Die Bornmühle war die letzte der vier Mühlen Weimars, die am Lottenbach lagen. Sie war zugleich die einzige Mühle, welche innerhalb der einstigen Stadtbefestigung Weimars lag.

Geschichte Die Bornmühle wurde 1378 erstmals erwähnt, 1829/1830 stillgelegt und schließlich 1833 abgerissenen. Ihr Name leitet sich von einem offenen Quellbrunn, dem Born ab. Der entspringt noch heute unterhalb der Kaufstraße 16.Art. Bornmühle, in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 50. Fritz Fink erwähnt die Kaufstraße 16 im Zusammenhang mit der alten Bornmühle.Fritz Fink: Alt-Weimar: das Weimar Goethes und seine Geschichte, 1932, S. 71. Das trifft indes wohl zu, denn die Rückansicht des Gebäudes, besser der erwähnte Neubau von 2000, wird laut Hans-Joachim Leithner als ein Standort der Bornquelle lokalisiert.Hans Joachim Leithner: Von Brunnenstuben, Röhrenfahrten und Wasserleitungen, den historischen und jüngeren Brunnen in Weimar, Hrsg. Hans-Joachim Leithner im Eigenverlag 2018, Gutenberg Druckerei Weimar (WeimarWissen 1, Der Weimarer Brunnenschatz), S. 88 f. Sicher ist, dass das Wasser der Bornquelle für den Betrieb der nicht mehr existenten Bornmühle genutzt wurde. Möglicherweise bezog die einst in der Nähe befindliche Badestube ihr Wasser auch aus dieser Quelle direkt. Das Wasser insgesamt, das für den Mühlenbetrieb notwendig war, lieferte der Lottenbach, kurz Lotte.Hannelore Henze, Ilse-Sibylle Stapff: Streifzüge durch das alte Weimar. Weimar 2004, S. 32 f. ISBN 3-86160-156-7 Das Wasser des Lottenbachs lief über eine hölzerne Rinne auf zwei oberschlächtige Wasserräder, die zwei Mahlgänge betrieben. Die Bornmühle wird schon im Roten Buch von Weimar erwähnt, was zugleich der Nachweis ihrer Existenz seit 1378 darstellt. Der Rat der Stadt Weimar kaufte die Mühle 1607, die sie jedoch nicht halten konnte und schließlich wieder an den Burgmüller, also dem Müller der Burgmühle verkaufte. Im 17. Jahrhundert entbrannte ein Streit um die Wasserrechte der Lotte zwischen dem Rat der Stadt und dem Besitzer der Mühle, der schließlich vor dem Herzog ausgetragen wurde. Die ständigen Probleme mit der Wasserverteilung der Lotte innerhalb der Stadt über mehrere Seitenarme, hauptsächlich zur Sicherstellung von genügend Löschwasser, brachten den Rat der Stadt schließlich zu dem Entschluss, die Mühle wieder in seinem Besitz zu bringen, was aber erst 1829 geschah. Die Mühle wurde 1830 stillgelegt, allerdings blieb der für die Trinkwasserversorgung bedeutsame Born noch lange Zeit für die Bevölkerung offen.Art. Bornmühle, in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 50. Abrufbar unter in Hinsicht auf die Bornmühle bemerkt Axel Stefek das Fehlen eines Mühlgrabens. Laut Stefek war die Mühle stets Getreidemühle.Axel Stefek (Hrsg.): Energie in Weimar: Vom Mittelalter bis in die Neuere Zeit (= Energiegeschichte der Stadt Weimar. Bd. 1). Hrsg. von der Stadtwerke Weimar Stadtversorgungs-GmbH durch Axel Stefek. Weimar 2016, S. 108 f. Auf einem Plan von 1818 bis 1822 von Johann Valentin Blaufuß ist die Bornmühle mit dem Besitzer „Krauße“ vermerkt.Reproduktion Plan Kaufstraße–Bornberg auf fotoarchiv.weimar.de Der Mühlenbesitzer wohnte demnach gleich am Bornberg im Haus nebenan.

Einzelnachweise

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