mini|Catherine Impey, unbekanntes Datum Catherine Impey (* 13. August 1847 in Street, Somerset; † 14. Dezember 1923 ebenda) war eine englisch-britische Quäkerin und Aktivistin gegen Rassendiskriminierung und in der Abstinenzbewegung.Sofern nicht explizit anders angegeben folgt die Darstellung
Leben Impey wurde in eine Quäkerfamilie geboren. Ihr Vater, Robert Impey (1820–1886), war ursprünglich Gerber, der auch Saatgut anbaute, verkaufte später aber landwirtschaftliche Geräte. Ihre Mutter, Mary Hannah Clothier (1823–1895), war eine Gerberstochter. Sie und ihre Schwester Ellen erhielten eine Quäkerausbildung im Southside House im nahe gelegenen Weston-super-Mare. Southside verlangte von allen Absolventinnen, sich für wohltätige Zwecke zu engagieren; die Schwestern beschlossen, „dazu beizutragen, die Unterdrückung der dunkleren Rassen der Welt zu beseitigen“.
Impey trank ihr ganzes Leben lang keinen Alkohol, war Mitglied in Ortsgruppen der Teetotal Society, der British Women’s Temperance Association (White Ribbon Association) und des International Order of Good Templars (IOGT) (Movendi International) und machte die Förderung der Abstinenz zu einem Teil ihres Lebenswerks.
Impey reiste im März 1878 zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten. Zur selben Zeit entstand in der IOGT eine Spaltung über die Frage, ob Schwarze Mitglied werden könnten. Als die IOGT beschloss nach Rassen segregierte Logen zuzulassen, spaltete sich der britische Teil aus Protest ab und gründete die Right Worthy Grand Lodge (RWGL). IImpey zur Sekretärin der Negro Mission for the United States der RWGL ernannt und bis 1887 in die Vereinigten Staaten geschickt, um schwarze Menschen in den ehemaligen Sklavenstaaten auf nichtrassistischer Basis zu organisieren, ein Unterfangen, das fast ausschließlich von Quäkern finanziert wurde. Nachdem die Abspaltung 1886 in einem Kompromiss die Rassenintegration aufgab, trat Impey bei den Good Templars aus und widmete einen Großteil ihres restlichen Lebens dem Kampf für Rassengleichheit.
Im März 1888 gründete sie eine monatlich erscheinende Zeitung namens Anti-Caste und gab sie bis zur letzten Ausgabe im Jahr 1895 heraus. Die Zeitschrift wurde von Booker T. Washingtons Southern Letter inspiriert. In der Zeitschrift setzte sich gegen die rassistische Intoleranz ein, unter der nicht-weiße Menschen weltweit litten, insbesondere im Britischen Empire und in den Vereinigten Staaten. Impey gehörte auch dem Anti-Sklaverei-Komitee der Quäker in Somerset und der British and Foreign Anti-Slavery Society an. In der ersten Ausgabe von Anti-Casteschrieb sie:
In den frühen 1890er Jahren gewann Impey die schottische Schriftstellerin Isabelle Fyvie Mayo als Mitstreiterin. Die beiden Frauen luden Impeys Freundin Ida B. Wells ein, in Großbritannien gegen die Lynchjustiz an schwarzen Amerikanern zu sprechen. Die Frauen gründeten die Society for the Recognition of the Universal Brotherhood of Man („Gesellschaft zur Anerkennung der universellen Brüderlichkeit aller Menschen“). Das Organ dieser neuen Society sollte auch Anti-Caste ersetzen. Impey verliebte sich aber in Mayos ceylonesischen Schützling, einen Zahnarzt namens George Ferdinands, und schrieb ihm 1893 einen Brief, in dem sie ihm einen Heiratsantrag machte. Ferdinands, der kein Interesse hatte, zeigte Mayo den Brief. Dies führte zum Bruch zwischen den beiden Frauen und auch zum Ende der Society und ihrer Publikation.
Neben ihrem Engagement für die Abstinenzbewegung und gegen Rassismus war Impey auch in der Kommunalpolitik aktiv. Als Mitglied des Stadtbezirksausschusses von Street, des Armenfürsorgeausschusses von Wells und des Schulausschusses von Long Sutton setzte sie sich für das Frauenwahlrecht ein.
Impeys Familie unterstützte sie in all ihren öffentlichen und privaten Kontroversen. Auch wenn sie einmal verlobt war, heiratete Impey nie und lebte ihr ganzes Leben lang im Haus ihrer Familie. Seit 1879 war sie Vegetarierin, ebenso wie offenbar der Rest des Haushalts. Das Saatgutgeschäft des Vaters hatte ihre Schwester Ellen übernommen.
Impey starb nach kurzer Krankheit 1923 in Street.
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