T-Link Lines di Navigazione S.p.A. war eine italienische Reederei mit Sitz in Palermo. Die Reederei betrieb ausschließlich die Route Genua Voltri–Palermo-Termini Imerese mit RoPax-Schiffen. Die Verbindung wurde subventioniert, weil sie zur Meeresautobahn gehörte und somit der Entlastung der Autobahnen diente. In den wenigen Jahren, in denen die Route betrieben wurde, transportierte die Fährgesellschaft 130.000 Fahrzeuge und 85.000 Passagiere. Das Ziel war es innerhalb von zwei Jahren einen Umsatz von 40 Millionen Euro zu erzielen.

Geschichte Die Reederei wurde 2008 gegründet.

Die damaligen Eigentumsverhältnisse waren wie folgt: 56 % Investmentfonds Cape-Regione siciliana 23 % Aelle Investimenti 15 % Caronte & Tourist 6 % Finanzgesellschaft Oxon Moby Lines kam erst später als Investor dazu.

Im April 2009 startete der Betrieb der Route.

Nach zwei erfolgreichen Jahren musste der Betrieb 2011 eingestellt werden. Gründe dafür waren der große Wettbewerb durch GNV(Grandi Navi Veloci), welche die Route Genua-Palermo schon seit 1993 betreibt und der steigende Kraftstoffpreis aufgrund der Libyschen Krise.

Im März 2012 ging das Unternehmen schließlich in Konkurs.

Im Januar 2021 wurden nach jahrelangen Gerichtsverhandlungen, wegen des Verdachts auf betrügerische Insolvenz, alle sechs Angeklagten freigesprochen.

Gerichtsverfahren Nach der Insolvenz wurden folgende Mitglieder der Geschäftsleitung beim Gericht von Palermo aufgrund der betrügerischen Insolvenz angeklagt:

Stefano Costa, Geschäftsführer Luca Romeo, Vizepräsident und Maritimer Leiter Onofrio Contu, Wirtschaftsprüfer von T-Link und Sekretär der Carige Foundation Edoardo Bonanno, zeitweise Geschäftsführer von T-Link und Mitglied im Verwaltungsrat des Gesellschafters Caronte & Tourist Simone Cimino, Leiter des Fonds Cape Regione Siciliana als Mehrheitsaktionär Giovanni Maniscalco, Liquidator

Nur für Stefano Costa und Edoardo Bonanno beantragte die Staatsanwaltschaft jeweils eine Strafe von fünf Jahren und sechs Monaten. Für die anderen vier Beteiligten wurde Freispruch beantragt.

Den Beteiligten wurde vorgeworfen, die Schiffe zu teuer gechartert zu haben, allerdings entsprachen diese Preise den damaligen Marktpreisen. Die Angeklagten wurden alle freigesprochen, weil sie nach Treu und Glauben gehandelt hatten.

Flotte Alle Schiffe, die T-Link Lines einsetzte, waren gechartert. Abgesehen von der T Rex waren es alles Schiffe der Visentini-Klasse, die von der italienischen Visentini-Werft in Porto Viro gebaut wurden. +SchiffBildBaujahrEinsatzdauerLängeBreiteGechartert vonAktuell T Rex150px19982009179,93 m24,30 mAktuell Kaiarahi für Interislander auf der Route Wellington–Pitcon in Neuseeland. T Rex Uno150px20072009–2010186,50 m25,60 mVisemar di Navigazione Ciudad de Palma bei Grimaldi Trasmed. Maria Grazia On150px2004Moby Lines Venezia bei Grimaldi Lines Akeman Street150px20092010–2011Visemar di NavigazioneNach einer Havarie vor der albanischen Küste in Aliağa verschrottet Watling Street150px2008 Stena Flavia bei Stena Line auf der Verbindung Liepāja–Travemünde

Einzelnachweise

Kategorie:Ehemalige Reederei (Italien) Kategorie:Unternehmensgründung 2008 Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Sizilien) Kategorie:Organisation (Palermo)