederich erwähnt. 1353 bis 1411 treten die Herren von Rüspe verschiedene Male als Zeugen und Siegler in Wittgensteiner Urkunden auf. Anfang des 15. Jahrhunderts verlegte das Geschlecht seinen Wohnsitz von Rüspe nach Haus Brünninghausen bei Ohle, erscheint aber noch bis ins 17. Jahrhundert.Heinz Hechmann: Rüspe. Zur Geschichte eines südsauerländischen Grenzdorfes. Erndtebrück/Röspe 2007. S. 12–13. Um 1650 ist die Familie im Mannesstamm erloschen.
Stammfolge Folgende Stammfolge ist überliefert:Fahne (1858), S. 345.
Wappen Blasonierung: In Blau zwei goldene ins Andreaskreuz gestellte Hakenlanzen, zwischen denselben in den Winkeln je drei goldene Steine, einer nach innen, zwei nach außen. Auf dem blau-golden bewulsteten Helm mit blau-goldenen Helmdecken die zwei gekreuzten Lanzen zwischen einem offenen blauen Flug.
Literatur Anton Fahne: Geschichte der Westphälischen Geschlechter unter besonderer Berücksichtigung ihrer Uebersiedelung nach Preußen, Curland und Liefland, mit fast 1200 Wappen und mehr als 1300 Familien, Heberle, Köln 1858, S. 345 (Google Bücher). Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 7: Ossa–Ryssel, Leipzig 1867, S. 620 (Google Bücher). Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 2: L–S, Berlin 1856, S. 326 (digitale-sammlungen.de). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 108 (hhu.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfl. 270 (hhu.de). Johann Dietrich von Steinen: Westphälische Geschichte mit vielen Kupfern, 4ter Theil, Lemgo 1760, S. 518 ff. (Google Bücher).
Einzelnachweise
Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht Kategorie:Stammliste