Marie-Ann Sengewald ist eine deutsche Psychologin und Professorin für Psychologische Methodenlehre und Diagnostik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Leben Marie-Ann Sengewald studierte von 2005 bis 2011 Psychologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) und arbeitet dort ab 2006 für drei Jahre als Tutorin, wobei sie sich auf Deskriptive Statistik, Inferenzstatistik, Multivariate Statistik sowie Regressionstheorie am Lehrstuhl für Methodenlehre und Evaluationsforschung an der FSU konzentrierte.
Zwischen 2007 und 2009 war sie als wissenschaftliche Hilfskraft im Bereich Forschung und Lehre am Lehrstuhl für Methodenlehre und Evaluationsforschung der FSU tätig. Von August 2009 bis Januar 2010 ging sie im Rahmen des Programms Human Development and Family Studies, welches durch eine begleitende Forschungstätigkeit ergänzt wurde, für ein Studiensemester an das Prevention Research Center der Pennsylvania State University.
Im Zeitraum von 2009 bis 2011 arbeitet sie zunächst als studentische Hilfskraft im Projekt Faire Vergleiche in der Schulleistungsforschung engagiert und im Anschluss daran bis 2017 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Methodenlehre und Evaluationsforschung der FSU. Seit September 2017 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Professur für psychologische Methoden der empirischen Bildungsforschung.
Ihre Promotion mit dem Thema Latent Covariates legte sie 2019 an der Freien Universität Berlin ab. Ab Juli 2019 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) in Bamberg in Abteilung Methodenentwicklung tätig, insbesondere im Arbeitsbereich pädagogisch-psychologische Methoden, zuletzt in der Funktion einer Postdoktorandin. Seit Januar 2022 leitet sie das Projekt Conceptual Replications.
Im August 2025 wurde sie an die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) berufen. Seit September 2025 September hat sie dort eine W1-Professur für Psychologische Methodenlehre und Diagnostik inne.
Forschung Während ihrer Tätigkeit am LIfBi in der Abteilung 3 „Forschungsdatenzentrum, Methodenentwicklung“ konzentrierte sich Marie-Ann Sengewald neben der Replikationsforschung insbesondere auf die Kausalitätsforschung im Kontext von Modellen latenter Variablen.
Sie beschäftigt sich mit der Entwicklung und Anwendung quantitativer Methoden, mit denen man psychologische Merkmale fair messen und die Wirksamkeit von Interventionen präzise analysieren kann, um letztendlich Studienergebnisse systematisch zusammenzuführen. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung, wie Störeinflüsse, Messungenauigkeiten, unvollständige Daten oder unachtsame Testdurchführungen effektiver gesteuert werden können. Darüber hinaus analysiert sie, inwiefern innovative Datenquellen, wie umfassende Paneldaten oder Prozess- und Produktinformationen aus digitalen Erhebungen, die psychologische Forschung bereichern können.
Auszeichnungen 2020: Marie-Schlei-Preis in der Kategorie „Dissertation ohne Themenbindung“ 2025: Sigrid Blömeke Scholarship Award 2025 2025: LIfBi Research Award
Werke
Weblinks Marie-Ann Sengewald auf psychologie.phil.fau.de Marie-Ann Sengewald auf scholar.google.com (englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Psychologe (21. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Otto-Friedrich-Universität Bamberg) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert Kategorie:Frau