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Eschenau (unterfränkisch: Eschenä) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Knetzgau im Landkreis Haßberge (Unterfranken, Bayern). Die Gemarkung Eschenau hat eine Fläche von 2,390 km². Sie ist in 465 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5139,85 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Neuhaus.
Geografie Durch das Kirchdorf fließt der Eschenauer Mühlbach, ein Quellbach des Steinsfelder Mühlbaches. Im Osten wie auch im Süden ist der Ort vom Neuhauser Forst umgeben, die Teil des Steigerwaldes sind. Die Kreisstraße HAS 29 führt nach Oberschwappach zur Staatsstraße 2277 (1,6 km nordwestlich). Die Kreisstraße HAS 12 nach Westheim zur St 2277 (1,8 km nördlich) bzw. im Staatsforst Hundelshausen zur Kreisstraße SW 52 (2,8 km südlich).
Geschichte Der Ort wurde als Haufendorf angelegt und war mit Weiler- und Gewannflur umgeben. Die Kirche wurde 1303 schriftlich erwähnt,P. Schneider: Steigerwald, S. 404. der Ort dürfte im späten 8. Jahrhundert entstanden sein. Ursprünglicher Grundherr war wohl das Kloster Fulda. Ab 1365 waren die Herren von Bickenbach die Dorfherren; 1390 verkauften sie ihre Rechte und Ansprüche an die Herren von Fuchs.A. Tittmann: Haßfurt, S. 321.
Im 16. Jahrhundert bestand Eschenau aus 24 Anwesen. Das Hochgericht, sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft und Grundherrschaft über sämtliche Anwesen übten die Herren von Fuchs zu Bimbach aus.A. Tittmann: Haßfurt, S. 320. Neben Ackerbau, spielten auch Obst- und Weinbau eine große Rolle.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 83. Hiernach gab es 31 Haushalte.
Im Jahre 1804 kam Eschenau an das Kurfürstentum Bayern, von 1806 bis 1814 gehörte es zum Großherzogtum Würzburg. 1814 wurde dieses in das Königreich Bayern einverleibt. Im Rahmen des Zweiten Gemeindeedikts (1818) entstand die Ruralgemeinde Eschenau. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Haßfurt zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Haßfurt. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand der gesamte Ort von 1820 bis 1848 dem Patrimonialgericht Bimbach. Ab 1862 war das neu gebildete Bezirksamt Haßfurt (1939 in Landkreis Haßfurt umbenannt) für die Verwaltung zuständig und ab 1880 das Rentamt Zeil für die Finanzverwaltung (1919 in Finanzamt Zeil umbenannt). Die Gerichtsbarkeit lag weiterhin beim Landgericht Haßfurt (1880 in Amtsgericht Haßfurt umbenannt). Nach 1902 kam Neuhaus von der Gemeinde Knetzgau hinzu.A. Tittmann: Haßfurt, S. 557f. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 2,386 km².
Am 1. Juli 1974 wurde die Gemeinde Eschenau im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Knetzgau eingemeindet.
Baudenkmäler In Eschenau gibt es acht Baudenkmäler: Am Kirchberg 1: Ehemaliges Pfarrhaus mit Brunnenhaus Am Kirchberg 2: Dreifaltigkeitskirche August-Wacker-Straße 3: Torbogen Bergstraße 1: Wohnhaus Eulengasse 14: Ehemalige Mühle Gangolfsbergstraße 10: Ehemaliger Gasthof Steigerwald Gangolfsbergstraße 12: Rathaus Gangolfsbergstraße 13: Scheune
Einwohnerentwicklung Gemeinde Eschenau Jahr 1811 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 154 179 160 159 147 165 163 172 184 163 160 174 170 167 156 155 178 167 138 214 217 196 169 164HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 35 42 41 39 40 36 34 38 Quelle
Ort Eschenau Jahr 1811 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2008 2019Einwohner 154 125 163 163 170 173 212 164 164 178 180 202Häuser 34 42 41 39 35 33 37 53 Quelle
Religion Eschenau ist seit der Reformation evangelisch.lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Jakob (Westheim) gepfarrt. Seit 1584 war die Dreifaltigkeitskirche in Eschenau ein Vikariat, später eine Pfarrei, die seit den 1950er Jahren wieder mit der Pfarrei Westheim vereinigt ist.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Haßberge Kategorie:Geographie (Knetzgau) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Haßberge) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1974 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Haßberge Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)