mini|Filialkirche St. Bartholomäus und St. Wendelin
Falsbrunn ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Rauhenebrach im Landkreis Haßberge (Unterfranken, Bayern). Die Gemarkung Falsbrunn hat eine Fläche von 6,710 km². Sie ist in 421 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 15938,66 m² haben.
Geografie Das Kirchdorf liegt am linken Ufer der Rauhen Ebrach und ist unmittelbar von Acker- und Grünland umgeben. Die Kreisstraße HAS 29 führt nach Oberschwappach zur Staatsstraße 2274 führt entlang der Rauhen Ebrach nach Theinheim (1,1 km nordwestlich) bzw. nach Prölsdorf (2 km östlich). Die Kreisstraße HAS 24/BA 23 führt nach Kehlingsdorf (1,7 km südlich). Auf dem Weg dorthin steht die Kilianseiche, die seit 1935 als Naturdenkmal ausgezeichnet ist.
Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1278 als „Walsbrunnen“ bzw. als „Valsbrunnen“ erstmals schriftlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Walah.P. Schneider: Steigerwald, S. 149. Laut dieser Urkunde trat Ludwig von Windheim die Burg Schönbronn und Falsbrunn an das Hochstift Würzburg ab. Dieses verkaufte nur zwei Jahre später beides an das Hochstift Bamberg. Im 16. Jahrhundert bestand Falsbrunn aus 22 Anwesen. Das Hochgericht hatte das bambergische Centamt Burgebrach. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und Grundherrschaft übte das bambergische Amt Schönbrunn aus. Lediglich ein Anwesen unterstand abweichend in der Grundherrschaft dem Kloster Michelsberg.A. Tittmann: Haßfurt, S. 322. Der Boden galt als nicht sehr ergiebig, hauptsächlich wurde Hafer angebaut. Die Gemeinde besaß 2500 Morgen Waldgebiete und lebte hauptsächlich von Holzhandel und Verkauf von Pfählen und Brettern.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 119.
Im Jahre 1802 kam Falsbrunn an das Kurfürstentum Bayern, von 1806 bis 1814 gehörte es zum Großherzogtum Würzburg. 1814 wurde dieses in das Königreich Bayern einverleibt. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Falsbrunn. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Prölsdorf zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Prölsdorf. 1819 erfolgte die Überweisung an das neu gebildete Landgericht Eltmann und dem Rentamt Zeil (1919 in Finanzamt Zeil umbenannt). Ab 1862 war das neu gebildete Bezirksamt Haßfurt (1939 in Landkreis Haßfurt umbenannt) für die Verwaltung zuständig. Die Gerichtsbarkeit lag weiterhin beim Landgericht Eltmann (1880 in Amtsgericht Eltmann umbenannt, seit 1959 Amtsgericht Haßfurt).A. Tittmann: Haßfurt, S. 558f. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 6,676 km².
Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Falsbrunn im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die neugebildete Gemeinde Rauhenebrach eingegliedert.
Baudenkmäler In Falsbrunn gibt es acht Baudenkmäler: Katholische Filialkirche St. Bartholomäus und St. Wendelin Marienstatue auf Inschriftsockel Jagdgrenzstein Wegkapelle Friedhofskreuz und Steinkreuz zwei Bildstöcke
Einwohnerentwicklung Jahr 1799 1811 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900Einwohner 126 167 148 169 172 178 159 171 163 168 180 163 152 149HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1799 werden diese als Häuser bezeichnet und von 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 30 32 30 29 29 27 Quelle
Jahr 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987 2024Einwohner 151 156 150 155 158 151 175 189 173 128 132 122 86Häuser 27 27 27 29 Quelle
Religion Falsbrunn ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Barbara und St. Laurentius (Theinheim) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Haßberge Kategorie:Geographie (Rauhenebrach) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Haßberge) Kategorie:Ersterwähnung 1278 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1972 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Haßberge Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Ort an der Rauhen Ebrach