Die normalspurige Tenderlokomotive Société des Charbonnages de Faulquemont 3 wurde 1934 von Krupp mit der Fabriknummer 1444 gebaut und im Januar 1935 geliefert. Sie wurde in der Zeche in Faulquemont mit der Betriebsnummer 3 und später mit der de Wendel-Betriebsnummer 137 im Kohleverkehr eingesetzt.

Die Lokomotive war bis in die 1960er Jahre in Betrieb und wurde anschließend verschrottet.

Geschichte

Die 1934 gebaute Lokomotive wurde 1935 an die Kohlebergbaugesellschaft in Faulquemont geliefert und mit der Betriebsnummer 3 bezeichnet. Ihre Aufgabe war, Kohlezüge vom Bergwerk zum Bahnhof Faulquemont an der Forbacher Bahn zu befördern. Dabei mussten starke Steigungen bewältigt werden, sodass die Lok kurvengängig sein musste und eine Riggenbach-Gegendruckbremse erhielt.

Die Lokomotive war durch die Errichtung der Kohlezeche im Rahmen von Reparationen auf Grundlage des Versailler Friedensvertrages mit anderen Lokomotiven von Krupp im Paket mitentstanden.

Die einzige Erwähnung nach dem Zweiten Weltkrieg ergibt sich aus der Zugehörigkeit der Kohlezeche zu dem de-Wendel-Konzern, dadurch änderte sich die Bezeichnung der Lok in 137.Wolfgang Fiegenbaum, Ingo Hütter, Schwere Brocken, regelspurige E-Tenderlokomotiven, Band 1, Wolfgang Herdam Fotoverlag, Quedlinburg-Gernrode 2012, ISBN 978-3-933178-46-6 Wie lange die Lokomotive noch betrieben wurde, ist nicht bekannt, um die 1960er Jahre wurde in den Kohlezechen in Elsaß-Lothringen vermehrt Diesellokomotiven von Alstom um die 600 PS eingesetzt.

Konstruktion

Die Lokomotive erhielt ein Laufwerk, bei dem die beiden äußeren Achsen beweglich waren. Die Zylinder waren leicht nach hinten geneigt.

Der Kessel war wieder mit einem Überhitzer ausgerüstet. Die Kesselaufbauten sind ein Dampfdom sowie ein runder Sanddom, von dem von jeder Lokseite vier Sandfallrohre herabführten und die Treibachse beidseitig sowie die zweite Achse von vorn und die vierte von hinten besanden konnten.

Bei Ablieferung hatte die Lok keine elektrische Beleuchtung. Als Bremsanlage besaß sie neben der Druckluftbremse eine Riggenbach-Gegendruckbremse, deren Schalldämpfer mit Anstellventil hinter dem Schornstein lagen.

Weitere Hilfsanlagen waren ein mit einem rechteckigen Rahmen verkleidetes Sicherheitsventil, im Hinterkessel verlegte Waschluken sowie eine Dampfpfeife.

Literatur

Wolfgang Fiegenbaum, Ingo Hütter, Schwere Brocken, regelspurige E-Tenderlokomotiven, Band 4, Wolfgang Herdam Fotoverlag, Quedlinburg-Gernrode 2022, ISBN 978-3-933178-46-6, Seiten 158–164

Weblinks

Internetseite über die Lokomotive Krupp 1444 auf www.dampflokomotivarchiv.de

Einzelnachweise

Kategorie:Schienenfahrzeug (Krupp) Kategorie:Tenderlokomotive Achsfolge E Kategorie:Einzellokomotive Kategorie:Triebfahrzeug (Frankreich)