mini|Eve Coxon, 2022 Evelyn Imelda Coxon CNZM (* 1948) ist eine neuseeländische Erziehungswissenschaftlerin und Hochschullehrerin. Sie ist außerordentliche Professorin an der School of Critical Studies und Leiterin der Forschungseinheit für Pazifische und Internationale Bildung an der Fakultät für Erziehungswissenschaften der Universität Auckland. Sie engagiert sich in vielfältigen Forschungs- und forschungsbasierten Lehr-, Beratungs- und Gutachtertätigkeiten im Bildungsbereich der pazifischen Region. Ein zentraler Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Rolle der Bildungshilfe bei der Förderung einer nachhaltigen und gerechten Bildungsentwicklung. Leben und Werk Coxon erhielt 1988 den Master-Abschluss mit der Masterarbeit A critical education: the ’Atenisi alternative. In dieser Arbeit beschreibt sie das 'Atenisi-Institut in Tonga und dessen Beitrag zur Debatte in der Bildungstheorie über die Ausgestaltung einer befähigenden und versöhnlichen Bildung. Obwohl das Institut viel zu universellen Bildungsthemen beiträgt, ist es auch insofern einzigartig, als die Aneignung traditionellen tonganischen Wissens durch die Tongaer ein wesentlicher Bestandteil ist für die Entwicklung einer kritischen Analyse der tonganischen Gesellschaft und die Entmystifizierung der neotraditionellen Hegemonie.

Coxon promovierte 1996 bei Judith Huntsman und Michael Peters in Erziehungswissenschaften an der University of Auckland mit der Dissertation The politics of 'Modernisation' in western Samoan education. Während ihrer Zeit an der Universität Auckland war sie Gründungsdirektorin der Forschungseinheit für pazifische Bildung und spielte eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der Initiative Rethinking Pacific Education for Pacific Peoples, die neue Generationen regionaler Führungskräfte im pazifischen Bildungsbereich fördert.

Sie forschte in verschiedenen pazifischen Ländern, wirkte an akademischen Programmen pazifischer Universitäten mit und verfasste zahlreiche Bücher, Zeitschriftenartikel, Buchkapitel und Forschungsberichte, zumeist in Zusammenarbeit mit pazifischen Kollegen.

Sie wurde von Regierungen in der gesamten Region in verschiedene beratende Positionen berufen, beispielsweise als Beraterin für den Bildungssektor im tongaischen Bildungsministerium, als politische Beraterin im samoanischen Bildungsministerium und als Vertreterin Neuseelands in der Bildungskommission von Fidschi.

Sie war Präsidentin der Oceania Comparative Education Society und bekleidet seit 2016 Führungspositionen im Weltverband der Gesellschaften für Vergleichende Erziehungswissenschaft. Coxon ist weiterhin ehrenamtlich an der Universität tätig und unterstützt aktiv Studierende, die Bildungsforschung im pazifischen Raum sowie Forschende.

Während ihrer Zeit an der Universität Auckland etablierte Coxon Bachelor- und Masterstudiengänge in pazifischer Pädagogik und Pazifikstudien. Sie betreute 45 Doktor- und Masterarbeiten, die mehrheitlich von Studierenden aus dem Pazifikraum verfasst wurden.

Auszeichnungen (Auswahl) 1991: Auszeichnung mit einem Winston Churchill Memorial Fellowship 2021: Companion of the New Zealand Order of Merit

Veröffentlichungen (Auswahl) The Politics of learning and teaching in Aotearoa-New Zealand. Palmerston North: Dunmore Press, 1994. Polynesian Paradox: Essays in Honour of Futa Helu. Institute of Pacific Studies, University of the South Pacific, 2005. Global/Local Intersections: Researching the delivery of aid to Pacific Education. Research Unit of Pacific Education, 2003. Literature review on Pacific education issues: final report. Wellington: Ministry of Education, 2002.

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